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Freitag, 17. Mai 2024

Ritorno nel quartiere

Elvino und Giuseppe, der Cane Corso in Christians Büro, nach all den Ereignissen der Nacht

Lange war nicht Zeit geblieben um sich von den Strapazen der Himmelspfeiler und der aufsehenerregenden Rückreise mit dem Chuggar zu erholen. Denn da war immer noch der alte, und doch veränderte, Moloch des Unterstegs der Vinos Gefährten und ihn selbst  einwickelte wie eine Spinne, die Ihre Beute mit einem Faden ummantelt und erst dann verzehrt wenn es nötig ist. So kam es, dass die lose Ansammlung von Gefährten, Freunden und alten Bekannten sich schnell wieder in alle Winde zerstreute. Oberon hatte er nur sporadisch gesehen seit der Rückkehr und auch alle anderen waren wohl sehr beschäftigt, kein Wunder bei all dem Zirkus der rundherum geschah.

Soweit Vino es mitbekommen hatte es während seiner Abwesenheit einen Aufruhr in der Stadt gegeben, die Söhne Sigmars eine Gruppe an Sigmariten, hatte das Handels- und Adelsviertel vor Schlimmerem bewahrt und aufgrund dessen, und weil die Stadtwache noch ausgedünnter war als Sie es schon zu Zeiten der Brüte war, hatte man Ihnen ein paar hoheitliche Aufgaben übertragen. Im Untersteg ließen sich die, zuweil etwas unwirsch agierenden, Anhänger des Sigmarkults selten blicken.

Sonntag, 28. Januar 2024

Dampfpanzer und Kakadutänzer



Herr Bürgermeister! Christian! Also wirklich, jetz bin ich nochmal da, ja wir waren wieder draußen... ja du hast gesagt ... ja natürlich, waren wir am Weg nach Hause, aber dann haben wir drüben im Tempelviertel einen Krach gehört, Explosionen, Schreie, Schüsse und das Kreischen von fliegenden Bestien! Ja, wirklich, so wahr ich hier steh! Ich habs ja gesehen! Ein wahnsinns Tohu- ... Wabu... tohubohu... du weist schon ein krasser Krach halt! Nein was soll ich getrunken haben, kann sich ja keiner mehr nen Schnaps leisten heutzutag! Und überhaupt, also du weißt ja, du bist der Bürgermeister und alle lieben dich, aber kannst du dir eigentlich vorstellen was da draußen heute alles passiert ist!? ... Klar danke, gern trink ich mal von deinem Bier wenn du schon fragst! Und die paar Kupfer hier am Tisch... echt auch für mich? Danke Herr Bürgermeister! Was? Ach ja, gut, der Platz hier, wo vorhin der Hansemann saß is doch frei nich'? Gut, also es hat alles angefangen als wir am Nachmittag n paar nette fette Eichhörnchen gegrillt haben, wie vorhin schon erwähnt...

Donnerstag, 25. Januar 2024

Die alten Adern des Imperiums - Wracken Finale

Der Schlickhügel wird von Barbaren erklommen und Dunstblasen werden als Eingang genutzt

Von außen waren nun nur noch die Nachwehen des großen Ansturmes der Barbaren auf den Schlickhügel zu sehen. Wie ein vom Himmel gestürzter dritter Mond lag er nun direkt vor ihnen, aus den Wunden, die das Eindringen der Barbaren hinterlassen hatte, blutete er noch heißen Dampf und Schwefel. So furchteinflößend seine Erscheinung aus der nähe auch war, so monumental dieses Mahnmal des Chaos sich über ihnen auftürmte, so war es doch das unbekannte Grauen in seinem Inneren, das Hantschs Mut den Rest gab. Nur, dass Jorge Nacht – Dank sei dem Schlund der ihrer Gruppe diesen Bären von einem Mann zur Seite gestellt hatte – unbeirrt die Erklimmung ihres Ziels in Angriff nahm, war es, das Hantsch noch die geistige Kraft gab, sich dieser finalen Etappe des Alptraums in den sie hier geraten waren zu stellen.

Dienstag, 23. Januar 2024

Schiavi delle ombre - Himmelspfeiler Finale

So unverhofft und jäh die erschöpfte Truppe den Söldner Corvo kennen gelernt hatte, so prompt würde dieser die Gruppe auch wieder verlassen. Er war ein Mitglied von Catrazzos legendärem Vogelmenschenregiment. Kampferprobte Krieger die sich mit Lederkonstruktionen, welche mit Holz versteift wurden, in die Lüfte erheben zu vermochten. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um fliegende Menschen handeln sollte, hatte Vino die Geschichten über solche speziellen Söldner immer als Ammenmärchen, welche seine Mutter Rimona ihm ab und an erzählt hatte, abgetan. Nun stand ein wahrhaftiges Mitglied, wenn auch ausgemergelt durch den strapaziösen Aufenthalt in den Himmelspfeilern, vor ihm und berichtete von den Schatten, auf tileanisch “Ombre”.

Mittwoch, 17. Januar 2024

"Rosenblüte wird sterben. Feuerwerk. Doppelt kalt." - Der Eiserne Hans 2

Egil Jörgenson, Teilnehmer des Eisernen Hans bei Trunk und Spiel im nächtlichen Nuln

“Geht in die Straßen und schaut euch um.
Hoffentlich könnt ihr Informationen über die Spiele morgen sammeln.
Oder zumindest über die anderen Teilnehmer…”
- Ernst Adolf vong Hohenflur -

- Sieghardt -

Nach kurzem Schlendern fällt uns ein riesiger Norsca Barbar auf, der mit 3 Mädels herum spielt und einer davon lustvoll auf den Poppes grabscht. Der Griff wird von ihr direkt mit einer Ohrfeige erwidert.
Karl nutzt die Gunst des Moments für einen kleinen Witz:
“Ist das der einsame Hans?”
Ich versuche mich einzubringen:
“Der wollte sie wohl einsamen, der Hans.”
Trotz der Lautstärke, die wir beide voller Überzeugung in unsere vermeintlich so guten Aussagen gesteckt haben, reagiert die Menschenmenge nicht. Man ist dieser Wortwitze anscheinend schon lange überdrüssig.
Die unangenehme Stille wird mir zu viel und schubst mich nahezu in Richtung des Barbaren, um mich vorzustellen. Ich will nicht, dass er den dummen Witz falsch aufnimmt.
Er ist äußerst erfreut und stellt sich laut - fast schreiend - als Egil Jörgenson vor und fragt nach meinem Namen. Ich stelle mich angepasst an seine Namenskonvention als Siegi Karlson und Karl als Karl Karlson vor.
Beim Anblick von Karl wird Egil sogar noch lauter und er will unbedingt wissen, ob sein Glied proportional zu seiner Körpergröße ist.
Gespannter war ich noch nie.
Und so kurz war ich auch noch nie gespannt, denn Karl hat mit seiner Reaktionszeit wieder einmal einen Rekord aufgestellt.
Die Frage Egils verließ noch nicht einmal zur Gänze seine Lippen, schon schoss Karl mit einer grazilen Rückwärtsrolle in die Luft und präsentierte gleichzeitig am höchsten Punkt seines Flugs sein Gemächt. Zurück auf den Beinen vollendete er die kunstvolle Einlage mit seinem mir schon so bekannten, vor Spucke nur so triefenden Händedruck. Beeindruckend.

Il troll è stato trollato - Himmelspfeiler 4

Warhammer Vaults Himmelspfeiler
Vino an der Klippe in den Himmelspfeilern. Wie lange kann er noch der Kälte trotzen?

Dumpf prallte ein Wolfskadaver viele hundert Schritt weiter unten in Fels und Schnee. Vino hatte es mit seinen erkalteten und erschöpften Händen nicht erneut vermocht, eines der erlegten Tiere aufzubrechen und zu häuten. Viel Zeit hatte er damit vergeudet, der Schweiß stand ihm und seinen Kumpanen noch im Gesicht. Im offenen Feld wären die fünf ausgemergelten Vierbeiner wenig Bedrohung gewesen, aber auf der eisigen Brücke hätte ein falscher Schritt für ein vorzeitiges Lebensende genügt. Glücklicherweise waren fast alle glimpflich davon gekommen. Nur Harrad hatte einen recht tiefen Biss davongetragen, als er eines der Biester im Nahkampf in Taals ewige Jagdgründe schickte.

Die Sonne war untergegangen und sie befanden sich immer noch in der unendlichen Wildnis der Himmelspfeiler. Schon bei Tag war dies eine lebensfeindliche Umgebung, die man am besten meiden sollte, doch des nächtens kam ein Temperatursturz, der die geschwächte Truppe an ihre Grenzen brachte. Hier auf der ungeschützten Flanke des namenlosen Berges waren alle Wind und Witterung schutzlos ausgeliefert.

Freitag, 26. Mai 2023

Hinein ins Gekröse des Monstrums - Wracken 1

In Wracken verloren, ein jeder für sich selbst. Auch Sabryna wandert alleine.

- Jorge -

Die Welt schläft in klirrender Kälte und an den kargen Ufern des Talabecs regt sich kaum Leben. Jorge Nacht wickelt seinen Mantel fest um sich und starrt hinaus über das dunkle Wasser. Unweit seines schweifenden Blickes wacht Sabryna, stets aufmerksam, ihr Gesicht streng, erwartungsvoll. Sie scheint ein Ziel vor Augen zu haben, etwas kommen zu sehen; doch von Zeit zu Zeit richtet sich ihr Blick nach innen. Sind ihre Gedanken noch in Altdorf?

Abends versinkt Jorge in sein stilles Gebet, doch immer wieder wandern seine Augen zum Ufer, sehnsuchtsvoll. Wann wird das Schiff endlich wieder anlegen? Jorge hat keine Nacht ruhigen Schlafes genossen seit den abscheulichen Vorkommnissen mit der Schnutenschlange...

Mittwoch, 23. November 2022

Die Bestie von Altdorf - Teil 2

Pray Warhammer
Gebete des Hantsch

Morr, gnädig schließt Ihr uns in Eure Arme, wie im Schlafe so im Tod.

Für die gute Helena, zu jung zu unrecht und brutal aus dem Leben gerissen möchte ich zu Euch beten: Auf dass sie in Euren Armen Trost und Ruhe finde.

Versichern will ich ihr, dass was sie Zeit ihres Lebens als unvollendet sah nicht unvollendet belassen wird.

Versichern will ich ihr die fortwährende mütterliche Liebe der guten Minta, die sie nur zu gern nochmals in ihren Armen halten würde.

Versichern will ich ihr die freundschaftliche Liebe der guten Elsi, das bewahrend was den Tod überdauert.

Und versichern will ich ihr unsere Entschlossenheit, dieser unsäglichen Bestie der sie zum Opfer fiel ein Ende zu bereiten, auf dass kein weiteres unschuldiges Blut vergossen wird.

Dienstag, 25. Oktober 2022

Die Bestie von Altdorf - Teil 1

Die Straßen der Hauptstadt wirken unsicherer denn je. Die "Bestie von Altdorf" treibt ihr Unwesen.

In der Küche zur explodierten Sau, ein sehr geheimes und ernstes Gespräch zwischen Thorba, Hantsch, Jorge und unbeteiligten Köchen (UK).

T: Ok, wenn ma des etzt wirklich machan, was wiss ma denn etzt drübat?

H: Jetz warte doch kurz, werte Thorba, ich hole noch die Hähnchenhäute!

T, Hantsch nachrufend: Aba loss mi Weihwassa jo in Ruha!

H: Gegen Erkältung hätte ich ohnehin am ehesten das Weihwasser der Shallya genommen,.. Ach wenn ich es doch nur gekauft hätte…. (geht Hühnchenhäute holen)

T: I hol mol a Bier, des scheint länger zum dauan. Jorge, willsch o oans?

J: Ja bitte, bring mir auch eins mit! (schielt auf die Kochtöpfe)

J: Kocht ihr auch Babyforellen?

UK 1: Wie bitte?

J: Na so kleine Forellen! Sind sehr lecker, extrem ausgewogener Geschmack!

UK 1: Hilde, kennst du das wovon der da schwafelt?

UK 2: Na, nie gehört, muss was aus Bretonia sein.

Myrmidias weisendes Licht bringt die Charaktere zurück auf ihre Route.

Montag, 19. September 2022

Memento Poenitentiam

Jorge Nacht - der neue Gefährte der Gruppe,
noch in der Kluft seiner Askese, wie es ihm im Middengebirge gute Dienste leistete

 Geheiligt seid Ihr, oh Shallya voll der Gnaden, denn Euer Segen ist es der den Schmerz der Welt lindert.

Gehuldigt werde Euch, oh Morr, denn in Euren Armen wiegt und behütet Ihr die Träumenden und die Toten.

Eine gar merkwürdige Versammlung beobachtete Thorba im Morrsgarten

Gepriesen seid Ihr, oh Verena die uns Sündern dem gerechten Schicksal zuführt.

Euch, oh Shallya, flehe ich an, die Tränen und das Leid der zu jung in Trauer gestürzten Elspeth zu lindern.

Oh Morr, erbarmt Euch ihres gemeuchelten Versprochenen Augustin der uns zu seiner von Gram gezeichneten Elspeth leitete.

Gerechtigkeit möge Augustin zur Ruhe helfen; Oh Verena, leitet mich an, dessen Genüge zu tun.

Freitag, 5. August 2022

Nuovo distretto, vecchi problemi

Die Dächer Altdorfs laden immer wieder zu nächtlichen Verfolgungsjagden ein.

Mit wackeligen Beinen verließ er die aufgelegte Planke, die die Fähre mit dem Quai verband welcher am nördlichen Ufer des Talabecs angelegt war. Auf den ersten Blick erkannte Elvino, oder wie er sich nunmehr zu Tarnzwecken nannte “Silvano Materrazzi”, dass dieses Viertel weitaus wohlhabender, sicherer und merkantiler war als der dreckige Untersteg.

Tiefe Atemzüge nahm der Jüngling mit dem zerschlissenen Gesicht und ebenso abgenutzt wirkender Kleidung. Es war das Beste, das Christian entbehren konnte, der Tileaner hoffte nur, dass es nicht von Micki getragen worden war, der hatte so eine unangenehm süßliche Art. Ein typischer Fenchel wie man solche Personen im Süden nannte. Der einzige Trost für Vino war, dass Konrad vulgo Kevin Stümper neben ihm und dessen neu gewonnener Freund Nicklos der sich aber zur Tarnung Nick der Waise nannte.

Besonders kreativ waren diese imperialen Halbganoven nicht mit ihren Tarnidentitäten, aber dazu braucht man wohl die Fähigkeit Leute nachzuahmen, man möchte meinen eine ander Persönlichkeit zu mimen, die diesen beiden fehlte.

Donnerstag, 4. August 2022

Erster Brief, in Stierfähre den Flammen eines Lagerfeuers übergeben

Im sylvanischen "Hungerwald" treffen Thorba, Syfryd und Hantsch auf den pelzigen Feind

Zeavas Bragir und Vatschir,

i sitz grad in na astaunlich langwiligen Gruft und halt Wache. Hob ma denkt i kann dZit gnausoguat nutza zum euch schriba. 

Im ersta Sumpfkaff nochdeam ma uns trennt hom hob i drei Lüt troffa di in di gliche Richtung wie i wolltn, und hob ma denkt do schliaß i mi a, zäm isch as jo doch sichara als aloanig! Zwerg, hob i mi täuscht! Di ziehn es Unglück a wie dScheiße Fliaga! Und was nit zu eana kummt, do stürzen se selba ine! I sägs euch, mi wundats echt, das as di no nit putzt hot!

Najo, aba etz mol alles da Reihe noch. Uf jedn Fall warn des an Ritter, und zwo Helfa vo eam, also nit angsehne Helfer, sondan einfach zwo Mä di mit eam unterwegs sind, und irgendwie in sinem Auftrag dabei sind oda so was. Sie warn uf da Suche noch sinem Knappn. Mia hom den o glei n Knappn gfunda, aba anscheinend n falscha – dean hot a irgendwie nit so möga. Ea wa o echt a kle tollpatschig, isch anscheinend in nem Netz hänga blieba und vom Pferd gfloga. Najo, denn homa uns uf die Suche noch m anderen Knappn gmacht, dean homma denn o in nem Turm gfunda, ohne Füaß und Händ, irgendwo ganz doba mit a paa Fledamüs zum räuchern ufghängt – aba no am Leaba. Er hot denn dRettung leida nit überleabt, und mia fascht o nit, weil da ganze Turm volla Rauch wa….

Samstag, 23. Juli 2022

Messaggio a casa

Unheilige Feuer brennen in der Ruinenstadt Miragliano und singen ihr schluchzend-loderndes Klagelied über die verlorenen Seelen der Soldaten und Handelsfürsten Tileas.


Der untenstehende Text findet sich auf einem eilig zusammen gefalteten Stück Papier, offenbar ursprünglich aus Christians Bestand, ein paar auf der Rückseite hingekritzelte Notizen in Reiksspiel verraten dies. Verfasst wurde er in tileanisch von einem der wenigen schreibkundigen tileanischen Flüchtlinge oder Bühnenarbeiter, in dem Moment war dies Elvino de Fuero vollkommen gleichgültig. Er diktierte gegen einen kleinen Obolus folgende Zeilen.


Signora Rimona 

Weingut “Casa natura, Puntedasce, Pavona, Tilea”


Liebste Mutter,


grausame Nachrichten ereilten mich soeben in Altdorf, der Hauptstadt des Imperiums. Weit haben mich meine Abenteuer und mein Söldnertum verschlagen, aber davon erzähle ich dir hoffentlich bald wenn wir uns wieder sehen. Mehrere Landsmänner aus unserer Heimat Tilea berichteten mir, davon dass die Hauptstadt Miragliano gefallen ist. Offenbar gab es eine Erhebung des Chaos, ich befürchte es sind die vermaleideten Skaven. Ich werde einen Boten beauftragen dich am Weingut aufzusuchen, ich bete zu Myrmidia und allen Göttern, dass du dort noch verweilt, oder zumindest, dass jemand weiß wohin es dich verschlagen hat. Der Tunnel ins Imperium ist zu. Suche dir einen Söldner, am besten einen aus meiner ehemaligen Kompanie, wir sind jene mit der Flegeltätowierung. Wenn, dass nicht funktioniert versuche einen Zwerg zu überzeugen, ich werde gut bezahlen. Lasse dich ins Imperium bringen, am besten direkt nach Altdorf, wenn dies unmöglich ist, dann verweile an einem sicheren Ort. Es gibt mehrere Möglichkeiten, entweder du besteigst ein Schiff und Manaan möge dich in einen sicheren Hafen geleiten, oder du versuchst über die Grenzgrafschaften nach Norden zu gelangen. Gehe keine unnötigen Risiken ein, wenn du es nicht bis ins Imperium schaffen kannst, bleibe an einem sicheren Ort und sende Nachricht. Ich weile in Altdorf, Untersteg, Kellertheater, jeder hier kennt mich. Alle Kosten für die Reise bezahle ich, darauf gebe ich mein Söldnerehrenwort. Kein Preis ist zu hoch, das Wichtigste ist, dass du gesund hier ankommst. Ich werde für dich sorgen Mamma. Es tut mir leid, dass ich nicht eher von mir hören habe lassen. Ich hätte dir Gold senden sollen, dann wäre die Flucht einfacher. Das Pergament neigt sich dem Ende zu, sei dir gewiss, ich bete für dich und deine sichere Ankunft hier.


In hoffnungsvoller Erwartung


Elvino de Fuero

Montag, 22. Juli 2019

Pollo? Solo sopra il mio corpo morto freddo - Elvino, Oberon & Karl stuck in the Untersteg



Pollo? Solo sopra il mio corpo morto freddo
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.


Elvino briefly woke up in the cellar theatre, only to be immediately overwhelmed by searing pain hailing from his previous leg injury, resonating through his entire body, accompanied by the stench of rotten cheese. The  wound needed treatment badly, and he could feel the inflammation pulsating. 

Elvino the Tilean Mercenary
Luckily the Elf Oberon was around to tend to his wounds. He bandaged them, put some ointment on the wound and cleansed it from splinters and dirt, that had contaminated the gash.

During a lucid moment, somebody told the incapacitated mercenary that he might just survive the whole ordeal, but the amount of pain he went through made him severely question the statement. And even if he survived, would he keep his leg? Otherwise he’d just be a useless cripple unable to fight, walk, or even stand. Fever dreams entwined with reality, so he was not too sure about what happened the next couple of hours.

Oberon the Elven "Healer"
He remembered the squinty-eyed bartender offering him some sort of oddly tasting fish roll, still, better than what was usually served in the Untersteg. What’s more is thatElvino was unable to walk particularly far, so he resorted to jump on a single leg, thus he managed to investigate the cellar theatre more thoroughly.

Apparently Christian was sufficiently pleased with their “work” at the former dockyard.The motley group of Karl, Oberon and Elvino found the time to listen to the market crier, who finally brought news about the quarantine, which annoyingly was still to be prolonged. Also the authorities apparently wanted to gather further information about the incident in Heideldorf. One was to contact the guardsman by the name Basil.

Karl: Halfling, Acrobat, Bird Trainer
Summoning up all his stupidity and naivety at once, Elvino simply strolled up to the closed gate, asked for said guard in order to provide some insight about the recent events at the Wurstfest. Moreover forgot to get rid of his hidden weapons first, was quickly disarmed and subject to lengthy interrogations. He had to explain himself to a Colonel Winzik, alongside a particularily menacing looking guy called Luther. The only one who seemed only so much as half decent was a medicus from Tilea, who agreed to take a look at his naive countryman’s wounds. Vino cursed himself, nothing good has ever happened when dealing with the authorities around here, yet somehow he still thought it was a good idea to just waltz in and unabashedly talk about, albeit toned down, the highly classified events had taken place days prior.

Well, it mostly resulted in further questions, a very significant loss of weaponry, and he henceforth was required to gather intel about whatever interesting or criminal was going on in the Untersteg. Therefore he was told to report back every morning before the patrol, or else they’d find him. Reluctantly he agreed, and made his way back to the cellar theatre, exhausted by the interrogations.


Donnerstag, 13. März 2014

Seemannsgarn in Delberz

Seemannsgarn des jungen Mannan-Priesters in seinem Stammlokal am Hafen von Delberz:

… Dieser Junge, J´Zatkiel nennt er sich, aber bald wird er nur noch als "Der Middenfischer" bekannt sein, hehe, der hat mir auf unserer Reisen von Middenheim nach Delberz den ein oder anderen Seemannsgarn erzählt.
So meinte er zum Beispiel, der hätte eine Zille aus der Kanalisation geborgen…. hehehe, wers glaubt wird von Mannan persönlich selig gesprochen, … wer nicht kommt auch früher oder später in Morrs Garten…. wenn er denn dort hinfindet…. hehe….



Naja,… der Kleine scheint schon einiges mitgemacht zu haben…. auch wenn nicht gar alles recht glaubwürdig rüberkommt.
Er meinte doch glatt, dass er sich mit seinen drei, vier Kumpanen zusammengetan hätte und einen beschworenen Dämonen mitten in Middenheim getötet hätte!
Haha, dabei weiß doch jeder, dass sowas garnich möglich ist, kein dunkler Priester bliebe lange genug unbemerkt, als dass er ein solches Ritual zu Ende bringen könnte….
Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man Dämonen nicht töten kann, sondern bestenfalls verbannen….
hehe, vielleicht hatter im Suff einen Mutanten erledigt, das würd ich ihm schon zutrauen…. immerhin hat er es auch mit diesem Biest ausm Middensee aufgenommen.
Das is mal wahrlich eine Heldentat…. Die Geschichte muss ich euch unbedingt erzählen!
Damit hat er nicht nur ganz Middenheim einen gefallen getan, nein, vor allem dem alten Käptn, dessn Namen ich mir nicht merken konnte. Wie hieß der noch gleich…. jedenfalls "der mit dem Fisch tanzt" nenn´ die ihn hierzulande….
Der Kleine is ihm tatsächlich nachgesprungen als ihn das Unwesen in die Tiefe des Sees gezerrt hat. Das hat er mir persönlich versichert….und einem Käptn glaubt man, wenn er sich eingesteht sein Leben einem so jungen Bengel zu verdanken…..
Außerdem habe ich selbst die Leiche dieser Abscheulichkeit, dieser Seebestie identifizieren können!
….und die war wirklich keine Schönheit: Nen aufgeplatzten Brustkorb hatte die! Mit beweglichen Rippen! Widerlich….
Der Käptn meinte, und das hat mir der Middenfischer auch bestätigt, dass dieses Unwesen damit die zerstückelten Leichenteile, die überall im See verteilt schwammen an sich gerissen hat und als eine Art menschlichen Schutzmantel getragen hat…
Mir ist gleich aufgefallen, dass die Organe allesamt schwer verletzt waren, und der kleine Middenfischer hat mir erzählt, dass er sich richtig in diese Kreatur hinein-wühlen musste hat um diese mit bloßen Händen und einem kleinen Taschenmesser von Innen zu zerfleischen…. haha, wie man in alten Mythen immer so sagt: "einen Wal bekämpft man am besten, indem man sich von ihm fressen lässt und dann von Innen bearbeitet"… das hat dann wohl auch auf diese Abscheulichkeit zugetroffen…..



Der Middenfischer hat behauptet, und das glaub ich ihm sogar, dass er, als er dem Käptn nach is, weil er ihn nich halten konnte, über den Käptn zur Kreatur geklettert is, die mit einem Höllentempo durchn See gerast is, und ihr dann mit letzter kraft und nur mim Segen von Mannan die ganze verdammte Lunge ausm Leib gerissn hat, unn mid der isser dann wieder nach oben gekommen….  weil da noch luft drinne war…  Versteht ihr?

….na wie auch immer…. Prost Männer!
Auf den Middenfischer!

Montag, 18. November 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon 2

Die Friedhöfe Middenheims bedürfen sorgfältiger Umsorge durch den Morrstempel.

Zweiter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Dritter Werktag der Erntezeit

Erneut entschwindet sie mir, verblasst sie vor meinem inneren Auge, die rückblickend zwar auch nicht sorgenlose, doch von lediglich verglichen banalen Lappalien geprägte Erinnerung, ferner, trüber Studientage. Wie fremd erscheint mir mittlerweile die bloße Berührung dieser meiner abgeknickten Federkiele. Die Finger zerschlissen, Dreck unter den Nägeln, nach Tod und Abfall riechend, runzelige Falten die sich über die Handflächen ziehen - wie einst nur nach ausgiebigem Baden, dieser Tage durch andauernde durchdringende Nässe mein ständiger Begleiter. Und dieses Zittern, dieses ständige nervöse Zucken, immer wach immer nervös, als würde ja auch nur die geringste Bedrohung beim Schreiben bestehen, lediglich einige kaum erwähnenswerte längst verheilte Wunden tragen diese Finger von scharfem Papier und spitzen Federkieltrimmern, doch nicht Schmerz lässt sie zucken, sondern Erinnerung. So viele verstörende Ereignisse und Erlebnisse die zu Papier gebracht werden wollen, jeden Tag, da nun jeder der letzte sein könnte, und so wenig Zeit zwischendurch für diese spärlichen Notizen bleibt, das niederschreiben löst mir die Furcht und die Verstörung von der Seele, das rede ich mir zumindest ein. Fragt sich ob die alten Lehrmeister zuhause mit ihrer "Göttlichen Harmonie und steten Gelassenheit" in solch einer Welt besonders weit gekommen wären… Unruhe, Schlaflosigkeit und sich anbahnender Wahnsinn sind ständiger Begleiter solch finsterer Zeiten und oft unvermeidbarer Grausamkeiten. "Die Feder ist Mächtiger als das Schwert" sagen die Berufs-Schreiber der Menschen, sie haben vermutlich noch nie einen der fahrenden Schwertmeister aus der alten Heimat gesehen der eine vorbeizischende Schwalbe in eine ganze Wolke hilflos zu Boden segelnder Federn verwandelt. Doch genug der Schwelgereien, die Zeit der Hohen-Roller die sich nie der Nähe der Gefahr aussetzen ist vorbei, ich gehöre nun auch zu den Tiefe-Roller Schwalben.

Laienpriester Constantin
Tatsächlich machte es erst kürzlich den Eindruck mit diesem Los nicht einmal der einzige meiner Art zu sein, so traf ich doch tatsächlich nach trotz betrüblichem Verunglücken kurzzeitigen Weggefährtens und wiederaufgenommenen Nachforschungen im Medizinerkongress, auf dem Weg zurück zum Morrstempel, freundlich geleitet von, nun, sagen wir nicht eben übereifrigen Stadtwachen, doch aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz einen Artverwandten. Ich sage verwandt, wohlweißlich mich nicht voreilig in direkte Relation zu sich eventuell doch als nicht nur im Verhalten, denn auch in Abstammung und Kultur als befremdlich und mir nicht vertraut erweisenden Erscheinung eines, ich drücke es mit der kurzsichtig über-simplifizierenden Art der Menschen und Zwerge aus: Elfen. Ob er dem ominösen Loren oder dem vergessen geglaubten Drakenwald Kolonien abstammt, in einer der imperialen Städte oder gar von noch ferner geboren ist, ist mir ein Rätsel, fest steht er kommt nicht aus Marienburg. Sein Name ist mir derzeit entfallen, angesichts seines bescheidenen Heldenmuts bei einer Konfrontation von unbekannten Kriminellen und Stadtwachen, dem wieder begegneten Laienpriester Morrs Constantin und meinerseits wird die Geschichtsschreibung es mir verzeihen, denn derjenigen die sich 'nicht einmischen' und von fragwürdig übertriebener Schleierhaftigkeit der eigenen Person und Berufung begleitete Rituale auf Friedhöfen oder bewachsenen Straßenmauern dem Beistand ihrer Begleiter vorziehen, wird man sich kaum bemühen müssen zu erinnern.

Sonntag, 3. November 2013

1. Schlachtbericht, Bürgerkrieg im Kleinformat?

Vom Schreiber Wieland protokolliert:

Sigmarpriester Eckhart hat nach dem Getümmel vor dem Shallya-Tempel mit dem Verantwortlichen, seines Zeichens ein Captain, das Handgemenge rekonstruiert. In diesem Schreiben möchte ich Sinngemäß alles fürs Protokoll relevante festhalten:

Im Verlauf des Gespräches behauptete der Captain, namens Shysariels oder so ähnlich (er meinte man schreibt es so wie man es spricht, aber ich habe ihn nicht genau verstanden, da er einen seltsamen mir unbekannten ausländischen Dialekt hatte), dass er von Anfang an daran glaubte, dass wir es schaffen würden den Shallya-Tempel zu halten… wahrscheinlich ist es seiner Entschlossenheit zu verdanken, dass wir nicht überrannt wurden….


Die Kampfvorbereitungen waren genauso schlicht wie auch genial, jeder der eine Waffe halten konnte - nach vorne, der Rest verschanzte sich mit einem Bogen und einer Hand voll Pfeilen hinter einer Barrikade….


Sigmarpriester Eckhart
Die Kräftigeren Burschen stellte er direkt vor den Tempel und er selbst wie auch seine kampferprobten, tüchtigen Mitstreiter, darunter ein Halblings-Meisterschütze und zwei ehrenhafte Zwerge (wobei sich der eine in eine Art abschreckenden Kampfesrausch zu versetzen schien) positionierte er in den vorderen Reihen.


Der ältere Zwerg übernahm dann das Kommando über die später eintreffenden Stadtwachen, und ich persönlich hatte das Privileg neben dem Captain persönlich zu stehen und seine Befehle so gut ich konnte an die Männer weiterzugeben…. wie gesagt nur leider war ich mit seinem Dialekt nicht so vertraut und so kam es zu den einen oder anderen Missverständnissen…

Die Motivation unserer Leute war zum davonlaufen als wir uns gegenüber einer riesigen, perfekt formatierten Schlachtlinie vorfanden, in dessen Kern ein halbes Dutzend der bestausgebildetsten Einheit der Stadt, nämlich der Teutogengarde wütete.

Der Captain meinte, dass ihm spätestens zu diesem Zeitpunkt klar wurde, dass unsere schweren Jungs nach vorne und die Teutogen ausschalten mussten.


Zwar hatten unsere Jungs große Waffen und auch zum Teil gute Rüstungen, doch an Kampferfahrung mangelte es in unseren Reihen bei nahezu jedem!


Den genauen Schlachtverlauf habe ich nicht mehr im Kopf, es ging alles so schnell…. ich weiß nur noch, dass wir tapfer durchgehalten haben und uns nicht unterkriegen lassen haben!

Bestimmt würde der Captain bestätigen, dass unsere Einheit von Helebardisten die Mutigste und Kampfrelevanteste der Schlacht gewesen sind und, dass es nur angemessen wäre, würde ich nach einer Beförderung fragen!

Aber bescheiden wie mich der Sigmarorden gelehrt hat, werde ich mich wohl künftig mehr dem Schreiben von Schlachtberichten widmen, als an vorderster Front teil zu haben, ganz dem Vorbild meines Meisters Eckhard, der mit wichtigeren Dingen zu tun hatte, nämlich der Rekrutierung tüchtiger Soldaten für den Notfall, falls die Kompetenzen unseres Captains, der sich nur durch einen glücklichen Zufall in der Nähe befand, nicht ausgereicht hätten.

Middenheim

Was vielleicht noch erwähnenswert ist: Er hat nicht einmal nach einer Bezahlung gefragt, wie es sonst so üblich ist…. normalerweise verlangt ein ausgebildeter Heerführer mehr als die Schlacht überhaupt einbringt und muss erst runtergehandelt werden auf einen vernünftigen Sold….. dieser aber scheint kein Interesse an Gold gehabt zu haben…. vielleicht weil er auch den Idealen von Sigmar folgt? oder war es ihm ein besonderes anliegen den Shallya-Tempel zu verteidigen?
Hmmm…. dieses kleine Detail muss auf jeden Fall noch geklärt werden.

Wer weiß, vielleicht wird ja darüber einmal etwas im C-Faktor stehen…

Samstag, 26. Oktober 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon

Die anatomischen Studien Lütterfelds,
zu jener Kreatur,
die am Ende des Abenteuers
auf den Dächern der Stadt gestellt wurde.

Erster Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Zweiter Feiertag der Erntezeit

Irreführend für wahr. Noch kaum ein Menschenalter beschreibt meine junge Jahreszahl und der weil bin ich weit von angestrebtem Erfahrungsschatz und vielseitiger Gelehrsamkeit der Älteren, doch schon muss ich mich nicht länger weltfremd, komfortverwöhnt und faul schimpfen lassen wie schon zu oft bisher von den Brüdern der Marienburger Elfen Enklave, nicht länger, oh nein.
Mit nicht zu geringer Verstörung an Geist und zittrig kritzelnden Fingern wage ich zu berichten, dem Tode so nah wie noch nie gekommen zu sein – nicht dem meinen, er ist ringsum, dieser Tage allgegenwärtig in diesem kalten Imperium der Menschen. 

Schmachvoll muss ich gestehen viel zu wenig über ihre Götter und Kulte zu wissen, jene spärlichen Reisenotizen der viel gereisten Älteren, kurz überflogen in jugendlichem Studium, gewiss sie sind dem Geist schon lang entschwunden.
Tag um, wundere ich mich über ihren körperlichem Aufbau, ihre grobe doch nicht minder gebrechliche Anatomie, und obschon in nie gekanntem Maße der Gewalt, Erniedrigung und Verfolgung sie gegenüber Andersartigen verfallen sind, so achtlos zerreißen sie auch Gleichartige auf die Minute in den Gassen, Plätzen und Tempeln ringsum. 

Wie erwähnt scheint Tod mein ständiger Begleiter und so hat ihr Gott des Todes es mir angetan. Anders als ihre scheinbar konkurrierenden und meiner aussenstehenden Auffassung nach in Erscheinung und Manier nicht unähnlichen Götter Sigmar und Ulric, beides hünenhafte haarige Kriegerpatronen und Sinnbild menschlicher Grobschlächtig- und Engstirnigkeit deren Anbetung sich gegenseitig zwar nicht auszuschließen, ein offenes Bekenntnis zu gleich welchem dieser Tage offenbar jedoch schnell von fatalen folgen begleitet sein kann, scheint er ein vielschichtiger und allseits Achtung findender. Nein, der Menschen Gott der Schattenwelt, Morr nennen sie ihn, ist ein mir noch unbegründeter, dem Blutbefleckten nicht unähnlicher – trotz einiger in religiösen Fußnoten beiläufiger Seitenhiebe die Khaine als seinen jüngeren Bruder und Todfeind bezeichnen – der gleichzeitig jedoch auch männliches Äquivalent zu Morai-Heg der alten Herrin der Träume und Raben zu sein scheint, jedoch erwähnenswerter Weise auch noch Feind allen Untods ist, und göttlicher Repräsentant oder auch Gemahl (?) des Unheilvollen Grünen Monds des Chaos, den sie hier Morrsleib nennen. 
Hier bemerke ich die unserem Verständnis der Unterwelt erneut abweichende Auffassung der Menschen die Herrschaft des Schattenreichs nicht Ereth Khial und den Cytharai die die Seelen der Elfen nach dem Tod fangen und als Geister freisetzen können, was unsereins nur natürlich und selbstverständlich erscheint, nein die Menschen wollen nach ihrem Dahinscheiden mit einer bestimmten Art lokal wechselnden Art Ritus bestattet werden – in dieser Bergregion Middenheims sind Seebestattungen und Einäscherungen nahe liegender Weise nicht an Häufigkeit vergleichbar mit einbalsamierter Beerdigung – und lassen ihre grotesk riesigen und überfüllten Grabfelder beziehungsweise auf meiner Exkursion mit einem ihrer Priester bemerkten Haus eignen streng versiegelten privat Gruften dann von eben jenen Morrspriestern in Stand halten und vor allem gegen nekromantische Missbräuche schützen… 
Das menschliche Verhältnis zur Bindung der Geister der Toten in verwesende Körper ist mir zwar weder unbekannt noch erspart geblieben, selbst ihren Fehlgeborenen und übrigen unbemerkt respektlos in die Gosse entsorgten Leichen bleibt derlei nicht erspart, die Erinnerung an jene Erlebnisse verflüchtigt sich bereits in gnädige Vergessenheit, doch bleibt mir ihr starkes Interesse an Erwähnter ein beständiges Rätsel, das sich nur durch ihre begrenzte Lebensdauer und Todes- oder vielmehr unerwünschter Wiederkehr-Furcht erklären lässt… zu wenige Gedanken verschwenden sie daran dass die eigentliche Bedrohung ihrer unsterblichen Seelen von den großen Anderen, alles konsumierenden Mächten des Chaos ausgeht…

Oberons vergeblicher Versuch zur Heilung
Wie dem auch sei, mein eigentliches Abenteuer begann mit dem einstweiligen Abschied meiner wankelmütigen Gefährten und dem Abliefern entwendeter Grabbeigaben an zuständigem Totenkult-Tempel, was uns nicht nur weitere Komplikationen mit Behörden und religiösen Instanzen ersparen sollte, mir gleichwohl auch Gelegenheit gab mein begrenztes Wissen menschlicher Anatomie wie auch Religion einer Belehrung zu unterziehen. Sachgemäß unterhielt ich mich mit zuständigem Schriftführer innerhalb des Tempels und vergriff mich rückblickend nicht auffallend öfter in Ton oder Respekterweisung als sonst im Umgang mit menschlichen Autoritäten, insofern der maskierte Schriftführer sich doch als höherer Priester herausstellte. 
Vorschläge meinerseits mich gleich als Außendienstmitarbeiter einzustellen wurden trotz versicherter Felderfahrung und Untod-Bekämpfungs-Versiertheit, zugegeben bestehend aus gerade mal den letzten beiden Tagen, wenig überraschend abgewimmelt – den Versuch war es wert – und eine Aushilfs-Schreiber Position die dank jetzigem Wissensstand vermutlich mehr meinen Fähigkeiten entspricht war nach üblicher Unterschriften-Prozedur – ich sollte sie bei Zeiten überdenken, da sie selten bis nie als humoristisch erkannt wird – die einzige Möglichkeit mich in den Tempeldienst zu stellen und so mehr über den Kult zu erfahren.

Nach erwähnten Privatgruft-Instandhaltungs-Rieten in Begleitung eines Jungen Priesters und gelangweilten Sargzimmerers waren nicht Untote wie zu erwarten gewesen wäre, sondern religiöse Fanatiker des Ulric es, die uns bei einem kleineren Morrsgarten Komplikationen bereiteten als wir einen Sigmar Priester zur Bergung eines seltsamen kleinen Objekts unbefugter und -nachvollziehbarer Herkunft im inneren einer Gruft konsultierten. Ein abermals verqueres Unterfangen, bei dem ich durch mehr Glück als Können im Stande war zwei Angreifer fatal zu verwunden während die übrigen, Stadtwachen, Sargbauer, junger Morrspriester und Totengräber den wie erwähnt nich minder brutalem Gott dienenden, kampfeswütigen Priester zurückzuhalten und in den Leichenkarren verladen konnten und wir im letzten Moment die Flucht ergriffen, die einer der Stadtwachen mit seinem Leben erkaufte. 

Der Herkunft des mysteriösen vermeintlich okkulten Objekts das wir aufgrund undefinierbarer ins innere der Gruft reichender Größe nicht bergen konnten auf den Grund gehend, machten der Morrspriester, der Sargbauer und ich uns danach daran den letzten bekannten Familienangehörigen des in der Gruft zuletzt Bestatteten zu finden, wurden Zeuge eines obskuren Flagellanten-(die Bedeutung und religiöse Zugehörigkeit dieses Begriffs muss sich mir erst noch erschließen, bis auf weiteres schreibe ich sie Sigmar zu) Umzugs und fanden uns wieder in einem von einem weiblichen Morrsritter bewachten Medizinischen Fakultäts Gebäude, genauer dem Vorführsaal einer Obduktion zu anatomischen Lehrzwecken. 
Ich kann nur die Verwirrung vorgehender Ereignisse für meinen Aussetzer beim Platzen in die vielbesuchte Vorlesung verantwortlich machen, gleichwohl dass ich erst im letzten Moment bemerkte wie interessant die Leichenöffnung vor Publikum doch gewesen wäre und was ich dafür gegeben hätte selbst in den Reihen der Medizin Studenten gesessen haben zu können, doch nun da ich mich neben dem Priester, dem Sargbauer und der Morrsritterin auf von letzterer erläuterter Leichendieb-Jagd in den Vortrag platzend zum Gespött machen durfte, ist es mir bis auf weiteres kein Anliegen mehr auf dem direkten Weg des Universitätsstudiums die Heilkunst zu erlernen, vielleicht werden sich improvisierte Feldverarztung nach Anleitung und Leichen Preparation, oder was sonst zum Totenpriester Handwerk gehört als weniger demütigende Lehrmeister erweisen…

In all der Aufregung jedoch versäumten wir es den von der Ritterin angesprochenen Leichenkeller im Auge zu behalten und in selbem Moment ward auch schon ein kalter, vom Morrstempel zur wissenschaftlichen Obduktion freigegebenen Körper entwendet, der Dieb zu Fuß auf der Flucht. Da das eigentlich Ziel unseres Besuches ein Abpassen des Angehörigen, Dr "Reft" oder dergleichen, war, hielt ich es für sinnvoller vor Ort auf diesen zu warten, meine beiden Begleiter verfolgten indes den Dieb durch die Gassen und was folgt kann ich nur aus den Spuren und den Erzählungen des jungen Priesters nachvollziehen: Die Verfolgung führte über die Simse und Dächer der Stadt, und Sargzimmerer sind nicht für derartige Eskapaden ausgebildet, der Abenteuerlustige fand folglich ein schmerzhaftes Ende auf dem harten Pflasterstein Boden der Gassen Middenheims. Gerade noch fähig sein Bewusstsein wiederherzustellen und kurz aufrecht zu erhalten waren seine letzen Worte mehr unschlüssig denn alles andere, ließen aber eine klare Erkenntnis seinerseits zu: der Dieb war ein Ghoul. Bemitleidenswerter Sarbzimmerer, möge seine Seele Frieden finden, die genaueren Gebetsfloskeln werde ich mir noch genauer zu Gemüte führen müssen.
Ich bin gespannt was meine Gefährten derweil in dem Tumult dieses Tages erlebten und was es mit dieser religiösen Unruhe auf sich hat, und was der Dienst am Tempel des Morr für meine Zukunft im Reich der Menschen bereithält, es bleibt abzuwarten.

Eintrag Ende

Freitag, 12. April 2013

Khewin

"... Der Steinscheisser-Karl!"
Die sozialen Strukturen der alten Welt sind nicht nur ein bunter Fleckenteppich diverser ethnischer Menschen-Gruppen. Nein, die klassische Definition des "vernunftbegabten Wesens", fällt in dieser Welt auf ein breiteres Spektrum an Lebensformen. Der Begriff bedarf einer philosophisch-anthropologischen Neubestimmung um zu eruieren, welche Wesen, für unsere Roleplay-Gruppe überhaupt in einen Interaktionsspielraum fallen können.

Wir haben uns mehr oder minder dazu entschieden darauf zu verzichten diese Fragen zu klären, und gleich dem Affen, Hanuman, eine gewisse Vernunftbegabung gegeben... (mittlerweile konnte er sogar das Feuerspucken erlernen). Aber es scheint nicht bei dieser Kreatur zu bleiben: immer mehr primitive Lebensformen, am Rande zur Vernunftbegabung schließen sich unserer Gruppe an, die an diesem Punkt wohl als Rand-Existenzen-Magnet, als Sammelbecken sozialer Aussenseiter, repräsentativ für den Schmelzpott- Imperium erscheint. So kam es neulich, als sich die Charaktere in der Grünen Greifen Taverne (Deren Errichtung hiermit für die lange Informationsknappheit, auf diesem Blog verantwortlich gemacht wird) aufhielten, zu einem Zusammentreffen und direkten Anheuern eines beeindruckenden Begleiters, der sofort unter die Fittiche des Halblings, Karl genommen wurde: Dem Halbling, Khevin.



Also gut... zugegeben, er ist eigentlich ein Oger. Zumindest so etwas in der Art.
Doch nun zum springenden Punkt, warum ist die Vernunftbegabung gewisser Wesen in Frage zu stellen? Ganz klar: weil Halblinge, deren Vertreter in unserer Gruppe der Herr Karl Thalwirt nunmal ist, dazu neigen, unschuldigen Passanten einfach mal so, mir nichts - dir nichts, Pfeile in den Leib zu schießen! Ob es an dem Rüstungsbepackten Muskelberg lag, auf dem Karl zu diesem Zeitpunkt kompensierend, einem Moloch gleich ritt, oder ob es purer Halblings-Sadismus war ist noch unklar.

Khewin hingegen ist ein ganz vernünftiger Geselle. Seine Mama hat ihm genug Manieren beigebracht um keiner Fliege etwas anzutun und immer mit ruhiger Stimme den Dialog zu suchen. Doch neben der imperialen Abscheu gegen sozialen Kontakt mit dem Söldner-Oger/Ex-Metzgereimitarbeiters ist dies auch sein größter Nachteil. So erschrak der Muskelberg furchtbar, als bei Nacht Wildschweine im Gebüsch vermutet wurden und er brach in Tränen aus, als ihm Karl auftrug den armen Flagellaten, welchen er zuvor mit einem Pfeil gespickt hatte kaltblütig in zwei Teile zu spalten.
Khewin möchte eigentlich nicht kämpfen. Doch er hat keine Wahl - nachdem er sich beim Sturm des Chaos besonders hervortat, indem er einem aufstrebenden Chaoskrieger den Garaus gemacht hatte, wurde er damit zu einem bekannten, überqualifizierten und damit zu teuren Mitarbeiter in seiner alten Metzgerei und musste gegangen werden.
So schlimm ist das ganze aber dann auch wieder nicht für den Kleinen, zumal er sich für einen Halbling hält und nun einen intellektuell ebenbürtigen Freund in Karl gefunden hat, mit dem er schonmal J'Zatkiel oder Oberon beim "Steinscheisser-Karl-Spiel" hineinzulegen versucht.

Khewins Modell ist ein altes Ogermodell, welches wir schon so lange besitzen, dass der Autor dieses Textes nicht mehr genau weiß welcher Firma wir ihn zu verdanken haben. Es könnte sich um ein altes Harlequin-Modell handeln aber durchaus auch um eine Citadel-Miniatur. Besonders charaktervoll ist sein Gesichtsausdruck, welcher auch immer wieder zum besten gegeben wird und seine große Axt (Wenn es sich auch möglicherweise um eine Hellebarde handeln könnte).


Profil:
KGBFSTWIGEINWKCH
3321474624221619
ATTLEBSTBWIBBEWMAGWAPSP
218445-1-
Fertigkeiten:
Allgemeinbildung: Oger, Sprache: Grumbarth, Reikspiel, Suchen, Wahrnehmung, Zechen;
Talente:
Furchteinflössend, Waffenspezialisierung: Zweihänder, Generalisierte Angststörung, 


Dienstag, 26. Februar 2013

B...B...Bert

"Ha... Ha... Hallo... i bin da B... B... Bert!"
Wie lautet ein altes imperiales Sprichwort? - ein Halbling kommt selten allein. So auch Karl, der nach seinem erstmaligen zurückbleiben, mit einem neuen Begleiter im Schlepptau unsere Wege erneut kreuzte. Karl, der cholerisch seinen neuen Begleiter herumkommandierte, machte sich nichts daraus dass sein Geleitschutz, mit der riesigen Stachel-keule wegen großer Sprachdefizite, nichtmal gegen-argumentieren konnte. Die Charaktere folgten gerade einen Auftrag, genauer gesagt einer Paket-lieferung nach Schiefernrückhalt, einem kleinen Dorf, Süd-Östlich Middenheims. Einige Kilometer, diverse Komplikationen und unzählige fehlgeschlagene Artikulationsversuche später, als der Auftrag mehr oder minder nach Plan erfolgt war, das Paket zumindest als zugestellt galt, spaltete sich der neue Begleiter, Bert wieder ab.



Obwohl Bert eigentlich ein recht netter Geselle zu sein scheint und sich vor allem mit Karl stets verbunden zeigt, ist er doch auch immer bemüht seine Keule ins Gesicht J'Zatkiels' zu "plungen", jemanden zu beleidigend und zeigt sich schon fast überzeichnet erfreut über die Gewaltbereitschaft, Personen seiner Umgebung.
Besonders hervorgetan hat sich die Präsenz des Schlägers, Bert bei der Lieferung nach Schiefernvorsprung, bei der die Charaktere, nun schon zum zweiten Mal von Banditen gefangen genommen wurden, und Bert sozusagen einfach von unseren Haupakteuren zurückgelassen wurde (Wenn auch damit im Austausch mit Oberon).

Bert ist in etwa 1,75 m groß, wiegt ca. 80kg, hat braunes Haar und ebenso braune Augen. Das Modell zeigt ihn während er gerade eine Beleidigung stottert und seine Keule zum Schlag hebt.
Die grüne Gewandung verweist bereits auf jene Kleidung, die er in den nächsten, folgenden Roleplay-Sessions tragen wird... *räusper*... sollte er je wieder vorkommen... *räusper*... und auch die losgerissene, rostige Kette an seinem Arm dürfte unsere Spieler erfreuen.

Berts Profil bleibt auf weiteres un-offenbart (wenn sich auch ein Schlawiner bereits seinen Charakterbogen durchgelesen hat - obwohl es ihm ausdrücklich untersagt war).