Montag, 4. November 2024

Le nozze dei Flamongos

Der Flug der Flamongos
- Oberon - 

Mein Herr Mercian,

Hier mein Bericht über die Ereignisse die mich zu dem Massaker auf der Vogelversteigerung führten.

Seit Ihr mich erstmals batet mit Nessimon die Versteigerung seltener und exotischer Vögel am Schwarzmarkt zu besuchen um ihn von Gleinandrions Verlust abzulenken, bin ich in so manch weitere Quest gestopert. Dabei erfuhr ich zwar auch ein paar Details über das Kohlebecken und seine Banden und habe bei Abschließen der Aufgeben noch weitere Informationen zu jenen in Aussicht gestellt bekommen, doch will ich von dieser Angelegenheit mit dem noch undeklarierten zweiten Tempelbau im Untersteg ein andermal berichten. 

So viel sei nur jetzt schon gesagt zu dieser, meiner Unterfangung: Auf dem Weg durch das Handelsviertel zu einer diplomatischen Unterredung mit dem Hohepriester des Ranald, traf ich mit einem jungen Gefährten aus der Krallensee, Sieghardt Jaeger, erneut auf den unliebsamen Kopfgeldjäger, den sie den Salesianer nennen. Derselbe der einst Eleumeira verwundete und den Mann Kufners, Severus ermordete.

Freitag, 17. Mai 2024

Ritorno nel quartiere

Elvino und Giuseppe, der Cane Corso in Christians Büro, nach all den Ereignissen der Nacht

Lange war nicht Zeit geblieben um sich von den Strapazen der Himmelspfeiler und der aufsehenerregenden Rückreise mit dem Chuggar zu erholen. Denn da war immer noch der alte, und doch veränderte, Moloch des Unterstegs der Vinos Gefährten und ihn selbst  einwickelte wie eine Spinne, die Ihre Beute mit einem Faden ummantelt und erst dann verzehrt wenn es nötig ist. So kam es, dass die lose Ansammlung von Gefährten, Freunden und alten Bekannten sich schnell wieder in alle Winde zerstreute. Oberon hatte er nur sporadisch gesehen seit der Rückkehr und auch alle anderen waren wohl sehr beschäftigt, kein Wunder bei all dem Zirkus der rundherum geschah.

Soweit Vino es mitbekommen hatte es während seiner Abwesenheit einen Aufruhr in der Stadt gegeben, die Söhne Sigmars eine Gruppe an Sigmariten, hatte das Handels- und Adelsviertel vor Schlimmerem bewahrt und aufgrund dessen, und weil die Stadtwache noch ausgedünnter war als Sie es schon zu Zeiten der Brüte war, hatte man Ihnen ein paar hoheitliche Aufgaben übertragen. Im Untersteg ließen sich die, zuweil etwas unwirsch agierenden, Anhänger des Sigmarkults selten blicken.

Mittwoch, 31. Januar 2024

Treibgut auf Abwegen

Berauschte, übertriebene Wunsch- und Traumbilder dieser ekstatischen Nacht ...

Aus Morrs Reich des Schlummers erwachte Hantsch langsam den Schleier des Schlafes gegen eiseskalte Nebelschwaden eintauschend, die sein Gesichtsfeld einnahmen. Und langsam drängte sich wieder das Klatschen der Wellen gegen das Schiffswrack an seine malträtierten Ohren, das Mahlen der Eisschollen dieses nördlichen Meeres und der Atem seiner noch schlafenden Gefährten … Und damit kehrte die Gewissheit zurück, dass der Schiffbruch nicht nur ein schlechter Traum gewesen war, sondern all zu schreckliche Realität, … so viele Tage auf See und nun, am elften Tage des Jahrdrung, nach der Seeschlacht des Vortages waren sie nun alle hier auf dem Wrack des einst so stolzen Hochseebootes der Hanse dem Willen Mananns ausgeliefert. Sie alle? Nein, das Atemgeräusch in seinem Ohr war singulär, nicht die ansonsten Herrschende Kakophonie aus vielen schnarchenden Nasen. Mit einem Ruck richtete er sich auf, um erst jetzt der veränderten Lage gewahr werdend:

In der Nacht, während ein jeder schlummerte, musste es gewesen sein, dass das Wrack des Großen Schiffes sich in kleinere Stücke getrennt hatte, und nun waren es nur noch der Elf Oberon und er, die sich hier auf dem Meer Treibend wieder fanden. Und doch, so Grausam ungewiss das Schicksal all ihrer Kumpanen für ihn war – ihr eigenes schien von den Göttern eine Segnung erfahren zu haben, denn am südlichen Horizont rückte etwas in den Fokus der müden Augen des Fleischerlehrlings: Eine bewaldete Küste, ein Geschenk des Schlundes und Mananns, dass sie so nahe an das rettende Festland getrieben worden waren.

Sonntag, 28. Januar 2024

Dampfpanzer und Kakadutänzer



Herr Bürgermeister! Christian! Also wirklich, jetz bin ich nochmal da, ja wir waren wieder draußen... ja du hast gesagt ... ja natürlich, waren wir am Weg nach Hause, aber dann haben wir drüben im Tempelviertel einen Krach gehört, Explosionen, Schreie, Schüsse und das Kreischen von fliegenden Bestien! Ja, wirklich, so wahr ich hier steh! Ich habs ja gesehen! Ein wahnsinns Tohu- ... Wabu... tohubohu... du weist schon ein krasser Krach halt! Nein was soll ich getrunken haben, kann sich ja keiner mehr nen Schnaps leisten heutzutag! Und überhaupt, also du weißt ja, du bist der Bürgermeister und alle lieben dich, aber kannst du dir eigentlich vorstellen was da draußen heute alles passiert ist!? ... Klar danke, gern trink ich mal von deinem Bier wenn du schon fragst! Und die paar Kupfer hier am Tisch... echt auch für mich? Danke Herr Bürgermeister! Was? Ach ja, gut, der Platz hier, wo vorhin der Hansemann saß is doch frei nich'? Gut, also es hat alles angefangen als wir am Nachmittag n paar nette fette Eichhörnchen gegrillt haben, wie vorhin schon erwähnt...

Freitag, 26. Januar 2024

“Der Jahrmarkt des Schreckens” - Der Eiserne Hans Finale

Emmanuels Rede auf der Arenabühne Nulns

Karl nachts in der Arena

Und so ging schließlich ich - alleine - zurück in die Arena. Ganz so hätte ich es mir nicht vorgestellt, war ich doch, nach meinem Tänzchen mit dem Elfen Naphaniel, welches mittlerweile einige Stunden und ein Bad im Shallyatempel zurück lag, schwer angeschlagen.

Der Zeitpunkt, zu dem ich die Arena erreicht habe, war gut. Die Abschlussveranstaltung des ersten Tages war gerade zu Ende und hunderte Zuschauer quetschten sich durch das Haupttor hinaus. In dem Getümmel stieg ich auf die Schultern und Köpfe der Masse und begab mich zurück hinein. Die Wachen wurden zwar kurz aufmerksam auf mich, ließen sich durch die Menschenmenge jedoch leicht abschütteln, sodass ich über die nächsten Abend- und Nachtstunden unbemerkt durch die Arena schleichen und die Aufbauarbeiten der Spiele-des-zweiten-Tages beobachten konnte. Vier weitere Stationen wurden aufgebaut:

Donnerstag, 25. Januar 2024

Die alten Adern des Imperiums - Wracken Finale

Der Schlickhügel wird von Barbaren erklommen und Dunstblasen werden als Eingang genutzt

Von außen waren nun nur noch die Nachwehen des großen Ansturmes der Barbaren auf den Schlickhügel zu sehen. Wie ein vom Himmel gestürzter dritter Mond lag er nun direkt vor ihnen, aus den Wunden, die das Eindringen der Barbaren hinterlassen hatte, blutete er noch heißen Dampf und Schwefel. So furchteinflößend seine Erscheinung aus der nähe auch war, so monumental dieses Mahnmal des Chaos sich über ihnen auftürmte, so war es doch das unbekannte Grauen in seinem Inneren, das Hantschs Mut den Rest gab. Nur, dass Jorge Nacht – Dank sei dem Schlund der ihrer Gruppe diesen Bären von einem Mann zur Seite gestellt hatte – unbeirrt die Erklimmung ihres Ziels in Angriff nahm, war es, das Hantsch noch die geistige Kraft gab, sich dieser finalen Etappe des Alptraums in den sie hier geraten waren zu stellen.

Dienstag, 23. Januar 2024

Schiavi delle ombre - Himmelspfeiler Finale

So unverhofft und jäh die erschöpfte Truppe den Söldner Corvo kennen gelernt hatte, so prompt würde dieser die Gruppe auch wieder verlassen. Er war ein Mitglied von Catrazzos legendärem Vogelmenschenregiment. Kampferprobte Krieger die sich mit Lederkonstruktionen, welche mit Holz versteift wurden, in die Lüfte erheben zu vermochten. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um fliegende Menschen handeln sollte, hatte Vino die Geschichten über solche speziellen Söldner immer als Ammenmärchen, welche seine Mutter Rimona ihm ab und an erzählt hatte, abgetan. Nun stand ein wahrhaftiges Mitglied, wenn auch ausgemergelt durch den strapaziösen Aufenthalt in den Himmelspfeilern, vor ihm und berichtete von den Schatten, auf tileanisch “Ombre”.

Mittwoch, 17. Januar 2024

"Rosenblüte wird sterben. Feuerwerk. Doppelt kalt." - Der Eiserne Hans 2

Egil Jörgenson, Teilnehmer des Eisernen Hans bei Trunk und Spiel im nächtlichen Nuln

“Geht in die Straßen und schaut euch um.
Hoffentlich könnt ihr Informationen über die Spiele morgen sammeln.
Oder zumindest über die anderen Teilnehmer…”
- Ernst Adolf vong Hohenflur -

- Sieghardt -

Nach kurzem Schlendern fällt uns ein riesiger Norsca Barbar auf, der mit 3 Mädels herum spielt und einer davon lustvoll auf den Poppes grabscht. Der Griff wird von ihr direkt mit einer Ohrfeige erwidert.
Karl nutzt die Gunst des Moments für einen kleinen Witz:
“Ist das der einsame Hans?”
Ich versuche mich einzubringen:
“Der wollte sie wohl einsamen, der Hans.”
Trotz der Lautstärke, die wir beide voller Überzeugung in unsere vermeintlich so guten Aussagen gesteckt haben, reagiert die Menschenmenge nicht. Man ist dieser Wortwitze anscheinend schon lange überdrüssig.
Die unangenehme Stille wird mir zu viel und schubst mich nahezu in Richtung des Barbaren, um mich vorzustellen. Ich will nicht, dass er den dummen Witz falsch aufnimmt.
Er ist äußerst erfreut und stellt sich laut - fast schreiend - als Egil Jörgenson vor und fragt nach meinem Namen. Ich stelle mich angepasst an seine Namenskonvention als Siegi Karlson und Karl als Karl Karlson vor.
Beim Anblick von Karl wird Egil sogar noch lauter und er will unbedingt wissen, ob sein Glied proportional zu seiner Körpergröße ist.
Gespannter war ich noch nie.
Und so kurz war ich auch noch nie gespannt, denn Karl hat mit seiner Reaktionszeit wieder einmal einen Rekord aufgestellt.
Die Frage Egils verließ noch nicht einmal zur Gänze seine Lippen, schon schoss Karl mit einer grazilen Rückwärtsrolle in die Luft und präsentierte gleichzeitig am höchsten Punkt seines Flugs sein Gemächt. Zurück auf den Beinen vollendete er die kunstvolle Einlage mit seinem mir schon so bekannten, vor Spucke nur so triefenden Händedruck. Beeindruckend.

Il troll è stato trollato - Himmelspfeiler 4

Warhammer Vaults Himmelspfeiler
Vino an der Klippe in den Himmelspfeilern. Wie lange kann er noch der Kälte trotzen?

Dumpf prallte ein Wolfskadaver viele hundert Schritt weiter unten in Fels und Schnee. Vino hatte es mit seinen erkalteten und erschöpften Händen nicht erneut vermocht, eines der erlegten Tiere aufzubrechen und zu häuten. Viel Zeit hatte er damit vergeudet, der Schweiß stand ihm und seinen Kumpanen noch im Gesicht. Im offenen Feld wären die fünf ausgemergelten Vierbeiner wenig Bedrohung gewesen, aber auf der eisigen Brücke hätte ein falscher Schritt für ein vorzeitiges Lebensende genügt. Glücklicherweise waren fast alle glimpflich davon gekommen. Nur Harrad hatte einen recht tiefen Biss davongetragen, als er eines der Biester im Nahkampf in Taals ewige Jagdgründe schickte.

Die Sonne war untergegangen und sie befanden sich immer noch in der unendlichen Wildnis der Himmelspfeiler. Schon bei Tag war dies eine lebensfeindliche Umgebung, die man am besten meiden sollte, doch des nächtens kam ein Temperatursturz, der die geschwächte Truppe an ihre Grenzen brachte. Hier auf der ungeschützten Flanke des namenlosen Berges waren alle Wind und Witterung schutzlos ausgeliefert.