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Samstag, 21. Juni 2025

Die Halle der Stille


Die Tore des Morrskultes sollten uns also erneut empfangen und erneut berichte ich in Angelegenheiten der Toten.

Schmerzlich hatte ich noch die letzten  male in Erinnerung, die uns hierher geführt hatten. So konnte auch unser neuer Besuch nicht weniger versprechen, als uns wieder auf Messersschneide entlang vorwärts zu peitschen. Immerfort an der Schwelle zum Totenreich standen wir mehr als einmal mit einem Fuß im Grab, und ebenso wie meine Mitstreiter - halbtot und doch noch nicht gänzlich in der Anderwelt, waren unsere Kontrahenten, weder gänzlich lebendig noch wirklich tot.

Mittwoch, 23. November 2022

Die Bestie von Altdorf - Teil 2

Pray Warhammer
Gebete des Hantsch

Morr, gnädig schließt Ihr uns in Eure Arme, wie im Schlafe so im Tod.

Für die gute Helena, zu jung zu unrecht und brutal aus dem Leben gerissen möchte ich zu Euch beten: Auf dass sie in Euren Armen Trost und Ruhe finde.

Versichern will ich ihr, dass was sie Zeit ihres Lebens als unvollendet sah nicht unvollendet belassen wird.

Versichern will ich ihr die fortwährende mütterliche Liebe der guten Minta, die sie nur zu gern nochmals in ihren Armen halten würde.

Versichern will ich ihr die freundschaftliche Liebe der guten Elsi, das bewahrend was den Tod überdauert.

Und versichern will ich ihr unsere Entschlossenheit, dieser unsäglichen Bestie der sie zum Opfer fiel ein Ende zu bereiten, auf dass kein weiteres unschuldiges Blut vergossen wird.

Montag, 22. Juli 2019

Pollo? Solo sopra il mio corpo morto freddo - Elvino, Oberon & Karl stuck in the Untersteg



Pollo? Solo sopra il mio corpo morto freddo
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.


Elvino briefly woke up in the cellar theatre, only to be immediately overwhelmed by searing pain hailing from his previous leg injury, resonating through his entire body, accompanied by the stench of rotten cheese. The  wound needed treatment badly, and he could feel the inflammation pulsating. 

Elvino the Tilean Mercenary
Luckily the Elf Oberon was around to tend to his wounds. He bandaged them, put some ointment on the wound and cleansed it from splinters and dirt, that had contaminated the gash.

During a lucid moment, somebody told the incapacitated mercenary that he might just survive the whole ordeal, but the amount of pain he went through made him severely question the statement. And even if he survived, would he keep his leg? Otherwise he’d just be a useless cripple unable to fight, walk, or even stand. Fever dreams entwined with reality, so he was not too sure about what happened the next couple of hours.

Oberon the Elven "Healer"
He remembered the squinty-eyed bartender offering him some sort of oddly tasting fish roll, still, better than what was usually served in the Untersteg. What’s more is thatElvino was unable to walk particularly far, so he resorted to jump on a single leg, thus he managed to investigate the cellar theatre more thoroughly.

Apparently Christian was sufficiently pleased with their “work” at the former dockyard.The motley group of Karl, Oberon and Elvino found the time to listen to the market crier, who finally brought news about the quarantine, which annoyingly was still to be prolonged. Also the authorities apparently wanted to gather further information about the incident in Heideldorf. One was to contact the guardsman by the name Basil.

Karl: Halfling, Acrobat, Bird Trainer
Summoning up all his stupidity and naivety at once, Elvino simply strolled up to the closed gate, asked for said guard in order to provide some insight about the recent events at the Wurstfest. Moreover forgot to get rid of his hidden weapons first, was quickly disarmed and subject to lengthy interrogations. He had to explain himself to a Colonel Winzik, alongside a particularily menacing looking guy called Luther. The only one who seemed only so much as half decent was a medicus from Tilea, who agreed to take a look at his naive countryman’s wounds. Vino cursed himself, nothing good has ever happened when dealing with the authorities around here, yet somehow he still thought it was a good idea to just waltz in and unabashedly talk about, albeit toned down, the highly classified events had taken place days prior.

Well, it mostly resulted in further questions, a very significant loss of weaponry, and he henceforth was required to gather intel about whatever interesting or criminal was going on in the Untersteg. Therefore he was told to report back every morning before the patrol, or else they’d find him. Reluctantly he agreed, and made his way back to the cellar theatre, exhausted by the interrogations.


Montag, 18. November 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon 2

Die Friedhöfe Middenheims bedürfen sorgfältiger Umsorge durch den Morrstempel.

Zweiter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Dritter Werktag der Erntezeit

Erneut entschwindet sie mir, verblasst sie vor meinem inneren Auge, die rückblickend zwar auch nicht sorgenlose, doch von lediglich verglichen banalen Lappalien geprägte Erinnerung, ferner, trüber Studientage. Wie fremd erscheint mir mittlerweile die bloße Berührung dieser meiner abgeknickten Federkiele. Die Finger zerschlissen, Dreck unter den Nägeln, nach Tod und Abfall riechend, runzelige Falten die sich über die Handflächen ziehen - wie einst nur nach ausgiebigem Baden, dieser Tage durch andauernde durchdringende Nässe mein ständiger Begleiter. Und dieses Zittern, dieses ständige nervöse Zucken, immer wach immer nervös, als würde ja auch nur die geringste Bedrohung beim Schreiben bestehen, lediglich einige kaum erwähnenswerte längst verheilte Wunden tragen diese Finger von scharfem Papier und spitzen Federkieltrimmern, doch nicht Schmerz lässt sie zucken, sondern Erinnerung. So viele verstörende Ereignisse und Erlebnisse die zu Papier gebracht werden wollen, jeden Tag, da nun jeder der letzte sein könnte, und so wenig Zeit zwischendurch für diese spärlichen Notizen bleibt, das niederschreiben löst mir die Furcht und die Verstörung von der Seele, das rede ich mir zumindest ein. Fragt sich ob die alten Lehrmeister zuhause mit ihrer "Göttlichen Harmonie und steten Gelassenheit" in solch einer Welt besonders weit gekommen wären… Unruhe, Schlaflosigkeit und sich anbahnender Wahnsinn sind ständiger Begleiter solch finsterer Zeiten und oft unvermeidbarer Grausamkeiten. "Die Feder ist Mächtiger als das Schwert" sagen die Berufs-Schreiber der Menschen, sie haben vermutlich noch nie einen der fahrenden Schwertmeister aus der alten Heimat gesehen der eine vorbeizischende Schwalbe in eine ganze Wolke hilflos zu Boden segelnder Federn verwandelt. Doch genug der Schwelgereien, die Zeit der Hohen-Roller die sich nie der Nähe der Gefahr aussetzen ist vorbei, ich gehöre nun auch zu den Tiefe-Roller Schwalben.

Laienpriester Constantin
Tatsächlich machte es erst kürzlich den Eindruck mit diesem Los nicht einmal der einzige meiner Art zu sein, so traf ich doch tatsächlich nach trotz betrüblichem Verunglücken kurzzeitigen Weggefährtens und wiederaufgenommenen Nachforschungen im Medizinerkongress, auf dem Weg zurück zum Morrstempel, freundlich geleitet von, nun, sagen wir nicht eben übereifrigen Stadtwachen, doch aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz einen Artverwandten. Ich sage verwandt, wohlweißlich mich nicht voreilig in direkte Relation zu sich eventuell doch als nicht nur im Verhalten, denn auch in Abstammung und Kultur als befremdlich und mir nicht vertraut erweisenden Erscheinung eines, ich drücke es mit der kurzsichtig über-simplifizierenden Art der Menschen und Zwerge aus: Elfen. Ob er dem ominösen Loren oder dem vergessen geglaubten Drakenwald Kolonien abstammt, in einer der imperialen Städte oder gar von noch ferner geboren ist, ist mir ein Rätsel, fest steht er kommt nicht aus Marienburg. Sein Name ist mir derzeit entfallen, angesichts seines bescheidenen Heldenmuts bei einer Konfrontation von unbekannten Kriminellen und Stadtwachen, dem wieder begegneten Laienpriester Morrs Constantin und meinerseits wird die Geschichtsschreibung es mir verzeihen, denn derjenigen die sich 'nicht einmischen' und von fragwürdig übertriebener Schleierhaftigkeit der eigenen Person und Berufung begleitete Rituale auf Friedhöfen oder bewachsenen Straßenmauern dem Beistand ihrer Begleiter vorziehen, wird man sich kaum bemühen müssen zu erinnern.