Sonntag, 3. März 2019

La tua povertà mi fa incazzare - Elvino, Oberon & Karl stuck in the Untersteg


La tua povertà mi fa incazzare
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.


“Well this can’t be good”, Elvino thought to himself, they had dumped off the two ponies alongside everything else expendable, only to climb in that - only gods & dwarves know, why this thing is even flying - balloon again. While restocking on rations, Oberon had as it turned out mistakenly picked up the wrong drunk Halfling Karl, and by doing so, he was reunited with an old friend of his, who himself wasn’t actually too ecstatic about being halflingnapped after sobering up a bit.

Anyway, it was a cold, but comfortable means of transport, certainly less exhausting than traveling by foot or cart. So much the young Tilean mercenary, Harad the Dwarf, Oberon the Elf, and their short and involuntary new companion Karl had figured out: One could hardly steer this thing, let alone safely land it, which still, appeared pretty much guaranteed once they ran out of things to burn.

Samstag, 2. März 2019

Eskort nach Schattenglas - Teil 2

Benno, der einsame Jäger

... Glücklicherweise konnte ich den Abstand zu den Goblins ausbauen, doch dieses hüpfende Biest aus ihren Reihen blieb mir dicht auf den Fersen, und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich ihm beim Gasthof zu stellen. Glücklicherweise hatte es mich schon zwei mal mit seinen Sprüngen verfehlt und als es im Wasser landete, konnte ich seinen Schwachpunkt ausmachen. Ich lockte es tiefer ins Wasser und sprang auf einen der schwimmenden Bäume. Auch sein letzter Sprung verfehlte mich zum Glück und ich konnte es mit meinem letzten Pfeil richten. Drei Pfeile waren insgesamt notwendig. Es wurde still um mich. Keine weiteren Gefahren in der näheren Umgebung ausmachend, machte ich mich, voller Hoffnung, meine Gefährten unbeschadet wieder zu treffen, auf den Weg zur Plattform, von der Benno gesprochen hatte.

Könnte ich bitte noch etwas von dem vorzüglichen Eintopf haben? (würfelt 09 bei Geschmack)

An der Platform angekommen, konnte ich meine Begleiter vorerst nicht ausmachen. Ich erinnerte mich an das Gebiet, sind wir doch erst Tage zuvor hier durchgekommen. Alles hatte sich verändert und vor mir tat sich ein krudes Konstrukt aus Holz und allen möglichen Materialien auf. Alles umgeben von einem warmen Nebel war das ganze Ausmaß jedoch schwer abzuschätzen. Vorsichtig machte ich mich daran, meine Gruppe zu finden. Ich konnte Bewegungen auf der Plattform ausmachen und näherte mich möglichst unauffällig, nur um festzustellen, dass ich mein Ziel erreicht hatte. So machten wir uns nach unserem Aufeinandertreffen endlich daran, Bennos ersehnte Gegenstände zu finden. Mir gelang es sehr schnell, die erwähnten Spinnentier zu finden und in diesem Prozess auch eine komische Art von Pilz zu sammeln, der wohl betäubende Eigenschaften zu besitzen vermag.

Hansch konnte wohl einen dieser Ständer ausfindig machen… Eine ekelhafte Mischung aus Goblinoberkörper und einer dieser Spinnen. Ich hatte wenig Ansporn, diesen näher zu betrachten.

Welche Schrecken belauern die Charaktere im Sumpfwald des Fuhrdienstes

Mittwoch, 27. Februar 2019

Volare - Elvino & Oberon's Escape from Zharr Ungor


This blog entry may contain spoilers for the "Gand Brynd" quest series.


VOLARE
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.

High above the moonlit southern Middenland their dangerous escape leads the 
motley crewof dwarves, ponies, men, halfling and elf close by a hilltop tavern...
So there they were, having left behind the ruins of Heideldorf which burnt down to a crisp after their latest endeavours at the annual Wurstfest, and on their way to Bad Hohne. An uncommon sight one could say, the Elf Oberon and the young Tilean mercenary Elvino, who had just won the sausage eating contest at the Wurstfest. Both of them were still exerted and from all the fighting and the hardships that they endured in Heideldorf, but that’s a story for another time.

Accompanied by a young Ogre named Khevin and a monk of Morr by the name of Vergil they were headed to Bad Hohne a small town, which was well known for its hot springs. Suddenly a cracking sound broke the monotonous creaking and thumping of the cart that they were sitting on, and Elvino awoke from his light sleep.

Were they being shot at? Was that a weapon that was fired? Surely it must have been bandits of some sort, and he was about to draw his weapon, when the cart came to a halt because there were some lunatics on the road who were apparently chastising themselves with all sorts of makeshift whips and apparently praising Sigmar while doing it.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Eskort nach Schattenglas - Teil 1

Das kleine Fellknäuel unter dem Tisch musternd rekapituliert Syfryd den Tag zuvor. Dieses kleine sabbernde aber doch ganz liebenswerte etwas von einem Hund… Geschmiegt an sein Bein gibt es wohl noch erschöpft von den letzten Tagen leicht blubbernde Geräusche von sich.

Todesklaue, der treue Gefährte Syfrieds

Was für ein Höllenritt. Sigmar und Taal mussten diese Nacht wohl auf unserer Seite gewesen sein. Ob der Wachmann der Gefängnisanlage wohl ähnlich viel Glück hatte? Seine Gesellschaft war doch nur von kurzer Dauer. Kurz nachdem wir von der Besserungsanstalt aufgebrochen waren, nach Osten unterwegs, hatte ihn doch die Panik gepackt und seinen Auftrag, Enk´s Hinrichtung zu überblicken, sehr schnell in die hintersten Gefilde seines Bewusstseins verbannt. Diese Lichtung die wir erreicht hatten, hatte wohl zu viel Ungewisses für seinen noch sehr jungen Geist.

Und doch, selten habe ich einen Mann, ob der Instabilität seiner Moral, so gewandt im Dickicht des Unterholzes verschwinden sehen, als ob Ranald persönlich seine Finger im Spiel hatte.

Ich denke, in diesem Moment doch eine Erleichterung in Hansch´s Statur erkannt zu haben. Eine Erleichterung, mehr Zeit schinden zu können, seiner Aufgabe erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgehen zu müssen, doch einen Weg zu finden, Enk zu retten. Wie schnell sich doch alles wenden würde…

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Non ho più fame - Elvino & Oberon in Heideldorf Teil 2

Der folgende Roleplay Bericht enthält Spoiler für die 1st Edition Warhammer Fantasy Roleplay Kampagne "Fear The Worst" von Michael D. Mearls

NON HO PIÙ FAME
Erlebnisbericht aus der Sicht Elvinos

Heinz Schiller, berühmt berüchtigter Wurstbaron und charismatischer Patron Heideldorfs

Seconda Parte

“Bei Myrmidia…”, Schiller lag vor Ihnen ausblutend wie frisch geschlachtetes Vieh, der Boden schnell getränkt in seinem dunklen Blut. Nur kurz inspizierten Oberon und Elvino den Leichnam, zu gefährlich und unbekannt war die Umgebung noch. Vor Ihnen öffnete sich eine Art Geheimtür zu einem weiteren Arbeitsraum.
Heinz Schiller,
Erfinder der Sonderwurst

Dieser war allerdings weitaus unordentlicher als der Schauraum ein Stockwerk über Ihnen, überall waren Blutflecken, schmutziges Werkzeug, Knochen, halb zubereitete Sonderwurst von Schiller und all das übertüncht vom penetranten Geruch der Gewürzmischung.

Es dauerte einige Augenblicke bis auch Elvino realisierte was hier vor sich ging.
An der Wand hing Kleidung, gar nicht unähnlich, jener die Bernd getragen hatte, als sie ihn beerdigten in der Ruine Schwarzenfels. Aber das konnte nicht sein, wie hätte diese hierher kommen kö…..
Ein Kloß bildete sich in Elvinos Hals, der ihm die Luft abzuschnüren drohte.

Ein flaues Gefühl im Magen, als hätte man gerade einen Schlag in die Magengrube bekommen.
Das konnte doch nicht sein, so gestört würde doch niemand handeln, und Menschenfleisch verarbeiten. Der Gedanke allein reichte, dass etwas Erbrochenes seinen Weg empor fand und mit Ekel vor sich auf den Boden gespuckt wurde. Er hatte tatsächlich schon von dieser Sonderwurst gekostet, dieser Albrecht hatte also recht mit seiner Warnung? Nachdem der Raum oberflächlich durchsucht worden war, brach Oberon auf und mit ein wenig Unterstützung durch Elvinos Nachahmfähigkeiten konnte er seines Weges ziehen und Manfred konsultieren, während Elvino erneut die Schauwerkstatt durchsuchte.


Mittwoch, 29. August 2018

Non ho più fame - Elvino & Oberon in Heideldorf

Die Ruinen der Schwarzfels Feste, bevor sie Manfred in Brand steckte

Der folgende Roleplay Bericht enthält Spoiler für die 1st Edition Warhammer Fantasy Roleplay Kampagne "Fear The Worst" von Michael D. Mearls

NON HO PIÙ FAME
Erlebnisbericht aus der Sicht Elvinos


Da waren sie nun, Elvino und das Spitzohr Oberon und schlenderten über den Marktplatz von Heideldorf, gut erkennbar als Ordnungspersonal, wie die vielen anderen Tagelöhner und Söldner die hier ein Auskommen suchten. Die Anstellung versprach ganz gutes Geld, sollte nicht allzu gefährlich sein, und scheinbar wurde sogar für Kost und Unterbringung gesorgt. Elvinos Muttersprache ist eigentlich ja das Tileanische, aber selbst er kannte die Redewendung, dass etwas zu schön ist, um wahr zu sein.
Auch war er noch ein wenig gerädert und erschöpft von diesem elenden Sumpfgebiet, dass einem bei längerer Verweildauer irgendwie auszehrte. Glücklicherweise hatten Sie dieses hinter sich gelassen, aber die Strapazen und die lange Anreise zum allseits bekannten Heideldorfer Wurstfest steckten noch Vielen in den Knochen.
„Dieser gierige Ventosa“, und noch andere tileanische Schimpfwörter gingen Elvino trotz seines jungen Alters durch den Kopf, als Heinz Schiller ihn wieder einmal zu Unrecht aufscheuchte, stets gefolgt von seinem Standardspruch, „das ziehen wir natürlich vom Lohn ab“. Dabei war er doch wirklich vollkommen unbeteiligt, irgendein ein besoffener Wurstfresser, hatte seine Trinkfestigkeit überschätzt und sich seines Humpens unfreiwilliger Weise im Fallen entledigt, sodass dieser natürlich in 1000 Stücke barst.
Wo war Oberon eigentlich? Wahrscheinlich wieder bei Kevin diesem sympathischen aber nicht sehr klugen Ogerjungen, jedenfalls konnte er solche Gespräche immer besser führen, Schiller war wahrlich jemand der einem die Zornesröte ins Gesicht treiben konnte. Aber wie sagt man? Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.


Das Kampfgeschehen im Kellergewölbe der Schwarzfels Ruine, von links nach rechts: Franz der Mensch mit der Armbrust und Julius das sprechenden Gewächs in dessen Brust, der bizarr langgliedrige Stilz, der Chaosmagier mit dem Stielauge Pedro, der Fischmenschen Mutant Xovart, der Schleimtriefende "Hund"(?) Pfützchen, die beiden Fleischberge von Mutanten Bizz und Bubb, Oberon, Elvino, tot darunter Bernhard und vorne rechts Khewin

Montag, 5. Februar 2018

Kammerjäger in Schattenglas

Die Schmerzen pulsieren durch meinen gesamten Körper, Schmerz ist das letzte Gefühl welches bleibt während jegliche Möglichkeit zur willentlichen Bewegung verloren gegangen ist. Lediglich krampfartige Zuckungen und sich trübendes Augenlicht. Der Nebel über mir zieht in Schwaden vorbei. Wie beseelt bewegt er sich, bildet Figuren und ich glaube etwas zu erkennen, etwas schält sich aus dem Nebel, eine Karawane am Rande einer Schlucht...
Am vordersten Wagen sehe ich mich selbst, Hantsch, sitzend, mit zwei Pilgern, einer hat sich Myrmidia verschrieben, der Andere Ulric. Nicht weiter am Gespräch interessiert wende ich den Blick zum Ende der Karawane, wo ich Syfried am Wagen eines Estalischen Dungsammlers vorfinde. Der Nebel wallt auf und es die Sonne ist nun kurz vor dem Untergehen. Syfried befindet sich nun in der Mitte der Karawane auf einer Kutsche neben einem wohlgerüsteten Kutscher. Der vorderste Wagen passiert gerade die oberste Station des Lastenliftes in die Schlucht hinab nach Unterschattenglas, als er beginnt zu beschleunigen. Dies kommt keineswegs zu früh, aus dem Waldesrand wird die Karawane angegriffen, Soldaten mit Schlingen in den Wald gezerrt. Ich sehe Syfried willkürlich in den dunklen Wald deuten, woraufhin der Kutscher seine Büchse ergreift und feuert. Die wohl von den Göttern gelenkten Schüsse scheinen zu treffen. Der Angriff währt nur kurz, die Karawane ist zu schnell und erreicht die Stadt, jedoch ist ein Soldat in der Dunkelheit des Waldes verschollen.

"Widerstand gegen Gift"
stellt sich im Laufe der Quest als wahrer Segen heraus,
Die Nebelschwaden wallen erneut auf und ich sehe mich und Syfried in einem Wachturm am Rande der Schlucht. Wir haben die kranken und verletzten Soldaten der Falkenburg zur Stadtwache Oberschattenglases gebracht. Der Kommandant, Hauptmann Euler erklärt, er könne den Soldaten nur bedingt helfen - die Diener Shallyas der ihr geweihten Herberge weigern sich den Soldaten zu helfen und den Arzt von Unterschattenglas müssten wir überzeugen zu den Soldaten zu kommen.
Wieder verschwimmt der Nebel und ein Kurzes Bild flackert auf, Syfried, der mich auf dem Weg nach Unterschattenglas heimtückisch zu Fall bringt. Nach einem Bruchteil einer Sekunde ist dieses Trugbild auch schon wieder nicht mehr zu sehen... welch seltsame Bilder - bis jetzt hatte sich doch alles so zugetragen wie die Nebel es gezeigt hatten, aber gut ...

Ein Spalt tut sich auf, ich sehe Licht, dort stehen zwei Gestalten. Sie unterhalten sich und bei der Erinnerung läuft mir wieder ein kalter Schauer den Rücken hinab. Als ich den Arzt von Schattenglas und den Beauftragten der Hanse - Phillip Dolminger - zum ersten mal belauschte ... äh, sah, berieten sie sich wegen der Leiche mehrerer Kinder, die Körper angeknabbert und mit Nestern im Leib. Die Leichen von Kindern die zuvor aus Schattenglas verschwunden sind. Und es sind mehr Kinder verschwunden als Leichen gefunden wurden.
Ich sehe uns im Vorzimmer des Arztes, hastig die Köpfe von unseren Lauschpositionen wegziehend, als Dolminger heraustritt und ohne sich vorzustellen das Gebäude verlässt. Und als nächste treten wir in das Behandlungszimmer des Arztes.

Die Leiche einer Anhängerin der
Schwesternschaft des Sigmar
im Spinnenetz verstrickt

Donnerstag, 1. Februar 2018

Elvino de Fuero

Was mich hierher brachte - ein betrunkener Tavernenschwenk


Elvino wurde vor nicht einmal ganz 18 Umläufen inmitten Tileas als Sohn einer einfachen Bauernmagd und eines durchziehenden Söldners geboren. Seine Mutter Rimona arbeitete im Dienste eines mittelständischen Gutsbesitzers und half bei der Ernte, in der Küche oder erledigte andere anfallende Tätigkeiten im Haushalte. Wie es die Götters so wollten, kreuzten sich die Wege der jungen Magd und eines tileanischen Söldners auf der Durchreise eines Abends in der örtlichen Taverne. Es wurde viel Rotwein getrunken, gelacht und geliebäugelt und der armbrusttragende Söldner, von dem nur noch der Nachname "de Fuero" bekannt ist, versprach das sprichwörtlich Blaue vom Himmel. So begab es sich, dass er nicht nur seine Habseligkeiten mitnahm in seine Kammer, sondern auch Romina bezirzen konnte, mit ihm die Nacht zu verbringen. Acht Monate später, und weit und breit kein fürsorglicher Vater in Sicht, erblickte Elvino de Fuero das Licht der alten Welt. Sein Glück war, dass gerade keine Erntezeit war und kurzzeitig auf die Dienste der Magd verzichtet werden konnte.

Das tileanische Landgut mit Pferdezucht

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon 4

Vierter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian
Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Erster Wellentag der Kaldezeit


Mein antikes teutogen Rufhorn aus dem Hügelgrab des Hauptes der Lindwurm Formation im Middenländer Schadensumpf


Bizarr. 
Was bleibt mir mehr zu sagen außer dem.
Der imperialen Menschen Gewohnheiten, Umgangsformen miteinander, die Unwirtlichkeit ihres gewählten Siedlungsraumes, ihre Achtung oder vielmehr Ermangelung derselben der eigenen Ahnen, und genereller beinahe zelotische Fanatismus wenn es um die Verteidigung der einen und gleichzeitig das Ignorieren anderer ihrer religiösen Gepflogen, scheinbar je nach persönlicher und situationsbedingter Präferenz, ist mir nichts neues, oder Unerwartetes. 
Gleichsam allerorts angetroffene Unbeholfenheit im Umgang mit der eigenen Muttersprache, sorgt beinahe ebenso oft für Verwunderung, Faszination wie Amüsement - verzeiht mein Bretonisch - dass sich derartige Beobachtungen und das begeisterte Studium derselben Eigenheiten dereinst noch als zielführend erweisen sollten, hätte gewiss niemand aus meinem Ahnenhaus zu Marienburg vorhergesehen, als ich dieses seiner Zeit verließ auf der Suche nach Größe, Ruhm und Sinn…

Samstag, 16. April 2016

Hauptquest - Erste Begegnungen - Anstehende Entscheidungen


 


In Ermangelung aktueller Spielerberichte der Einzel- und Nebenquestreihen der letzten... ja, tatsächlich JAHRE, im Folgenden ein kurzer Bericht eines - vermeintlichen - Nebencharakters des alten WFRoleplay Teams.
Des so genannten, berühmt berüchtigten LWWBKs - dieser Tage zerstreut, teils verschollen oder umgekommen und seine Reihen mit neuen Weggefährten gefüllt... ja, viel hat sich getan in diesen dunklen Monaten, ohne Tagebuchnotizen, Logbucheinträge, Klatschblatt-Berichte, Tavernengerüchte,  oder Briefe nach Hause.

Wahrlich so manches gilt es aufzuholen, niederzuschreiben und zu berichten, bevor es im alles verzehrenden Schlund des Vergessens versinkt, aber, bitte, habt Nachsicht liebe Leser, immerhin sind mit Außnahme eines Halblings, alle Charaktere der aktiven Spieler Menschen!
Und so überträgt sich so mancher Charakterzug der kurzlebigen Avatare ins reale Leben der
extrem (mit blankem Überleben) beschäftigten und kaum je mit Augenblicken der Freizeit oder Muße gesegneten Studenten und Selbstständig- bzw Nicht-Berufstätigen.
Umso mehr da sie nicht nur mit Motivation, Zeitmanagement und Artikulation, ja vielleicht sogar mit dieser Tage wieder grassierendem Analphabetentum, sowie anfänglicher Demenz und Gedächtnislücken Roleplay-Erlebnis-Details betreffend zu kämpfen haben (die Rede ist von Spielern wie auch Charakteren).
Aber können wir es ihnen verdenken? Immerhin kommen sie derart oft dazu live zu spielen, dass sie sich womöglich kaum noch an vor 10 undokumentierten Spielabenden zurückliegende Geschehnisse erinnern... für wahr, sie haben unser aufrichtiges Mitleid.

Ohne weitere Umschweife jetzt aber zu angekündigtem Erlebnisbericht, Begegnungen und bevorstehenden Gefahren aus den ersten Spielabenden der anstehenden Altdorf-Hauptquest, bzw deren Vorwehen und ersten Begegnungen auf dem Weg dorthin, inklusive exklusivem Insiderwissen und Vorahnungen seitens eines direkt beteiligten Charakters, also Achtung, Spoileralarm!

Hier also, der Innere Monolog der miterlebten Geschehnisse seitens der unbändigbaren und integeren Gruppen-Ikone, Führungspersönlichkeit und Ansprechpartners bei Sinnkrisen, dem "Affen" Hanuman:


Huh Uh! Uaaaah ah ugh!

"Ah uh uh mmuahm uh ah ahaaaa uh ughfml uh. Uh ah ah iuuuh uuuh?Uh ahaah uh. Mmmmh uh. Uuhuhuh, ah ah - UHUH - ah uuuuuuh ... uhm uhuh... ahahah uhhh ih uh, ah uh uh ih, vorch uh er uh ... uhaah... uh. Banane... uh... ahgh uh uh ih ah uuuuuh chhh uh uh. uh ah aaaaah uh, uh ah ah ih uhgh. Aha uuu U uhghhh ah uh mmugh ah ah Huuugh, ah uh... Uhhhgh uh uh. ia uh uh mmmuhg uh. Haaaah uh, uhuh. Mhm. uhuhu, hu ah uh uh ahmmmh flgrmmmh! Mnamu uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uuuuuuh ah. uh. Bah uh uh Ah uh uh Na uh uh Ne uh uh! Ahuhah. Mmmmmh uh Grmluh uh Hhhruh uh uh wwruh mmmuh, mah uh, ahahm uh ah ih uh oh uh uh ah ah, ih uh ah uuuh Agh! Uh ughah. uh uh ah ih uh Mruh Grnnnnml uah UAH! uh ah uh ah uh ah uuuuuh aaaaah uh. uh uh uhh. ah. uh. uh uh uh uh uh. ah ih uh aaaah ugh ah uh... Ugh ah ih uhh uh uh uh uh. Hmuhuh ah uuuugh ahuh uh Uha? uh uh! ah uh aaaah uh uh uh uh ah mmrgl uh. hm mmmmmrrrrrgggl uh ah uuuuuuh aaaah uh. uh uh. ah ih umh uh, ahah uh."



Dienstag, 27. Mai 2014

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon 3


Dritter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, dritter Steuertag der Erntezeit

Die Welt der Menschen hat es mir angetan. Zweifellos sie ist grausam, schmutzig und feindselig, doch kann man an ihr wachsen und lernen wie aus keinem Buch, wie in keiner Unterrichtsstunden, sie ist bizarrer, einzigartiger und überraschender als jede Geschichte und beinahe täglich lerne ich hier neue Bekanntschaften kennen oder werde Zeuge eines kurz darauf wieder verlöschenden Lebens. 

Khewin, "Halboger" aus Middenheim
Nicht so dieser Tage, Friede ist zur unerwarteten Abwechslung eingekehrt in mein Leben hier, voll sonst so turbulenter Irrfahrten. 
Und ja, bizarr wie gesagt, für wahr, erscheinen mir immer wieder die immer neuen Möglichkeiten, die die Menschen zu finden scheinen, ihr eigenes Leben künstlich weiter zu verkürzen: 
So ward ich denn tatsächlich gewahr, dass sie sich kreuzen können, mit den anderen Rassen der jüngeren Schöpfung! 
Der mir bislang als kleingewachsener Oger erscheinender flüchtige Bekannte Khewin - die genaue Schreibweise seines Namens ist noch weiterhin Anreger meiner Fantasie, und den bei meinen weiteren Reisen bei mir zu haben, durchaus als der Kampfkraft meiner kleinen Entourage nicht gering zuträglich scheint, ich aufgespürt und zuhause besucht habe - erwies sich doch tatsächlich als Halb-Oger, seine Mutter, eine zierliche kleine Frau als gänzlich menschlich! 
Welch faszinierende Erkenntnis! Wie bereits angedeutet, der Fortpflanzungsakt allein muss für die Dame eine gar unerforscht neue Art der stark lebensbedrohlichen Erfahrungen gewesen sein und war zweifellos, oder so zumindest in meiner Vorstellung, mit Rippenbrüchen, inneren Blutungen, Prellungen, Verstauchungen und schweren physischen und mentalen Traumata verbunden. 
Doch wäre dies auch zwischen Menschen und Halblingen möglich, die sie mir ähnlich nahe mit ihnen verwandt scheinen wie die Oger?…


Donnerstag, 13. März 2014

Seemannsgarn in Delberz

Seemannsgarn des jungen Mannan-Priesters in seinem Stammlokal am Hafen von Delberz:

… Dieser Junge, J´Zatkiel nennt er sich, aber bald wird er nur noch als "Der Middenfischer" bekannt sein, hehe, der hat mir auf unserer Reisen von Middenheim nach Delberz den ein oder anderen Seemannsgarn erzählt.
So meinte er zum Beispiel, der hätte eine Zille aus der Kanalisation geborgen…. hehehe, wers glaubt wird von Mannan persönlich selig gesprochen, … wer nicht kommt auch früher oder später in Morrs Garten…. wenn er denn dort hinfindet…. hehe….



Naja,… der Kleine scheint schon einiges mitgemacht zu haben…. auch wenn nicht gar alles recht glaubwürdig rüberkommt.
Er meinte doch glatt, dass er sich mit seinen drei, vier Kumpanen zusammengetan hätte und einen beschworenen Dämonen mitten in Middenheim getötet hätte!
Haha, dabei weiß doch jeder, dass sowas garnich möglich ist, kein dunkler Priester bliebe lange genug unbemerkt, als dass er ein solches Ritual zu Ende bringen könnte….
Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man Dämonen nicht töten kann, sondern bestenfalls verbannen….
hehe, vielleicht hatter im Suff einen Mutanten erledigt, das würd ich ihm schon zutrauen…. immerhin hat er es auch mit diesem Biest ausm Middensee aufgenommen.
Das is mal wahrlich eine Heldentat…. Die Geschichte muss ich euch unbedingt erzählen!
Damit hat er nicht nur ganz Middenheim einen gefallen getan, nein, vor allem dem alten Käptn, dessn Namen ich mir nicht merken konnte. Wie hieß der noch gleich…. jedenfalls "der mit dem Fisch tanzt" nenn´ die ihn hierzulande….
Der Kleine is ihm tatsächlich nachgesprungen als ihn das Unwesen in die Tiefe des Sees gezerrt hat. Das hat er mir persönlich versichert….und einem Käptn glaubt man, wenn er sich eingesteht sein Leben einem so jungen Bengel zu verdanken…..
Außerdem habe ich selbst die Leiche dieser Abscheulichkeit, dieser Seebestie identifizieren können!
….und die war wirklich keine Schönheit: Nen aufgeplatzten Brustkorb hatte die! Mit beweglichen Rippen! Widerlich….
Der Käptn meinte, und das hat mir der Middenfischer auch bestätigt, dass dieses Unwesen damit die zerstückelten Leichenteile, die überall im See verteilt schwammen an sich gerissen hat und als eine Art menschlichen Schutzmantel getragen hat…
Mir ist gleich aufgefallen, dass die Organe allesamt schwer verletzt waren, und der kleine Middenfischer hat mir erzählt, dass er sich richtig in diese Kreatur hinein-wühlen musste hat um diese mit bloßen Händen und einem kleinen Taschenmesser von Innen zu zerfleischen…. haha, wie man in alten Mythen immer so sagt: "einen Wal bekämpft man am besten, indem man sich von ihm fressen lässt und dann von Innen bearbeitet"… das hat dann wohl auch auf diese Abscheulichkeit zugetroffen…..



Der Middenfischer hat behauptet, und das glaub ich ihm sogar, dass er, als er dem Käptn nach is, weil er ihn nich halten konnte, über den Käptn zur Kreatur geklettert is, die mit einem Höllentempo durchn See gerast is, und ihr dann mit letzter kraft und nur mim Segen von Mannan die ganze verdammte Lunge ausm Leib gerissn hat, unn mid der isser dann wieder nach oben gekommen….  weil da noch luft drinne war…  Versteht ihr?

….na wie auch immer…. Prost Männer!
Auf den Middenfischer!

Samstag, 28. Dezember 2013

Grummeln über das Finale (Episode 2)

Überaus besorgt, doch mit einem gewissen Erstaunen, schreibe ich euch, meinen Angehörigen von den Geschehnissen, die sich hier in Middenheim zutrugen, und erzähle euch hiermit wie entrüstet ihr sein dürft, dass das ewige Reich wahrlich eine Nation vor den Grünhauthorden abschirmt, welches so zerrüttet und marode ist, wie es jung ist - sodass ich mich hier - wie ich dies verfasse - frage, ob es denn zu schützen wert ist, was ich hier vorfinde… Folgende Geschichte hat sich tatsächlich so zugetragen, sowahr ich Vorcher, Sohn des Onk, Sohn des Idon, Sohn des Ki bin…

Die Kathedrale des Ulrics, Dämonenbeschwörer am Werk

Nachdem ich moralisch durchaus erschöpft von einer höchst fragwürdigen Gerichtsversammlung, einer berauschenden Kutschenfahrt, politisch turbulenten Diskussionen in höchsten Kreisen des menschlichen Adels, Justiz und Klerus, einem orientierungslosen Herumirren in den verwinkelten (und planlos, verschachtelt „gebauten“) Vierteln der Stadt am Berg beim Shallya-tempel angelangt war mussten wir eine Schlacht schlagen.
Doch hatten wir eigentlich einen Auftrag. Es ging…  gewissermaßen um die fachgerechten Entsorgung, eines Gegenstandes, den wir selbst aus einem Chaos-Tempel geborgen und in die Stadt gebracht hatten, um ihn nun zu vernichten. Beim Fachmann angelangt, grollte ich nicht wenig dass das besagte Artefakt entwendet worden war, ausgetauscht gegen den abgetrennten Kopf eines Zeugen von der erwähnten Gerichtsversammlung (den wir selbst aus einem Verließ gerettet hatten). 
Ich realisierte nun erst richtig die Tragweite der Intrige, in der wir uns befanden - und setzte den Beschluss diesen unehrenhaften Geschehnissen ein Ende zu bereiten. Manchmal muss an einer Gemeinschaft Material abgeschlagen werden, wie eine dicke Schicht Rost, auf einer Plastik damit jeder wieder sehen kann, was diese Skulptur überhaupt darstellen soll. Dass die Kirchengemeisnchaft des Ulrics es war, die restauriert werden musste, das konnte bloß eine kleine Gruppe von Personen erkennen: Wir. Das sogenannte „Leiterwagerl-wiederbeschaffungs-kommando“!

Leider war von unserer Gruppe, den eigentlichen Auftrag folgend nurnoch ich und Karl übrig. Der rest der Truppe befand sich in alle Winde zerstreut, in unglückliche Umstände verstrickt, wie ich zu späterer Stunde, bei einigen Bieren erfuhr.

Imrak im Käfig der Kultisten
Imrak, der angeblich bloß in einer Seitenstraße ein Nickerchen gehalten hatte, erwachte in einem Käfig. Er wurde in einem Untergrundgewölbe zu einer Schlachtbank geführt, wo er um sein Leben fürchtete, bis seine Peiniger von Rettern abgelenkt wurden und er sich daran machen konnte sich an seinem Entkommen zu versuchen.

Jzatkiel war bei diesem Elfen - Oberon - in der Ärztegilde, ständig bewusstlos dieser Junge. Er verfolgte gerade gemeinsam mit diesem architektonische Probleme, ich glaube es hatte etwas mit der instabilen Bauweise der Menschenarchitektur zu tun… mit den Fundamenten der Ärztegilde, die sich weiter erstecken sollten als sie angenommen hatten…

Verge unterstützte angeblich jemanden erfolglos dabei eine Frau zu erobern. (Doch einmal ehrlich, wen wundert das, bei seiner sonstigen Herangehensweise)

Karl spaltete sich kurzerhand von mir ab, und wurde angeblich von jemanden auf einen Turm geschleppt, wo er eine andere Person davon abhalten wollte Selbstmord zu begehen, doch sein Bemühen ihn abzuhalten half nichts, und der Mensch nahm sich selbst das Leben indem er herabsprang. (Völlig unverständlich, diese unehrenhafte Handlung, für unsereins…)

Ich selbst war, ohne weitere Abstecher, doch mit Wilson (Verges Hund) und dem Affen bald beim Ulricstempel angelangt, wo ich erneut mit Karl und Verge zusammenfinden durfte. Wir sollten unbemerkt einen Weg auf einen Balkon finden. Als ich gerade den Wert eines Glasfensters abschätzte, schleuderte Verge einen Gegenstand durch eben dieses Werk und eröffnete uns damit einen Zugang. Aber es bedurfte schon einer akrobatischen Sonderleistung um diesen nutzen zu können. Also verhalfen wir Karl in „Müller-Müller-Sackerl“-Manier zum nötigen Schwung, die Öffnung zu erreichen. Das tat er auch und vollführte einen Salto, sowie er sich unserem Sichtfeld entzog. Ein Riegel wurde geöffnet, wir traten ein… doch ein bedrohliches Scheppern klapperte uns aus dem Inneren entgegen…
Vorcher und Verge verleihen Karl den nötigen Schwung
Während Imrak sich gerade daran versuchte den Käfig zu öffnen, bekämpften Jzat und Oberon eine kleine Gruppe Kultisten unter den Fundamenten, eines großen Gebäudes. Angeblich kämpfte Jzatkiel, auf einem Altar stehend gegen mehrere Angreifer, während Oberon auf den Anführer einschlug, der sich im Schwitzkasten Imraks befand (der sich nun aus dem Käfig befreit hatte, und sich Valaya zum Dank am selben Ort aufhielt). Auf mein Hinterfragen hin wurde mir die Stützfähigkeit der Fundamente von Jzatkiel als eher fraglich geschildert. Ich werde dem Tempel bei Zeiten an die hiesige Zwergengemeinde verweisen…

Verge und ich machten uns bereit , dem herannahenden Feind alles entgegen zu stellen, was wir zu bieten hatten. Doch ließen sich die beiden gepanzerten Ritter des Ulrictempels eher wenig von uns einschüchtern, sehr erstaunlich, für Menschen. Der erste Schlag eines der Ritter ließ Verge den Tode nahe rücken. Ein weiterer Schlag und es war fast um ihn geschehen. Ein Glück (oder eher schlechte Handwerkskunst) für ihn dass sich die Hoden einer steinernen Wolfsstatue über ihm, zur rechten Zeit lösten und den Ritter ablenkten, wodurch er nun sein Leben noch eine weile behalten darf…
Karl ließ eine Salve von Pfeilen auf die metallenen, keuchenden Gestalten regnen, während Wilson und ich ihnen die Schädel einschlugen. Grimmig gaben wir keinen Zentimeter Platz und trieben sie die Stiege hinab, ich ließ Verge seine Vergeltung an einem der Krieger, der bewusstlos ertragen musste was geschah, vornehmen. Ich möchte hier schweigen, was er tat. 

Auch Jzat, Imrak und dieser Elf stolperten uns besorgt entgegen und staunten nicht schlecht was ihr alter Dawi-Ältester im Nahkampf mit diesen Möchtegern-Axtschwingern aufgeführt hatte… (Vielleicht staunten sie aber auch mehr über Verge, der eben gerade seine Vergeltung verübte)

Wir verloren kaum Zeit, rüsteten uns, flickten uns behelfsmäßig zusammen und spurteten ins Innere des Ulric-Tempels. Wir rannten durch den halbwegs beschaulichen Saal, in dem mir auffiel, dass einige der ärmlichen, winzigen Statuen die noch kleinere Bärte trugen als ein neu geborenes Zwergenweib aus den grauen Bergen, aus kostbaren, seltenen Gesteinssorten geschlagen waren - was für eine Materialverschwendung…

Gerade hatte ich diese abscheuliche Einsicht in das Wesen der Menschen überwunden, da näherten wir uns einem Ereignis, dessen Gräuel meine Weltsicht wahrscheinlich für immer prägen werden:
Der hochrangige Ulricspriester, dessen Feindschaft uns nun schon an so Gefährliche Orte geführt hatte, dessen Intrigen die Menschen Middenheims in einen Kleinkrieg versetzte ging in einem chaotischem Ritualkreis umher, stach einen nach dem anderen, seiner treuen eidverbundenen Brüdern mit einer Klinge in den Hals und beschmutzte mit deren sprudelndem Blute …. den polierten, blauen Tonalit-Boden!

Ich konnte mich natürlich nicht zurückhalten um weitere Vergehen dieser Art zu unterbinden, rannte voraus, meine treuen Begleiter hinter mir her… das erste mal dass sie richtige Rüstung trugen: kaum schneller als ich selbst. 
Der Übeltäter vergoss immer mehr Blut, doch wurden wir gebunden: im Kampfe gegen weitere seiner Lakaien, allesamt Kriegern mit dicken Rüstungen und Bärten, also wahrscheinlich das Beste, was uns Menschen entgegenschicken konnten. Liebnitz’ Gelächter tönte schrill durch den Raum, als er sich wahnwitzig den eigenen Leib aufschlitzte.
Wir konnten gerade den letzten seiner Krieger zu Boden gehen sehen, da Formierte sich eine dunkle Eminenz inmitten des blutbefleckten Ritualkreises. Er hob das bronzene, Schädel-artefakt, das wir aus dem Tempel geborgen hatten, wappnete sich mit dem zu seinem Füßen platzierten „Rüstzeug“  und überlegte keine Sekunde: er griff uns mit erhobener Axt an!
Wir konnten uns kaum formieren, ja der Elf und der Menschenjüngling unserer Gruppe konnten sich in Angst versetzt nicht einen Zoll weit bewegen. Doch Imrak und ich bewiesen den Mut der Dawi und stellten uns dem Dämonen entgegen. Ich versuche euch das Gefühl, vielleicht ein wenig überschwenglich, mit Oberons betrunkenen Worten am Ende des Tages zu beschreiben: „Die Situation glich dem Gefühl vor einem Ozean aus Blut zu stehen, und eine chaotische dunkle Welle, schiebt sich unaufhaltsam unserem Widerstand am Strande entgegen, während unsere letzte Hoffnung gleich einer winzigen Sonne am glühenden Horizont untergeht, und unsere Existenz in ein tiefrotes Licht taucht… sich raserischer Zorn über das eigene Dasein mit jedem Herzen-Schlag in den restlichen Körper ergießt!“ - Er neigt zu übertreiben wenn er betrunken ist, dieser Elf, doch etwas wahres mag in seinen wirren Worten liegen: Unabwendbar hämmerten die Hiebe des Dämonen auf uns ein, meinen starken Schildarm zermürbend. Wir fochten weiter, ohne nur an Flucht zu denken, und gaben ihm unser Metall zu spüren. Der Kampf war ein Akt einer Gruppe, die in den letzten Wochen zu einem Kettenhemd verschmiedet worden war! (wenn auch nur menschlicher Qualität… und ein wenig ungepflegt… und löchrig… naja) 

Xathrodox: Der Dämon aus dem Schädel
Dem Tode nahe betete ich zu Grimnir um Kampfesstärke, Verge konnte sich ohnehin kaum auf den Beinen halten, Imrak widerstand noch gradeso den Axthieben und auch Jzatkiel wich bereits mit größter Not der Wut des Dämonen aus. Oberon… war wie tief verankert und weiß wie Marmor hinter uns.

Doch der Dämon tat es uns gleich und ging langsam zu Boden. Ein Pfeilschuss Karls beendete das Schnauben Liebnitz’ mit einem präzisen Kopfschuss. Wir hämmerten mit letzten Bemühungen weiter auf unseren Widersacher ein. Der Bronzeschädel, glühte auf, dampfendes Blut sprudelte aus seinen Öffnungen hervor, und der Dämon schleuderte diesen mit enormer Wucht in Richtung Karls, dessen Brust er dampfend versengte. 
Ich gab dem Dämonen den Rest indem ich meinem Hammer in seinen schimmernden, gehörnten Schädel vergrub… Wir hatten überlebt… (Wenn ich auch einen Pfeil, tief im Bein stecken hatte, dank Karl) bis auf einen, der leblos am Rande des Ritualkreises lag… Verges treuester Begleiter und bester Freund: Wilson.

Ich möchte nochmal auf den Punkt der Wertigkeit zurückkommen, ob uns nicht uralte Eide zwingen, den Hüter eines Tores zu spielen, das in ein marodes Haus führt… welches von einem zerstrittenen Klan mit kindischen, unmoralischen Personen behaust wird: Ich glaube so ist es. Doch je länger ich mich hier aufhalte umso besser sehe ich unsere Aufgabe, vor die uns Kurgan Eisenbart einst stellte. Es ist ihr unbeholfenes Versuchen. Ihr ungelenktes Wollen. Ihr inneres Ringen, welches jeden einzelnen Menschen gleich der Nation der er angehört zerreisst. Und es bedarf der lenkenden Hand einer älteren, erfahreneren und vernünftigeren Nation um ihnen in Zeiten der Krise mit Tradition und Erfahrung zu sagen, worin sie ihre Ressourcen investieren sollten um möglichst hochwertige Ergebnisse aus sich selbst herauszumeisseln. Und um schonmal schlechtes Material zu erkennen, welches abgeschlagen werden muss. Ich selbst habe dies als Aufgabe zu schätzen gelernt, und wenn ihr es auch als unrentablen Abenteuermut betrachten werdet, sehe ich mich hier auch ein wenig verantwortlich für die Menschen, meiner Umgebung, und werde ihnen in ihren kurzen Leben weiterhin helfen, und mein „Ins Laund einischaun“ noch länger fortsetzen.

Eid-gebunden bitte ich euch diesen Brief vor den Augen jedweder Menschen geheim zu halten.
Grungni halt uns Wache! - Vorcher Onkson




Sonntag, 22. Dezember 2013

Karl auf dem Dach - Speckulationen über das Finale (Episode 1)


Middenheim über der Wolkendecke

Es war längst dunkel geworden. Wir irrten durch die Straßen Middenheims. Jzadkiel immer mir nach, Imrak war wiedereinmal verloren geganen.
Wir erfragten uns den Weg bei einem Halbling, ich hatte mich ihm über Mörser, einer uralten Geheimsprache der Halblinge, zu erkennen gegeben und er ließ mich eintreten.
Er hatte eine Karte, welche er uns mitgeben konnte, dafür versprach ich ihm so viel zu Essen wie ich niemals auftreiben konnte.
Wir gingen also Zielstrebig richtung Theologikum als plötzlich Gestalten in der Dunkelheit zu erkennen waren. Stadtwachen, da war ich mir sicher.
Da unsere Ausgangsbescheinigung bei Vorcher war, würden sie uns sofort festnehmen.
Also lief ich so schnell ich konnte, doch J'Zadkiel blieb stehen, es sah aus als hätte er einen ziemlich schlimmen Krampf. Wenig später fiel ein Schuss ganz in der Nähe. Sie haben ihn erschossen!
Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. War es Trauer? Oder Freude? Ich war zu beschäftigt um darüber nachzudenken.
Karl über den Dächern Middenheims
Am Ende einer Sackgasse musste ich über eine Mauer klettern und gelangte so in einen Innenhof. Darin eine kleine Eisentür in eine weitere finstere Gasse, ein Kellerabgang und zwei Haustüren.
Im Keller konnte ich das Essen für meinen neuen Halblingsfreund besorgen, zudem fand ich ein riesiges Fass voller Most, von dem ich etwas in mein Horn füllen wollte, dabei ging einiges an meine gewänder und so überdeckte der strenge Geruch sogar den Gestank der Kanalisation.
Durch ein unverschlossenes Haus gelangte ich wieder auf die Straße und konnte einer Frau in ein Haus folgen welches mir irgendwie schon komisch vorkam. Große Tische mit vielen Stühlen.
Die Frau ließ mich durch den Hintereingang, doch ich musste nicht weit laufen bis ich die nächsten Wachen vor mir sah, ich ging also wieder in das Haus der Frau zurück und fragte sie über diese Wachen aus, die ja scheinbar aus ihrer Richtung kamen.
Sie erzählte mir, dass ein Zwerg bei ihnen war, da hörte ich ihr nicht länger zu und eilte aus dem Gebäude, das auf den zweiten Blick wie ein Gasthaus aussah.
Tatsächlich war es Vorcher. Er hatte mir eine spezielle Halblings-Kunstleiter mitgebracht.
Später erzählte er mir, dass er in der Truhe, in der eigentlich der Messingschädel eingeschlossen sein sollte, der Kopf des Leeroy jenkins lag.

Über den Dächern Middenheims

Liebnitz' Werk, meinte Onkson, jedoch glaubte man ihm nicht wirklich...

Montag, 18. November 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon 2

Die Friedhöfe Middenheims bedürfen sorgfältiger Umsorge durch den Morrstempel.

Zweiter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Dritter Werktag der Erntezeit

Erneut entschwindet sie mir, verblasst sie vor meinem inneren Auge, die rückblickend zwar auch nicht sorgenlose, doch von lediglich verglichen banalen Lappalien geprägte Erinnerung, ferner, trüber Studientage. Wie fremd erscheint mir mittlerweile die bloße Berührung dieser meiner abgeknickten Federkiele. Die Finger zerschlissen, Dreck unter den Nägeln, nach Tod und Abfall riechend, runzelige Falten die sich über die Handflächen ziehen - wie einst nur nach ausgiebigem Baden, dieser Tage durch andauernde durchdringende Nässe mein ständiger Begleiter. Und dieses Zittern, dieses ständige nervöse Zucken, immer wach immer nervös, als würde ja auch nur die geringste Bedrohung beim Schreiben bestehen, lediglich einige kaum erwähnenswerte längst verheilte Wunden tragen diese Finger von scharfem Papier und spitzen Federkieltrimmern, doch nicht Schmerz lässt sie zucken, sondern Erinnerung. So viele verstörende Ereignisse und Erlebnisse die zu Papier gebracht werden wollen, jeden Tag, da nun jeder der letzte sein könnte, und so wenig Zeit zwischendurch für diese spärlichen Notizen bleibt, das niederschreiben löst mir die Furcht und die Verstörung von der Seele, das rede ich mir zumindest ein. Fragt sich ob die alten Lehrmeister zuhause mit ihrer "Göttlichen Harmonie und steten Gelassenheit" in solch einer Welt besonders weit gekommen wären… Unruhe, Schlaflosigkeit und sich anbahnender Wahnsinn sind ständiger Begleiter solch finsterer Zeiten und oft unvermeidbarer Grausamkeiten. "Die Feder ist Mächtiger als das Schwert" sagen die Berufs-Schreiber der Menschen, sie haben vermutlich noch nie einen der fahrenden Schwertmeister aus der alten Heimat gesehen der eine vorbeizischende Schwalbe in eine ganze Wolke hilflos zu Boden segelnder Federn verwandelt. Doch genug der Schwelgereien, die Zeit der Hohen-Roller die sich nie der Nähe der Gefahr aussetzen ist vorbei, ich gehöre nun auch zu den Tiefe-Roller Schwalben.

Laienpriester Constantin
Tatsächlich machte es erst kürzlich den Eindruck mit diesem Los nicht einmal der einzige meiner Art zu sein, so traf ich doch tatsächlich nach trotz betrüblichem Verunglücken kurzzeitigen Weggefährtens und wiederaufgenommenen Nachforschungen im Medizinerkongress, auf dem Weg zurück zum Morrstempel, freundlich geleitet von, nun, sagen wir nicht eben übereifrigen Stadtwachen, doch aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz einen Artverwandten. Ich sage verwandt, wohlweißlich mich nicht voreilig in direkte Relation zu sich eventuell doch als nicht nur im Verhalten, denn auch in Abstammung und Kultur als befremdlich und mir nicht vertraut erweisenden Erscheinung eines, ich drücke es mit der kurzsichtig über-simplifizierenden Art der Menschen und Zwerge aus: Elfen. Ob er dem ominösen Loren oder dem vergessen geglaubten Drakenwald Kolonien abstammt, in einer der imperialen Städte oder gar von noch ferner geboren ist, ist mir ein Rätsel, fest steht er kommt nicht aus Marienburg. Sein Name ist mir derzeit entfallen, angesichts seines bescheidenen Heldenmuts bei einer Konfrontation von unbekannten Kriminellen und Stadtwachen, dem wieder begegneten Laienpriester Morrs Constantin und meinerseits wird die Geschichtsschreibung es mir verzeihen, denn derjenigen die sich 'nicht einmischen' und von fragwürdig übertriebener Schleierhaftigkeit der eigenen Person und Berufung begleitete Rituale auf Friedhöfen oder bewachsenen Straßenmauern dem Beistand ihrer Begleiter vorziehen, wird man sich kaum bemühen müssen zu erinnern.

Sonntag, 3. November 2013

1. Schlachtbericht, Bürgerkrieg im Kleinformat?

Vom Schreiber Wieland protokolliert:

Sigmarpriester Eckhart hat nach dem Getümmel vor dem Shallya-Tempel mit dem Verantwortlichen, seines Zeichens ein Captain, das Handgemenge rekonstruiert. In diesem Schreiben möchte ich Sinngemäß alles fürs Protokoll relevante festhalten:

Im Verlauf des Gespräches behauptete der Captain, namens Shysariels oder so ähnlich (er meinte man schreibt es so wie man es spricht, aber ich habe ihn nicht genau verstanden, da er einen seltsamen mir unbekannten ausländischen Dialekt hatte), dass er von Anfang an daran glaubte, dass wir es schaffen würden den Shallya-Tempel zu halten… wahrscheinlich ist es seiner Entschlossenheit zu verdanken, dass wir nicht überrannt wurden….


Die Kampfvorbereitungen waren genauso schlicht wie auch genial, jeder der eine Waffe halten konnte - nach vorne, der Rest verschanzte sich mit einem Bogen und einer Hand voll Pfeilen hinter einer Barrikade….


Sigmarpriester Eckhart
Die Kräftigeren Burschen stellte er direkt vor den Tempel und er selbst wie auch seine kampferprobten, tüchtigen Mitstreiter, darunter ein Halblings-Meisterschütze und zwei ehrenhafte Zwerge (wobei sich der eine in eine Art abschreckenden Kampfesrausch zu versetzen schien) positionierte er in den vorderen Reihen.


Der ältere Zwerg übernahm dann das Kommando über die später eintreffenden Stadtwachen, und ich persönlich hatte das Privileg neben dem Captain persönlich zu stehen und seine Befehle so gut ich konnte an die Männer weiterzugeben…. wie gesagt nur leider war ich mit seinem Dialekt nicht so vertraut und so kam es zu den einen oder anderen Missverständnissen…

Die Motivation unserer Leute war zum davonlaufen als wir uns gegenüber einer riesigen, perfekt formatierten Schlachtlinie vorfanden, in dessen Kern ein halbes Dutzend der bestausgebildetsten Einheit der Stadt, nämlich der Teutogengarde wütete.

Der Captain meinte, dass ihm spätestens zu diesem Zeitpunkt klar wurde, dass unsere schweren Jungs nach vorne und die Teutogen ausschalten mussten.


Zwar hatten unsere Jungs große Waffen und auch zum Teil gute Rüstungen, doch an Kampferfahrung mangelte es in unseren Reihen bei nahezu jedem!


Den genauen Schlachtverlauf habe ich nicht mehr im Kopf, es ging alles so schnell…. ich weiß nur noch, dass wir tapfer durchgehalten haben und uns nicht unterkriegen lassen haben!

Bestimmt würde der Captain bestätigen, dass unsere Einheit von Helebardisten die Mutigste und Kampfrelevanteste der Schlacht gewesen sind und, dass es nur angemessen wäre, würde ich nach einer Beförderung fragen!

Aber bescheiden wie mich der Sigmarorden gelehrt hat, werde ich mich wohl künftig mehr dem Schreiben von Schlachtberichten widmen, als an vorderster Front teil zu haben, ganz dem Vorbild meines Meisters Eckhard, der mit wichtigeren Dingen zu tun hatte, nämlich der Rekrutierung tüchtiger Soldaten für den Notfall, falls die Kompetenzen unseres Captains, der sich nur durch einen glücklichen Zufall in der Nähe befand, nicht ausgereicht hätten.

Middenheim

Was vielleicht noch erwähnenswert ist: Er hat nicht einmal nach einer Bezahlung gefragt, wie es sonst so üblich ist…. normalerweise verlangt ein ausgebildeter Heerführer mehr als die Schlacht überhaupt einbringt und muss erst runtergehandelt werden auf einen vernünftigen Sold….. dieser aber scheint kein Interesse an Gold gehabt zu haben…. vielleicht weil er auch den Idealen von Sigmar folgt? oder war es ihm ein besonderes anliegen den Shallya-Tempel zu verteidigen?
Hmmm…. dieses kleine Detail muss auf jeden Fall noch geklärt werden.

Wer weiß, vielleicht wird ja darüber einmal etwas im C-Faktor stehen…

Samstag, 26. Oktober 2013

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Einzelquest Oberon

Die anatomischen Studien Lütterfelds,
zu jener Kreatur,
die am Ende des Abenteuers
auf den Dächern der Stadt gestellt wurde.

Erster Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Zweiter Feiertag der Erntezeit

Irreführend für wahr. Noch kaum ein Menschenalter beschreibt meine junge Jahreszahl und der weil bin ich weit von angestrebtem Erfahrungsschatz und vielseitiger Gelehrsamkeit der Älteren, doch schon muss ich mich nicht länger weltfremd, komfortverwöhnt und faul schimpfen lassen wie schon zu oft bisher von den Brüdern der Marienburger Elfen Enklave, nicht länger, oh nein.
Mit nicht zu geringer Verstörung an Geist und zittrig kritzelnden Fingern wage ich zu berichten, dem Tode so nah wie noch nie gekommen zu sein – nicht dem meinen, er ist ringsum, dieser Tage allgegenwärtig in diesem kalten Imperium der Menschen. 

Schmachvoll muss ich gestehen viel zu wenig über ihre Götter und Kulte zu wissen, jene spärlichen Reisenotizen der viel gereisten Älteren, kurz überflogen in jugendlichem Studium, gewiss sie sind dem Geist schon lang entschwunden.
Tag um, wundere ich mich über ihren körperlichem Aufbau, ihre grobe doch nicht minder gebrechliche Anatomie, und obschon in nie gekanntem Maße der Gewalt, Erniedrigung und Verfolgung sie gegenüber Andersartigen verfallen sind, so achtlos zerreißen sie auch Gleichartige auf die Minute in den Gassen, Plätzen und Tempeln ringsum. 

Wie erwähnt scheint Tod mein ständiger Begleiter und so hat ihr Gott des Todes es mir angetan. Anders als ihre scheinbar konkurrierenden und meiner aussenstehenden Auffassung nach in Erscheinung und Manier nicht unähnlichen Götter Sigmar und Ulric, beides hünenhafte haarige Kriegerpatronen und Sinnbild menschlicher Grobschlächtig- und Engstirnigkeit deren Anbetung sich gegenseitig zwar nicht auszuschließen, ein offenes Bekenntnis zu gleich welchem dieser Tage offenbar jedoch schnell von fatalen folgen begleitet sein kann, scheint er ein vielschichtiger und allseits Achtung findender. Nein, der Menschen Gott der Schattenwelt, Morr nennen sie ihn, ist ein mir noch unbegründeter, dem Blutbefleckten nicht unähnlicher – trotz einiger in religiösen Fußnoten beiläufiger Seitenhiebe die Khaine als seinen jüngeren Bruder und Todfeind bezeichnen – der gleichzeitig jedoch auch männliches Äquivalent zu Morai-Heg der alten Herrin der Träume und Raben zu sein scheint, jedoch erwähnenswerter Weise auch noch Feind allen Untods ist, und göttlicher Repräsentant oder auch Gemahl (?) des Unheilvollen Grünen Monds des Chaos, den sie hier Morrsleib nennen. 
Hier bemerke ich die unserem Verständnis der Unterwelt erneut abweichende Auffassung der Menschen die Herrschaft des Schattenreichs nicht Ereth Khial und den Cytharai die die Seelen der Elfen nach dem Tod fangen und als Geister freisetzen können, was unsereins nur natürlich und selbstverständlich erscheint, nein die Menschen wollen nach ihrem Dahinscheiden mit einer bestimmten Art lokal wechselnden Art Ritus bestattet werden – in dieser Bergregion Middenheims sind Seebestattungen und Einäscherungen nahe liegender Weise nicht an Häufigkeit vergleichbar mit einbalsamierter Beerdigung – und lassen ihre grotesk riesigen und überfüllten Grabfelder beziehungsweise auf meiner Exkursion mit einem ihrer Priester bemerkten Haus eignen streng versiegelten privat Gruften dann von eben jenen Morrspriestern in Stand halten und vor allem gegen nekromantische Missbräuche schützen… 
Das menschliche Verhältnis zur Bindung der Geister der Toten in verwesende Körper ist mir zwar weder unbekannt noch erspart geblieben, selbst ihren Fehlgeborenen und übrigen unbemerkt respektlos in die Gosse entsorgten Leichen bleibt derlei nicht erspart, die Erinnerung an jene Erlebnisse verflüchtigt sich bereits in gnädige Vergessenheit, doch bleibt mir ihr starkes Interesse an Erwähnter ein beständiges Rätsel, das sich nur durch ihre begrenzte Lebensdauer und Todes- oder vielmehr unerwünschter Wiederkehr-Furcht erklären lässt… zu wenige Gedanken verschwenden sie daran dass die eigentliche Bedrohung ihrer unsterblichen Seelen von den großen Anderen, alles konsumierenden Mächten des Chaos ausgeht…

Oberons vergeblicher Versuch zur Heilung
Wie dem auch sei, mein eigentliches Abenteuer begann mit dem einstweiligen Abschied meiner wankelmütigen Gefährten und dem Abliefern entwendeter Grabbeigaben an zuständigem Totenkult-Tempel, was uns nicht nur weitere Komplikationen mit Behörden und religiösen Instanzen ersparen sollte, mir gleichwohl auch Gelegenheit gab mein begrenztes Wissen menschlicher Anatomie wie auch Religion einer Belehrung zu unterziehen. Sachgemäß unterhielt ich mich mit zuständigem Schriftführer innerhalb des Tempels und vergriff mich rückblickend nicht auffallend öfter in Ton oder Respekterweisung als sonst im Umgang mit menschlichen Autoritäten, insofern der maskierte Schriftführer sich doch als höherer Priester herausstellte. 
Vorschläge meinerseits mich gleich als Außendienstmitarbeiter einzustellen wurden trotz versicherter Felderfahrung und Untod-Bekämpfungs-Versiertheit, zugegeben bestehend aus gerade mal den letzten beiden Tagen, wenig überraschend abgewimmelt – den Versuch war es wert – und eine Aushilfs-Schreiber Position die dank jetzigem Wissensstand vermutlich mehr meinen Fähigkeiten entspricht war nach üblicher Unterschriften-Prozedur – ich sollte sie bei Zeiten überdenken, da sie selten bis nie als humoristisch erkannt wird – die einzige Möglichkeit mich in den Tempeldienst zu stellen und so mehr über den Kult zu erfahren.

Nach erwähnten Privatgruft-Instandhaltungs-Rieten in Begleitung eines Jungen Priesters und gelangweilten Sargzimmerers waren nicht Untote wie zu erwarten gewesen wäre, sondern religiöse Fanatiker des Ulric es, die uns bei einem kleineren Morrsgarten Komplikationen bereiteten als wir einen Sigmar Priester zur Bergung eines seltsamen kleinen Objekts unbefugter und -nachvollziehbarer Herkunft im inneren einer Gruft konsultierten. Ein abermals verqueres Unterfangen, bei dem ich durch mehr Glück als Können im Stande war zwei Angreifer fatal zu verwunden während die übrigen, Stadtwachen, Sargbauer, junger Morrspriester und Totengräber den wie erwähnt nich minder brutalem Gott dienenden, kampfeswütigen Priester zurückzuhalten und in den Leichenkarren verladen konnten und wir im letzten Moment die Flucht ergriffen, die einer der Stadtwachen mit seinem Leben erkaufte. 

Der Herkunft des mysteriösen vermeintlich okkulten Objekts das wir aufgrund undefinierbarer ins innere der Gruft reichender Größe nicht bergen konnten auf den Grund gehend, machten der Morrspriester, der Sargbauer und ich uns danach daran den letzten bekannten Familienangehörigen des in der Gruft zuletzt Bestatteten zu finden, wurden Zeuge eines obskuren Flagellanten-(die Bedeutung und religiöse Zugehörigkeit dieses Begriffs muss sich mir erst noch erschließen, bis auf weiteres schreibe ich sie Sigmar zu) Umzugs und fanden uns wieder in einem von einem weiblichen Morrsritter bewachten Medizinischen Fakultäts Gebäude, genauer dem Vorführsaal einer Obduktion zu anatomischen Lehrzwecken. 
Ich kann nur die Verwirrung vorgehender Ereignisse für meinen Aussetzer beim Platzen in die vielbesuchte Vorlesung verantwortlich machen, gleichwohl dass ich erst im letzten Moment bemerkte wie interessant die Leichenöffnung vor Publikum doch gewesen wäre und was ich dafür gegeben hätte selbst in den Reihen der Medizin Studenten gesessen haben zu können, doch nun da ich mich neben dem Priester, dem Sargbauer und der Morrsritterin auf von letzterer erläuterter Leichendieb-Jagd in den Vortrag platzend zum Gespött machen durfte, ist es mir bis auf weiteres kein Anliegen mehr auf dem direkten Weg des Universitätsstudiums die Heilkunst zu erlernen, vielleicht werden sich improvisierte Feldverarztung nach Anleitung und Leichen Preparation, oder was sonst zum Totenpriester Handwerk gehört als weniger demütigende Lehrmeister erweisen…

In all der Aufregung jedoch versäumten wir es den von der Ritterin angesprochenen Leichenkeller im Auge zu behalten und in selbem Moment ward auch schon ein kalter, vom Morrstempel zur wissenschaftlichen Obduktion freigegebenen Körper entwendet, der Dieb zu Fuß auf der Flucht. Da das eigentlich Ziel unseres Besuches ein Abpassen des Angehörigen, Dr "Reft" oder dergleichen, war, hielt ich es für sinnvoller vor Ort auf diesen zu warten, meine beiden Begleiter verfolgten indes den Dieb durch die Gassen und was folgt kann ich nur aus den Spuren und den Erzählungen des jungen Priesters nachvollziehen: Die Verfolgung führte über die Simse und Dächer der Stadt, und Sargzimmerer sind nicht für derartige Eskapaden ausgebildet, der Abenteuerlustige fand folglich ein schmerzhaftes Ende auf dem harten Pflasterstein Boden der Gassen Middenheims. Gerade noch fähig sein Bewusstsein wiederherzustellen und kurz aufrecht zu erhalten waren seine letzen Worte mehr unschlüssig denn alles andere, ließen aber eine klare Erkenntnis seinerseits zu: der Dieb war ein Ghoul. Bemitleidenswerter Sarbzimmerer, möge seine Seele Frieden finden, die genaueren Gebetsfloskeln werde ich mir noch genauer zu Gemüte führen müssen.
Ich bin gespannt was meine Gefährten derweil in dem Tumult dieses Tages erlebten und was es mit dieser religiösen Unruhe auf sich hat, und was der Dienst am Tempel des Morr für meine Zukunft im Reich der Menschen bereithält, es bleibt abzuwarten.

Eintrag Ende