Posts mit dem Label Character werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Character werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. Februar 2019

Volare - Elvino & Oberon's Escape from Zharr Ungor


This blog entry may contain spoilers for the "Gand Brynd" quest series.


VOLARE
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.

High above the moonlit southern Middenland their dangerous escape leads the 
motley crewof dwarves, ponies, men, halfling and elf close by a hilltop tavern...
So there they were, having left behind the ruins of Heideldorf which burnt down to a crisp after their latest endeavours at the annual Wurstfest, and on their way to Bad Hohne. An uncommon sight one could say, the Elf Oberon and the young Tilean mercenary Elvino, who had just won the sausage eating contest at the Wurstfest. Both of them were still exerted and from all the fighting and the hardships that they endured in Heideldorf, but that’s a story for another time.

Accompanied by a young Ogre named Khevin and a monk of Morr by the name of Vergil they were headed to Bad Hohne a small town, which was well known for its hot springs. Suddenly a cracking sound broke the monotonous creaking and thumping of the cart that they were sitting on, and Elvino awoke from his light sleep.

Were they being shot at? Was that a weapon that was fired? Surely it must have been bandits of some sort, and he was about to draw his weapon, when the cart came to a halt because there were some lunatics on the road who were apparently chastising themselves with all sorts of makeshift whips and apparently praising Sigmar while doing it.

Montag, 5. Februar 2018

Kammerjäger in Schattenglas

Die Schmerzen pulsieren durch meinen gesamten Körper, Schmerz ist das letzte Gefühl welches bleibt während jegliche Möglichkeit zur willentlichen Bewegung verloren gegangen ist. Lediglich krampfartige Zuckungen und sich trübendes Augenlicht. Der Nebel über mir zieht in Schwaden vorbei. Wie beseelt bewegt er sich, bildet Figuren und ich glaube etwas zu erkennen, etwas schält sich aus dem Nebel, eine Karawane am Rande einer Schlucht...
Am vordersten Wagen sehe ich mich selbst, Hantsch, sitzend, mit zwei Pilgern, einer hat sich Myrmidia verschrieben, der Andere Ulric. Nicht weiter am Gespräch interessiert wende ich den Blick zum Ende der Karawane, wo ich Syfried am Wagen eines Estalischen Dungsammlers vorfinde. Der Nebel wallt auf und es die Sonne ist nun kurz vor dem Untergehen. Syfried befindet sich nun in der Mitte der Karawane auf einer Kutsche neben einem wohlgerüsteten Kutscher. Der vorderste Wagen passiert gerade die oberste Station des Lastenliftes in die Schlucht hinab nach Unterschattenglas, als er beginnt zu beschleunigen. Dies kommt keineswegs zu früh, aus dem Waldesrand wird die Karawane angegriffen, Soldaten mit Schlingen in den Wald gezerrt. Ich sehe Syfried willkürlich in den dunklen Wald deuten, woraufhin der Kutscher seine Büchse ergreift und feuert. Die wohl von den Göttern gelenkten Schüsse scheinen zu treffen. Der Angriff währt nur kurz, die Karawane ist zu schnell und erreicht die Stadt, jedoch ist ein Soldat in der Dunkelheit des Waldes verschollen.

"Widerstand gegen Gift"
stellt sich im Laufe der Quest als wahrer Segen heraus,
Die Nebelschwaden wallen erneut auf und ich sehe mich und Syfried in einem Wachturm am Rande der Schlucht. Wir haben die kranken und verletzten Soldaten der Falkenburg zur Stadtwache Oberschattenglases gebracht. Der Kommandant, Hauptmann Euler erklärt, er könne den Soldaten nur bedingt helfen - die Diener Shallyas der ihr geweihten Herberge weigern sich den Soldaten zu helfen und den Arzt von Unterschattenglas müssten wir überzeugen zu den Soldaten zu kommen.
Wieder verschwimmt der Nebel und ein Kurzes Bild flackert auf, Syfried, der mich auf dem Weg nach Unterschattenglas heimtückisch zu Fall bringt. Nach einem Bruchteil einer Sekunde ist dieses Trugbild auch schon wieder nicht mehr zu sehen... welch seltsame Bilder - bis jetzt hatte sich doch alles so zugetragen wie die Nebel es gezeigt hatten, aber gut ...

Ein Spalt tut sich auf, ich sehe Licht, dort stehen zwei Gestalten. Sie unterhalten sich und bei der Erinnerung läuft mir wieder ein kalter Schauer den Rücken hinab. Als ich den Arzt von Schattenglas und den Beauftragten der Hanse - Phillip Dolminger - zum ersten mal belauschte ... äh, sah, berieten sie sich wegen der Leiche mehrerer Kinder, die Körper angeknabbert und mit Nestern im Leib. Die Leichen von Kindern die zuvor aus Schattenglas verschwunden sind. Und es sind mehr Kinder verschwunden als Leichen gefunden wurden.
Ich sehe uns im Vorzimmer des Arztes, hastig die Köpfe von unseren Lauschpositionen wegziehend, als Dolminger heraustritt und ohne sich vorzustellen das Gebäude verlässt. Und als nächste treten wir in das Behandlungszimmer des Arztes.

Die Leiche einer Anhängerin der
Schwesternschaft des Sigmar
im Spinnenetz verstrickt

Donnerstag, 13. März 2014

Seemannsgarn in Delberz

Seemannsgarn des jungen Mannan-Priesters in seinem Stammlokal am Hafen von Delberz:

… Dieser Junge, J´Zatkiel nennt er sich, aber bald wird er nur noch als "Der Middenfischer" bekannt sein, hehe, der hat mir auf unserer Reisen von Middenheim nach Delberz den ein oder anderen Seemannsgarn erzählt.
So meinte er zum Beispiel, der hätte eine Zille aus der Kanalisation geborgen…. hehehe, wers glaubt wird von Mannan persönlich selig gesprochen, … wer nicht kommt auch früher oder später in Morrs Garten…. wenn er denn dort hinfindet…. hehe….



Naja,… der Kleine scheint schon einiges mitgemacht zu haben…. auch wenn nicht gar alles recht glaubwürdig rüberkommt.
Er meinte doch glatt, dass er sich mit seinen drei, vier Kumpanen zusammengetan hätte und einen beschworenen Dämonen mitten in Middenheim getötet hätte!
Haha, dabei weiß doch jeder, dass sowas garnich möglich ist, kein dunkler Priester bliebe lange genug unbemerkt, als dass er ein solches Ritual zu Ende bringen könnte….
Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man Dämonen nicht töten kann, sondern bestenfalls verbannen….
hehe, vielleicht hatter im Suff einen Mutanten erledigt, das würd ich ihm schon zutrauen…. immerhin hat er es auch mit diesem Biest ausm Middensee aufgenommen.
Das is mal wahrlich eine Heldentat…. Die Geschichte muss ich euch unbedingt erzählen!
Damit hat er nicht nur ganz Middenheim einen gefallen getan, nein, vor allem dem alten Käptn, dessn Namen ich mir nicht merken konnte. Wie hieß der noch gleich…. jedenfalls "der mit dem Fisch tanzt" nenn´ die ihn hierzulande….
Der Kleine is ihm tatsächlich nachgesprungen als ihn das Unwesen in die Tiefe des Sees gezerrt hat. Das hat er mir persönlich versichert….und einem Käptn glaubt man, wenn er sich eingesteht sein Leben einem so jungen Bengel zu verdanken…..
Außerdem habe ich selbst die Leiche dieser Abscheulichkeit, dieser Seebestie identifizieren können!
….und die war wirklich keine Schönheit: Nen aufgeplatzten Brustkorb hatte die! Mit beweglichen Rippen! Widerlich….
Der Käptn meinte, und das hat mir der Middenfischer auch bestätigt, dass dieses Unwesen damit die zerstückelten Leichenteile, die überall im See verteilt schwammen an sich gerissen hat und als eine Art menschlichen Schutzmantel getragen hat…
Mir ist gleich aufgefallen, dass die Organe allesamt schwer verletzt waren, und der kleine Middenfischer hat mir erzählt, dass er sich richtig in diese Kreatur hinein-wühlen musste hat um diese mit bloßen Händen und einem kleinen Taschenmesser von Innen zu zerfleischen…. haha, wie man in alten Mythen immer so sagt: "einen Wal bekämpft man am besten, indem man sich von ihm fressen lässt und dann von Innen bearbeitet"… das hat dann wohl auch auf diese Abscheulichkeit zugetroffen…..



Der Middenfischer hat behauptet, und das glaub ich ihm sogar, dass er, als er dem Käptn nach is, weil er ihn nich halten konnte, über den Käptn zur Kreatur geklettert is, die mit einem Höllentempo durchn See gerast is, und ihr dann mit letzter kraft und nur mim Segen von Mannan die ganze verdammte Lunge ausm Leib gerissn hat, unn mid der isser dann wieder nach oben gekommen….  weil da noch luft drinne war…  Versteht ihr?

….na wie auch immer…. Prost Männer!
Auf den Middenfischer!

Montag, 18. November 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon 2

Die Friedhöfe Middenheims bedürfen sorgfältiger Umsorge durch den Morrstempel.

Zweiter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Dritter Werktag der Erntezeit

Erneut entschwindet sie mir, verblasst sie vor meinem inneren Auge, die rückblickend zwar auch nicht sorgenlose, doch von lediglich verglichen banalen Lappalien geprägte Erinnerung, ferner, trüber Studientage. Wie fremd erscheint mir mittlerweile die bloße Berührung dieser meiner abgeknickten Federkiele. Die Finger zerschlissen, Dreck unter den Nägeln, nach Tod und Abfall riechend, runzelige Falten die sich über die Handflächen ziehen - wie einst nur nach ausgiebigem Baden, dieser Tage durch andauernde durchdringende Nässe mein ständiger Begleiter. Und dieses Zittern, dieses ständige nervöse Zucken, immer wach immer nervös, als würde ja auch nur die geringste Bedrohung beim Schreiben bestehen, lediglich einige kaum erwähnenswerte längst verheilte Wunden tragen diese Finger von scharfem Papier und spitzen Federkieltrimmern, doch nicht Schmerz lässt sie zucken, sondern Erinnerung. So viele verstörende Ereignisse und Erlebnisse die zu Papier gebracht werden wollen, jeden Tag, da nun jeder der letzte sein könnte, und so wenig Zeit zwischendurch für diese spärlichen Notizen bleibt, das niederschreiben löst mir die Furcht und die Verstörung von der Seele, das rede ich mir zumindest ein. Fragt sich ob die alten Lehrmeister zuhause mit ihrer "Göttlichen Harmonie und steten Gelassenheit" in solch einer Welt besonders weit gekommen wären… Unruhe, Schlaflosigkeit und sich anbahnender Wahnsinn sind ständiger Begleiter solch finsterer Zeiten und oft unvermeidbarer Grausamkeiten. "Die Feder ist Mächtiger als das Schwert" sagen die Berufs-Schreiber der Menschen, sie haben vermutlich noch nie einen der fahrenden Schwertmeister aus der alten Heimat gesehen der eine vorbeizischende Schwalbe in eine ganze Wolke hilflos zu Boden segelnder Federn verwandelt. Doch genug der Schwelgereien, die Zeit der Hohen-Roller die sich nie der Nähe der Gefahr aussetzen ist vorbei, ich gehöre nun auch zu den Tiefe-Roller Schwalben.

Laienpriester Constantin
Tatsächlich machte es erst kürzlich den Eindruck mit diesem Los nicht einmal der einzige meiner Art zu sein, so traf ich doch tatsächlich nach trotz betrüblichem Verunglücken kurzzeitigen Weggefährtens und wiederaufgenommenen Nachforschungen im Medizinerkongress, auf dem Weg zurück zum Morrstempel, freundlich geleitet von, nun, sagen wir nicht eben übereifrigen Stadtwachen, doch aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz einen Artverwandten. Ich sage verwandt, wohlweißlich mich nicht voreilig in direkte Relation zu sich eventuell doch als nicht nur im Verhalten, denn auch in Abstammung und Kultur als befremdlich und mir nicht vertraut erweisenden Erscheinung eines, ich drücke es mit der kurzsichtig über-simplifizierenden Art der Menschen und Zwerge aus: Elfen. Ob er dem ominösen Loren oder dem vergessen geglaubten Drakenwald Kolonien abstammt, in einer der imperialen Städte oder gar von noch ferner geboren ist, ist mir ein Rätsel, fest steht er kommt nicht aus Marienburg. Sein Name ist mir derzeit entfallen, angesichts seines bescheidenen Heldenmuts bei einer Konfrontation von unbekannten Kriminellen und Stadtwachen, dem wieder begegneten Laienpriester Morrs Constantin und meinerseits wird die Geschichtsschreibung es mir verzeihen, denn derjenigen die sich 'nicht einmischen' und von fragwürdig übertriebener Schleierhaftigkeit der eigenen Person und Berufung begleitete Rituale auf Friedhöfen oder bewachsenen Straßenmauern dem Beistand ihrer Begleiter vorziehen, wird man sich kaum bemühen müssen zu erinnern.

Samstag, 26. Oktober 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon

Die anatomischen Studien Lütterfelds,
zu jener Kreatur,
die am Ende des Abenteuers
auf den Dächern der Stadt gestellt wurde.

Erster Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Zweiter Feiertag der Erntezeit

Irreführend für wahr. Noch kaum ein Menschenalter beschreibt meine junge Jahreszahl und der weil bin ich weit von angestrebtem Erfahrungsschatz und vielseitiger Gelehrsamkeit der Älteren, doch schon muss ich mich nicht länger weltfremd, komfortverwöhnt und faul schimpfen lassen wie schon zu oft bisher von den Brüdern der Marienburger Elfen Enklave, nicht länger, oh nein.
Mit nicht zu geringer Verstörung an Geist und zittrig kritzelnden Fingern wage ich zu berichten, dem Tode so nah wie noch nie gekommen zu sein – nicht dem meinen, er ist ringsum, dieser Tage allgegenwärtig in diesem kalten Imperium der Menschen. 

Schmachvoll muss ich gestehen viel zu wenig über ihre Götter und Kulte zu wissen, jene spärlichen Reisenotizen der viel gereisten Älteren, kurz überflogen in jugendlichem Studium, gewiss sie sind dem Geist schon lang entschwunden.
Tag um, wundere ich mich über ihren körperlichem Aufbau, ihre grobe doch nicht minder gebrechliche Anatomie, und obschon in nie gekanntem Maße der Gewalt, Erniedrigung und Verfolgung sie gegenüber Andersartigen verfallen sind, so achtlos zerreißen sie auch Gleichartige auf die Minute in den Gassen, Plätzen und Tempeln ringsum. 

Wie erwähnt scheint Tod mein ständiger Begleiter und so hat ihr Gott des Todes es mir angetan. Anders als ihre scheinbar konkurrierenden und meiner aussenstehenden Auffassung nach in Erscheinung und Manier nicht unähnlichen Götter Sigmar und Ulric, beides hünenhafte haarige Kriegerpatronen und Sinnbild menschlicher Grobschlächtig- und Engstirnigkeit deren Anbetung sich gegenseitig zwar nicht auszuschließen, ein offenes Bekenntnis zu gleich welchem dieser Tage offenbar jedoch schnell von fatalen folgen begleitet sein kann, scheint er ein vielschichtiger und allseits Achtung findender. Nein, der Menschen Gott der Schattenwelt, Morr nennen sie ihn, ist ein mir noch unbegründeter, dem Blutbefleckten nicht unähnlicher – trotz einiger in religiösen Fußnoten beiläufiger Seitenhiebe die Khaine als seinen jüngeren Bruder und Todfeind bezeichnen – der gleichzeitig jedoch auch männliches Äquivalent zu Morai-Heg der alten Herrin der Träume und Raben zu sein scheint, jedoch erwähnenswerter Weise auch noch Feind allen Untods ist, und göttlicher Repräsentant oder auch Gemahl (?) des Unheilvollen Grünen Monds des Chaos, den sie hier Morrsleib nennen. 
Hier bemerke ich die unserem Verständnis der Unterwelt erneut abweichende Auffassung der Menschen die Herrschaft des Schattenreichs nicht Ereth Khial und den Cytharai die die Seelen der Elfen nach dem Tod fangen und als Geister freisetzen können, was unsereins nur natürlich und selbstverständlich erscheint, nein die Menschen wollen nach ihrem Dahinscheiden mit einer bestimmten Art lokal wechselnden Art Ritus bestattet werden – in dieser Bergregion Middenheims sind Seebestattungen und Einäscherungen nahe liegender Weise nicht an Häufigkeit vergleichbar mit einbalsamierter Beerdigung – und lassen ihre grotesk riesigen und überfüllten Grabfelder beziehungsweise auf meiner Exkursion mit einem ihrer Priester bemerkten Haus eignen streng versiegelten privat Gruften dann von eben jenen Morrspriestern in Stand halten und vor allem gegen nekromantische Missbräuche schützen… 
Das menschliche Verhältnis zur Bindung der Geister der Toten in verwesende Körper ist mir zwar weder unbekannt noch erspart geblieben, selbst ihren Fehlgeborenen und übrigen unbemerkt respektlos in die Gosse entsorgten Leichen bleibt derlei nicht erspart, die Erinnerung an jene Erlebnisse verflüchtigt sich bereits in gnädige Vergessenheit, doch bleibt mir ihr starkes Interesse an Erwähnter ein beständiges Rätsel, das sich nur durch ihre begrenzte Lebensdauer und Todes- oder vielmehr unerwünschter Wiederkehr-Furcht erklären lässt… zu wenige Gedanken verschwenden sie daran dass die eigentliche Bedrohung ihrer unsterblichen Seelen von den großen Anderen, alles konsumierenden Mächten des Chaos ausgeht…

Oberons vergeblicher Versuch zur Heilung
Wie dem auch sei, mein eigentliches Abenteuer begann mit dem einstweiligen Abschied meiner wankelmütigen Gefährten und dem Abliefern entwendeter Grabbeigaben an zuständigem Totenkult-Tempel, was uns nicht nur weitere Komplikationen mit Behörden und religiösen Instanzen ersparen sollte, mir gleichwohl auch Gelegenheit gab mein begrenztes Wissen menschlicher Anatomie wie auch Religion einer Belehrung zu unterziehen. Sachgemäß unterhielt ich mich mit zuständigem Schriftführer innerhalb des Tempels und vergriff mich rückblickend nicht auffallend öfter in Ton oder Respekterweisung als sonst im Umgang mit menschlichen Autoritäten, insofern der maskierte Schriftführer sich doch als höherer Priester herausstellte. 
Vorschläge meinerseits mich gleich als Außendienstmitarbeiter einzustellen wurden trotz versicherter Felderfahrung und Untod-Bekämpfungs-Versiertheit, zugegeben bestehend aus gerade mal den letzten beiden Tagen, wenig überraschend abgewimmelt – den Versuch war es wert – und eine Aushilfs-Schreiber Position die dank jetzigem Wissensstand vermutlich mehr meinen Fähigkeiten entspricht war nach üblicher Unterschriften-Prozedur – ich sollte sie bei Zeiten überdenken, da sie selten bis nie als humoristisch erkannt wird – die einzige Möglichkeit mich in den Tempeldienst zu stellen und so mehr über den Kult zu erfahren.

Nach erwähnten Privatgruft-Instandhaltungs-Rieten in Begleitung eines Jungen Priesters und gelangweilten Sargzimmerers waren nicht Untote wie zu erwarten gewesen wäre, sondern religiöse Fanatiker des Ulric es, die uns bei einem kleineren Morrsgarten Komplikationen bereiteten als wir einen Sigmar Priester zur Bergung eines seltsamen kleinen Objekts unbefugter und -nachvollziehbarer Herkunft im inneren einer Gruft konsultierten. Ein abermals verqueres Unterfangen, bei dem ich durch mehr Glück als Können im Stande war zwei Angreifer fatal zu verwunden während die übrigen, Stadtwachen, Sargbauer, junger Morrspriester und Totengräber den wie erwähnt nich minder brutalem Gott dienenden, kampfeswütigen Priester zurückzuhalten und in den Leichenkarren verladen konnten und wir im letzten Moment die Flucht ergriffen, die einer der Stadtwachen mit seinem Leben erkaufte. 

Der Herkunft des mysteriösen vermeintlich okkulten Objekts das wir aufgrund undefinierbarer ins innere der Gruft reichender Größe nicht bergen konnten auf den Grund gehend, machten der Morrspriester, der Sargbauer und ich uns danach daran den letzten bekannten Familienangehörigen des in der Gruft zuletzt Bestatteten zu finden, wurden Zeuge eines obskuren Flagellanten-(die Bedeutung und religiöse Zugehörigkeit dieses Begriffs muss sich mir erst noch erschließen, bis auf weiteres schreibe ich sie Sigmar zu) Umzugs und fanden uns wieder in einem von einem weiblichen Morrsritter bewachten Medizinischen Fakultäts Gebäude, genauer dem Vorführsaal einer Obduktion zu anatomischen Lehrzwecken. 
Ich kann nur die Verwirrung vorgehender Ereignisse für meinen Aussetzer beim Platzen in die vielbesuchte Vorlesung verantwortlich machen, gleichwohl dass ich erst im letzten Moment bemerkte wie interessant die Leichenöffnung vor Publikum doch gewesen wäre und was ich dafür gegeben hätte selbst in den Reihen der Medizin Studenten gesessen haben zu können, doch nun da ich mich neben dem Priester, dem Sargbauer und der Morrsritterin auf von letzterer erläuterter Leichendieb-Jagd in den Vortrag platzend zum Gespött machen durfte, ist es mir bis auf weiteres kein Anliegen mehr auf dem direkten Weg des Universitätsstudiums die Heilkunst zu erlernen, vielleicht werden sich improvisierte Feldverarztung nach Anleitung und Leichen Preparation, oder was sonst zum Totenpriester Handwerk gehört als weniger demütigende Lehrmeister erweisen…

In all der Aufregung jedoch versäumten wir es den von der Ritterin angesprochenen Leichenkeller im Auge zu behalten und in selbem Moment ward auch schon ein kalter, vom Morrstempel zur wissenschaftlichen Obduktion freigegebenen Körper entwendet, der Dieb zu Fuß auf der Flucht. Da das eigentlich Ziel unseres Besuches ein Abpassen des Angehörigen, Dr "Reft" oder dergleichen, war, hielt ich es für sinnvoller vor Ort auf diesen zu warten, meine beiden Begleiter verfolgten indes den Dieb durch die Gassen und was folgt kann ich nur aus den Spuren und den Erzählungen des jungen Priesters nachvollziehen: Die Verfolgung führte über die Simse und Dächer der Stadt, und Sargzimmerer sind nicht für derartige Eskapaden ausgebildet, der Abenteuerlustige fand folglich ein schmerzhaftes Ende auf dem harten Pflasterstein Boden der Gassen Middenheims. Gerade noch fähig sein Bewusstsein wiederherzustellen und kurz aufrecht zu erhalten waren seine letzen Worte mehr unschlüssig denn alles andere, ließen aber eine klare Erkenntnis seinerseits zu: der Dieb war ein Ghoul. Bemitleidenswerter Sarbzimmerer, möge seine Seele Frieden finden, die genaueren Gebetsfloskeln werde ich mir noch genauer zu Gemüte führen müssen.
Ich bin gespannt was meine Gefährten derweil in dem Tumult dieses Tages erlebten und was es mit dieser religiösen Unruhe auf sich hat, und was der Dienst am Tempel des Morr für meine Zukunft im Reich der Menschen bereithält, es bleibt abzuwarten.

Eintrag Ende

Dienstag, 2. Juli 2013

Ärger im Paradies?

Ein einfacher, schwarzer Orb.
Am Altar, im hintersten Winkel Shubans Grabkammer.
Mit letzter Kraft von Jzatkiel zerschlagen.


Kein Tag im Roleplay vergeht an dem die Charaktere ohne lebensbedrohliche Situation davonkommen. So kämpften sich unsere Helden das letzte Mal tief in das Untergrundsystem Middenheims, um die Gebeine eines Söldnerhauptmannes (Shuban) wiederzuerlangen und um Middenheim vor einer Überflutung zu bewahren (ja ihr hört richtig... auf dem Berg...), indem sie eine Pumpanlage nahe eines von Untoten überrannten Skavenlagers öffneten und in einem defekten Boot in Indiana Jones würdiger Manier wieder hinaufgespühlt wurden, ja in einer Fontäne aus sprudelnden Brackwasser wieder zum Tageslicht katapultiert wurden... Doch was sich zwischen diesen geschichtlichen Hauptereignissen abspielte, noch bevor sie den reanimierten Überresten Shubans begegnen konnten, lässt einen denken, die Charaktere hätten nicht bereits genug Drama und Action mit ihren eigentlichen Widersachern.
Denn neben hunderten, unbeachteten Taten, bei denen sie sich gegenseitig unter die Arme greifen, ihre Leben bewahren und gemeinsam den Widrigkeiten trotzen fand Ferge, der keinen Moment auslässt "sein Ding durchzuziehen", freudig einen unbeweglichen J'Zatkiel vor... Die Gelegenheit "nutzend" verwirkte der Maskierte mit einer unanständigen Tat nicht nur J'zats Freundschaft, sondern auch noch beinahe sein Leben. Denn als dieser wieder zu sich kam, prügelte der 17 jährige wie wild auf Ferge und sein beschützedes Hündchen ein, tötete diesen beinahe. (Nicht dass jemand denkt, seine Fäuste würden das erste mal einen Spielercharakter verprügeln.... ferner sollte jemand annehmen Ferges Gelüste würden sich das erste mal an einem Hauptcharakter entladen).
So spaltete sich also Walter (Ferge), schwer verwundet von der Gruppe, von einem Zwergenbegleiter zur Oberfläche gebracht... Doch auch der Irrgeher, hatte bald wieder sein Bewusstsein (dessen Bewusstlosigkeit war auch dem Zwergenbegleiter, pädagogisch eingreifend zu verdanken) und rannte ohne Licht, seine Kumpanen zurücklassend in die Dunkelheit und tastete sich verzweifelt zur Oberfläche hoch.
Nach einigen weiteren Stunden begegneten Oberon, Karl und Walter dem Endbss-Kampf dieser Nebenquest. Doch wo war Jzatkiel? ...
Tapfer trotzten sie in der Grabkammer, fast am Sauerstoffmangel krepierend, während eine Gruppe Skelette und ein Verfluchter auf sie einhackten, den magischen Gefahren. Sein gelbes Kleid vollblutend lag Ferge bereits bewusstlos in der Ecke, als sich Oberon und Karl in einem letzten Verteidigungskampf um ihn stellten. Die gespenstische Gestalt Shubans holte erneut zum Schlag aus, da erreichte Jzatkiel in letzter Sekunde den Kampf (Überraschung!), zerschlugt ein Luft-druckrohr der Pumpanlage und flutete den Raum mit frischer Luft.
So gelang es mit neuen Kräfte, den Charakteren Shuban zu bezwingen, Ferge vor dem Tode zu bewahren (Dank eines verlorenen Schicksalspunkt) und mit einem Boot voller Schätze zur Oberfläche empor zu sprudeln.
Doch wie wird sich der Gram, den Jzat nun gegen Walter hegt weiter auswirken?... Und wie wird sich die hier noch nicht erwähnte Zwistigkeit zwischen Karl und J'Zatkiel entladen... und wird Oberon es das nächste Mal schaffen J'Zatkiel zu heilen, oder doch von ihm niedergeschlagen werden? (Und wem wird Ferge das nächste mal ein Ziegenhorn in die Arschfalte stecken?)
Wir hoffen auf das Beste... zum Wohle des Roleplays!

Von links: Oberon, Vorcher Onkson, Karl Thalwirth. J'Zatkiel der Irrgeher, Hanuman, Walter Ferge, Wilson, Imrak



Dienstag, 29. Januar 2013

Vorcher Onkson

"Jo mei ... wos sois?"
Immer fröhlich, immer heiter, der Spaßvogel der Gruppe... oder, etwa doch die zwergisch stilechte "grantige Zwiedawurzn" [zuwider - Wurzel : (zwergisch für schlecht gelaunte Person)], als Nicht-Zwerg ist es unmöglich festzustellen ob Vorcher - Sohn des Onk, bürgerlicher Kleinhändler Zwerg und patriarchischer Kassenmeister der Gruppe gerade grinst, knurrt, kaut oder ausdruckslos dreinblickt, der buschige Bart verdeckt einfach jede sicht auf seine Mimik (was er auch gern des öfteren zum besten gibt).


Ob mit Hammer und Schild im Kampf oder Klemmbrett, Geschäftsvertrag und Leiterwagerl im zivilen Alltag steht der 1,50 m Zwerg, bei weitem nicht der kleinste der Gruppe, immer an vorderster Front. Er ist ebenso geizig wenn es ums Geld der Gruppe ausgeben, das ihm diese im Vertrauen auf seine Lese-, Schreibe- und Zählkenntnisse anvertraut hat ( der er auch der einzige im Besitz solcher ist) oder darum die Gelegenheit einem Gegner den Todesstoß zu versetzen geht.

Umgeben von lautstarken Halblingen, egozentrischen Menschen, ehrlosen Imperiums Zwergen und bisweilen sogar Elfen (!) erinnert im Nachkriegs Middenheim nur wenig and die guten alten Sitten und den zwergischen Anstand von Karak Ghirns, Vorcher Onkson's Heimstadt, und sein Weg zum Aufbau eines Handelsimperiums ist ein sehr steiniger, was den gelernten Steinmetz allerdings kein Einhalt gebietet.

Zuweilen ist er, als oft einzig geistig Anwesender der Gemeinschaft, und praktisch immer Einziger der die Tragweite sich zutragender Ereignisse erfasst, auf einem schmalen Grad zwischen Rechtschaffenheit, Gewissenhaftigkeit & Ehre, und brutaler, teils menschenverachtender Grausamkeit.
Traumata die seine Kollegen im Rausch des Schwachsinns, der Drogen oder Selbstüberschätzung verdrängen bereiteten ihm schon die eine oder ander schlaflose "Schattenpark Sitzung", ein ihm zufolge zwergisches Ritual das nicht selten Stunden dauern kann.

Profil:
KGBFSTWIGEINWKCH
4934344024403527
ATTLEBSTBWIBBEWMAGWAPSP
114343-52
Fertigkeiten:
Fahren, Feilschen, Schätzen, Suchen, Wahrnehmung, Allgemeinbildung Zwerge (+10), Kazalid (+10), Reikspiel, Kislevitisch, Lesen & Schreiben, Beruf: Steinmetz; 
Talente:
Alter Groll, Beherzt, Nachtsicht, Stämmig, Wid. gegen Magie, Zwergisches Handwerksgeschick, Gerissenheit, Verhandlungsgenie;

Montag, 21. Januar 2013

Ulrich Fischer

Ulrich Fischer, einer der 3 bekannten Hexenjäger der Middenheim-Kampagne. Zu Fischers Hintergrund möchten wir an dieser Stelle nur aufführen dass er der Arzt des Dreier-Gespanns des Ordo Fidelis ist, denen man durch eine glückliche Fügung begegnet. Er ist ein Ex-Verhörspezialist, Ex-Kerkermeister, dient jedoch der Gruppe nun als Arzt und vor allem bringt er auch noch so unwillige Informanten zum Reden.

Wir haben uns dazu entschieden Fischer unberitten, mit Vollglatze und vernarbtem Schädel darzustellen, nicht zuletzt, um eine gewisse Morbidität zum Ausdruck zu bringen, die im Vergleich zu ihm, die die für sich stehend durchaus düstere Erscheinung der beiden anderen Hexenjäger, ein wenig entschärfen sollte.

Fischers Profil findet ihr im Band, "Aus der Asche Middenheims".

Samstag, 19. Januar 2013

J'Zatkiel der Irrgeher

Jzatkiel der zerlauste Zigeuner Seefahrer



"Nungut..."

Ist es denkbar dass ein Chipsy, erfahrener Reisender der imperialen Seestraßen und seines Zeichen Tausendsassa, sich mit einer scheinbar ziellosen Gruppe, vom Schicksal Erfasster herumschlägt, den Mächten des Chaos und der Goblinhorden trotzt... doch zugleich erst 17 Jahre alt ist? So ist es! - doch es bedarf schon eines J'Zatkiels um diese Anforderungen zu erfüllen!


J'Zatkiel ist der Jungspunt der Gruppe - doch dies mindert nicht seine Einsatzbereitschaft, sein Engagement und sein Streben nach dem Ziel "ein mächtiger Erzmagier zu werden". Wenn er auch stets dem Zustand der Bewusstlosigkeit trotzt und seinen Speer gekonnt gegen allerlei Widrigkeiten einsetzt, ist es doch er, der am meisten von den "beschissenen" Umständen betroffen zu sein scheint.

J'Zatkiel ist ein Spielercharakter, er ist ein Mensch mit der Startkarriere Seemann, die er jedoch schon bald hinter sich bringen wird.

Das Modell ist eine Kombination aus diversen GW-Gussramen, und einigem Green-Stuff. Der Halbmond-Förmige Anhänger um seinen Hals ist ein wichtiger Gegenstand, der ihm schon so manche schlaflose Nacht bereitete.

Profil:
KG BF ST WI GE IN WK CH
37 43 32 32 39 31 35 35
ATT LEB STB WIB BEW MAG WAP SP
2 12 3 3 4 - 6 2
Fertigkeiten:
Klatsch, Klettern, Rudern, Schwimmen,Wahrnehmung, Sprache: Reikspiel, Allg.: Imp, Ausweichen, Segeln, Sprache: Chipsy, Allg.: Ödland; 
Talente:
Kühler Kopf, Wid.: Gift, Erf. Reisender, Tausendsassa, Straßenkampf, Kann bis 16 zählen!;