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Berauschte, übertriebene Wunsch- und Traumbilder dieser ekstatischen Nacht ... |
Aus Morrs Reich des Schlummers erwachte Hantsch langsam den Schleier des Schlafes gegen eiseskalte Nebelschwaden eintauschend, die sein Gesichtsfeld einnahmen. Und langsam drängte sich wieder das Klatschen der Wellen gegen das Schiffswrack an seine malträtierten Ohren, das Mahlen der Eisschollen dieses nördlichen Meeres und der Atem seiner noch schlafenden Gefährten … Und damit kehrte die Gewissheit zurück, dass der Schiffbruch nicht nur ein schlechter Traum gewesen war, sondern all zu schreckliche Realität, … so viele Tage auf See und nun, am elften Tage des Jahrdrung, nach der Seeschlacht des Vortages waren sie nun alle hier auf dem Wrack des einst so stolzen Hochseebootes der Hanse dem Willen Mananns ausgeliefert. Sie alle? Nein, das Atemgeräusch in seinem Ohr war singulär, nicht die ansonsten Herrschende Kakophonie aus vielen schnarchenden Nasen. Mit einem Ruck richtete er sich auf, um erst jetzt der veränderten Lage gewahr werdend:
In der Nacht, während ein jeder schlummerte, musste es gewesen sein, dass das Wrack des Großen Schiffes sich in kleinere Stücke getrennt hatte, und nun waren es nur noch der Elf Oberon und er, die sich hier auf dem Meer Treibend wieder fanden. Und doch, so Grausam ungewiss das Schicksal all ihrer Kumpanen für ihn war – ihr eigenes schien von den Göttern eine Segnung erfahren zu haben, denn am südlichen Horizont rückte etwas in den Fokus der müden Augen des Fleischerlehrlings: Eine bewaldete Küste, ein Geschenk des Schlundes und Mananns, dass sie so nahe an das rettende Festland getrieben worden waren.