Mittwoch, 15. März 2023

La notte delle streghe - Himmelspfeiler Präludium

Die Reisegruppe nähert sich einer Lichtung im Wald, es ist Hexennacht

 - Vino -

Vorsichtig rieb sich Elvino über die immer noch nicht verheilte Narbe in seinem Gesicht.Seine aufgerissene linke Wange juckte, auch empfand er bei Kälte immer ein unangenehmes Ziehen in dem Bereich. Seine Gedanken waren unstet dieser Tage, ihm kam der antike Schlüssel mit dem Gladiatorenkopf in den Sinn, welcher ihn hoffentlich zu ungeahnten Reichtümern verhelfen würde. Aber man konnte hier niemandem vertrauen, es blieb keine Zeit vor der Abreise in dem Ballon an dem kürzlich entdeckten Ort Grabungen zu beginnen und man musste gut überlegen, welche Arbeiter man für diese Tätigkeiten heranzog. 

Montag, 20. Februar 2023

Feierliche Schnitzeljagd und Umtrunk im Kellertheater

 

Nach ihren abgeschlossenen Abenteuern im Auftrag Botschafter Oldenhallers, der Aufklärung der Mordfälle durch die Bestie Altdorfs und die Infiltration der Reikerbahner Adelskonferenz, trafen sich die Abenteurer, teils erstmalig, fast alle gemeinsam im Kellertheater. Was als angeheiterter Festtag und vorsichtiges Kennenlernen mit Horoskopen, Wettbewerben und Geldwetten begann und über waghalsige und investigative Artefaktjagd, quer über die vielen versteckten Hinweise im Kellertheater eskalierte, kulminierte schließlich in einer halb bewusstlos gesoffenen, kostümierten und mit den Grabbeigaben eines antiken Gladiator ausgerüsteten, improvisierten Hochzeit. Was vor dem Gesetz und der Priesterschaft vielleicht keine Wertigkeit hat, bleibt doch stets einer der schönsten Tage im Leben der Abenteurer, Detektive, Söldner und Ganoven, wenngleich auch jedem andere Details in Erinnerung blieben...

Sonntag, 19. Februar 2023

Die Bestie von Altdorf - Finale

Elsie Stadler - Ihr Schicksal in den Händen der Ermittler

Samtweich und zart streichen die Stunden der Nacht dahin. Zu weich, zu zart, können sie doch nicht zudecken was den dürren Mann auf seiner Pritsche daran hindert sich in Morrs Umarmung zu flüchten. Die Erinnerungen an die letzten Tage sind in seinen jeden Gedanken gesickert und dort nun verkleben sie die metaphysischen Gehirnwindungen wie geronnenes, klebriges Blut. Genauso wie das Blut noch immer in den Furchen seiner Hände zu kleben scheint. So viel anderes Blut schon ist seitdem nun über sie geflossen wenn er seinem Fleischer Ugadai bei den Schlachtungen in den Metzgerhallen zur Hand ging. Doch auch im heiligen Ritus der Oger gewaschen, scheint es ihm als würde es beständig an den Fingern, den Handflächen, unter den Nägeln, unter der Haut kleben. Nicht Tierblut, das Blut von Menschen klebt nun an ihnen. Nicht das Blut von Unschuldigen, nein fürwahr nicht, und trotzdem liegt er nun mit schlaflos geöffneten Augen hier. Den Blick stets an das Ende der Pritsche geheftet, dort wo im fahlen Licht der Monde die Maske liegt. Höhnisch scheint sie ihn anzublicken, als würde sie ihn auffordern das anzuerkennen, was sie in ihrer Totenkopfform zu repräsentieren scheint. Und erneut schwappen die Erinnerungen über den Geiste des wie ein Häufchen Elend auf der Pritsche zusammengekrümmten Mannes…

Freitag, 17. Februar 2023

Fulminant abgeseiltes Finale auf der Reikerbahn (Teil 4)

Die Himmelskuppel über der Reikerbahn bricht

Bericht Oberons aus dem Haus der Bal Drian über die finalen Geschehnisse auf der Reikerbahn. 

So fanden wir uns also wieder, inmitten einer angeheizten Debatte mehrerer Imperialer Adeliger und Geistlicher, ihren weißen Kutten und den Ketten nach zu urteitlen. Aus anderen Gesprächen hatten wir zuvor bereits Andeutungen eines Bürgeraufstandes gegen den Adel in einem anderen, nördlichen Altdorfer Viertel gehört, hier ging es scheinbar um die daraus resultierende Skepsis der Loyalität und Inbrünstigkeit des einfachen Mannes und in welchem Wert diese zu jener der sozialen Elite anzusehen sei. Die anwesenden Weißen Roben Träger waren die Söhne Sigmars im Gefolge Vater Gerhard Gramlichs, erfuhren wir, verantwortlich für die Zerschlagung der Aufstände. Die anstehende Parade des Erztheogonisten hätte also auf der Promenade, so nannten sie die neue, verkehrstauglich breite Straße in der Zerstörung des Cursus, wegen der Krawalle, keinen Platz.

Dienstag, 31. Januar 2023

Eine Serie unvorteilhafter, mysteriöser Zufälle (Reikerbahn Teil 3)



Bericht Oberons aus dem Haus der Bal Drian über die Geschehnisse auf der Reikerbahn.

Der Traum

Rot - Blau - Grün, wie Lustrische Paradiesvögel um einen Obstbaum in den Orangerien meiner Sippe in Marienburg kreisen sie, die drei Gestallten, in einem Meer aus Leere, um das golden leuchtende Gestirn eines ziselierten Altars, kommen ihm mit jeder Umdrehung näher, näher, näher...
So oder ähnlich verschwomm bereits vor meinen, Migräne getrübten Augen, eine geträumte Vision, als sich mein müder Leib, in dem wohltuend warmen Zuber der Baderanlage wieder fand.
Syfryd und Karl hatten mich hier abgeliefert, selbst gerade daran geflickt zu werden, und ebenso meine schmerzlich errungene Neutralseifen Lauge hatte scheinbar ihr Ziel gefunden.


Die Laufburschen und der Rattenkönig (Reikerbahn Teil 2)


Gicki Ricki - das normalste Hendl der Welt

Bericht Oberons aus dem Haus der Bal Drian über die Geschehnisse auf der Reikerbahn.


Wie sehr erfüllte mich doch diese Arbeit mit süßer Schwermut. Die klirrend kalte Luft die um uns den Schnee durch die offenen Tore der Bader Werkstatt auf der Reikerbahn kehrte, lies mir einmal mehr kribbelnde Gänsehaut über den Rücken streifen. Ich zog die Hände aus dem warmen Badewasser in dem ich gerade die Vorzüge meiner Arbeit hier genoss, wischte den Schaum an meiner Schürze ab und genoss für einen schwelgerischen Augenblick die beruflich adequate Langeweile und willkommene Ereignislosigkeit. Ich wusste schon, jene Momente würden nicht von Dauer sein, und würde ich sie zu lange vollrichten, sollte mich Wanderlust und Ehrgeiz nach Schicksalhaften Taten wieder fort treiben, von simplem Tagesgeschäft.

Donnerstag, 22. Dezember 2022

Oldenhaller Vertrag - Corsa veloce - Fuga dai topi

Oldenhaller Oldenhaller
Der Botschafter Oldenhaller

"... Daher muss ich euch bitten, absolute Verschwiegenheit über alles zu garantieren, was wir hier bereden werden." - Botschafter Oldenhaller

Kleine Dampfwölkchen welche der schnell gehende Atem von Konrad hervorrief, vergingen in der Schwärze der Zuflucht, so nannte man den abgetrennten Bereich des Handelsviertels in dem sich die weniger gesetzestreuen Bürger gerne tummelten. Elvino war noch bei den Valantinas zurückgeblieben, der Schmerz über den Verlust ihres Anführers Emilio gepaart mit dem Exodus welchen das Volk gerade durchmachte hatten ihn zum Verweilen bewogen. Vielleicht war es auch die hübsche trauernde Tochter gewesen?

Außerdem war die Aufgabe einer ungesehenen Verfolgung doch wie gemacht für einen Einzeltäter wie Konny, so sein derzeitiger Alias, ein cholerischer Tileaner würde da nur stören. Nicki oder Niklos müsste gleich aufschließen, er verharrte kurz, zupfte seine Kleidung zurecht und folgte dann weiter der Blutspur, welche die Mörder Emilios hinterlassen hatten. Es blieb keine Zeit, um auf Niklos zu warten. Der müsste selbst aufschließen, die Zuflucht oder mehr die Kanalisation darunter war so weitläufig, Konrad würde den vermeintlichen Meuchler niemals einholen, wenn er sich nicht eilte. Schnellen und doch erstaunlich leisen Schrittes kam er an eine Weggabelung.

Konrad, der Dieb, in den tiefen Gängen der Zuflucht

Samstag, 3. Dezember 2022

Die Rote Kutsche zur Reikerbahn



Bericht Oberons aus dem Haus der Bal Drian über die Geschehnisse auf der Reikerbahn.

Und so finden sich meine kurzlebigen und -sichtigen Gefährten und ich schließlich wieder, in der Reikerbahn, der prominentesten Straße des Unterstegs, inmitten der schwer bewachten "Quarantäne Zone" am großen Inspetionstag. Sämtliche dieser Begriffe mögen mehr als vage Umschreibungen, Codes oder Decknamen interpretiert werden, da lange kursierende Brüte Seuche gegen die es Sinn gemacht hätte eine Art Quarantäne zu verlautbaren längst vergessen schien, besagter "Tag" vielmehr eine halbe Woche und so genannte Inspektion ebenfalls mehr als Politischer Kongress beziehungsweise Theater Festspiel Extravaganza zu verstehen ist.

Die Reikerbahn, vor dem Effekt des Schleiers
Noch bevor wir jedoch auch nur das geringste davon wussten, wohin uns dieser ominöse Rote Brief noch führen sollte, fanden wir uns Tags zuvor in Christians Büro wieder. 

Mich nicht weiter für seine offenkundig anbahnenden Verschwörungsgeschäfte interessierend, nachdem mir seinerseits der aus reiner Höflichkeit und Respekt nicht schon längst absorbierte Inhalt des roten Schreibens, nach Aushändigung vorenthalten wurde, beschloss ich eigenen Interessen nachzugehen. 

Mittwoch, 23. November 2022

Die Bestie von Altdorf - Teil 2

Pray Warhammer
Gebete des Hantsch

Morr, gnädig schließt Ihr uns in Eure Arme, wie im Schlafe so im Tod.

Für die gute Helena, zu jung zu unrecht und brutal aus dem Leben gerissen möchte ich zu Euch beten: Auf dass sie in Euren Armen Trost und Ruhe finde.

Versichern will ich ihr, dass was sie Zeit ihres Lebens als unvollendet sah nicht unvollendet belassen wird.

Versichern will ich ihr die fortwährende mütterliche Liebe der guten Minta, die sie nur zu gern nochmals in ihren Armen halten würde.

Versichern will ich ihr die freundschaftliche Liebe der guten Elsi, das bewahrend was den Tod überdauert.

Und versichern will ich ihr unsere Entschlossenheit, dieser unsäglichen Bestie der sie zum Opfer fiel ein Ende zu bereiten, auf dass kein weiteres unschuldiges Blut vergossen wird.

Dienstag, 25. Oktober 2022

Die Bestie von Altdorf - Teil 1

Die Straßen der Hauptstadt wirken unsicherer denn je. Die "Bestie von Altdorf" treibt ihr Unwesen.

In der Küche zur explodierten Sau, ein sehr geheimes und ernstes Gespräch zwischen Thorba, Hantsch, Jorge und unbeteiligten Köchen (UK).

T: Ok, wenn ma des etzt wirklich machan, was wiss ma denn etzt drübat?

H: Jetz warte doch kurz, werte Thorba, ich hole noch die Hähnchenhäute!

T, Hantsch nachrufend: Aba loss mi Weihwassa jo in Ruha!

H: Gegen Erkältung hätte ich ohnehin am ehesten das Weihwasser der Shallya genommen,.. Ach wenn ich es doch nur gekauft hätte…. (geht Hühnchenhäute holen)

T: I hol mol a Bier, des scheint länger zum dauan. Jorge, willsch o oans?

J: Ja bitte, bring mir auch eins mit! (schielt auf die Kochtöpfe)

J: Kocht ihr auch Babyforellen?

UK 1: Wie bitte?

J: Na so kleine Forellen! Sind sehr lecker, extrem ausgewogener Geschmack!

UK 1: Hilde, kennst du das wovon der da schwafelt?

UK 2: Na, nie gehört, muss was aus Bretonia sein.

Myrmidias weisendes Licht bringt die Charaktere zurück auf ihre Route.

Sonntag, 25. September 2022

Bettgeflüster


Karl "spezlt" mit Ludwig, Fillingers Villa mit brennendem Geräteschuppen, Karl schleicht vor als Syfryd & Oberon
den Wachen niederspritzen, die drei Kampfkröten entfliehen, Ricky schläft derweil friedlich im Bett


Mit zitternden Knien und keuchendem Atem liegen Karl, Oberon, Syfryd und deren Kreaturen zitternd und von existenziellem Terror getrieben unter den Bettdecken ihrer Unterkunft nebst dem Kellertheater und ihren neuen verschwitzten Gesichtsmasken vergraben, wagen nur zaghaft Blicke darunter hervor und unterhalten sich flüsternd:

Syfryds ominöse Betäubungsspritze
Karl: "Habts ihr des Viech da draußen gsehn?!"

Oberon: "Was war das nur für eine Kreatur?!"

Syfryd: "Was... was war das für ein Tag?"

K: "Und der der riesige Scheißhaufen der daneben gelgen is!"

O: "Darauf habt Ihr geachtet?! Mir ist nur diese riesige gefiederte Bestie aufgefallen!"

S: "Es muss sich um einen Greifen handeln!"

Montag, 19. September 2022

Ein Gauner Duo wider Willen

Nur eine halbe Tagesreise vor Altdorf treffen sich Niklos und Konrad an den Docks der Hafenstadt

 Niklos Pfeifer:

Gestatten meine Halunken und Giftmischerinnen! Niklos Pfeifer ist mein Name. Ich komme aus einer kleinen Siedlung aus dem Hochland. Verdrossen von der provinziellen Einöde, machte ich mich auf in die Hauptstadt unseres Reiches. Mein Ziel fragt Ihr? Nach jahrelangem Dasein als Geselle des Kampfkunstlehrers „Siegfried der Weiße“ und nach dessen Tod, begriff ich, dass ich meine eigenen Abenteuer erleben muss. Das Feuer in mir loderte so heiß, durch die Geschichten der Kaufleute aus Altdorf, dass ich mich entschloss mein Glück in der Hauptstadt des Reiches zu probieren. Mit nur eine Handvoll Messinggroschen, machte ich mich auf den Weg zu meinem Abenteuer ...

Memento Poenitentiam

Jorge Nacht - der neue Gefährte der Gruppe,
noch in der Kluft seiner Askese, wie es ihm im Middengebirge gute Dienste leistete

 Geheiligt seid Ihr, oh Shallya voll der Gnaden, denn Euer Segen ist es der den Schmerz der Welt lindert.

Gehuldigt werde Euch, oh Morr, denn in Euren Armen wiegt und behütet Ihr die Träumenden und die Toten.

Eine gar merkwürdige Versammlung beobachtete Thorba im Morrsgarten

Gepriesen seid Ihr, oh Verena die uns Sündern dem gerechten Schicksal zuführt.

Euch, oh Shallya, flehe ich an, die Tränen und das Leid der zu jung in Trauer gestürzten Elspeth zu lindern.

Oh Morr, erbarmt Euch ihres gemeuchelten Versprochenen Augustin der uns zu seiner von Gram gezeichneten Elspeth leitete.

Gerechtigkeit möge Augustin zur Ruhe helfen; Oh Verena, leitet mich an, dessen Genüge zu tun.

Sonntag, 14. August 2022

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Oberon 7

Bericht Oberons aus dem Haus der Bal Drian über die Expedition in die Tiefen der verschollenen Forschungsanlage Alaric Wirrkopfs genannt Bairinti Vault.





Abermals darf ich euch schildern, Edler Herr Marssian, von jenen Erlebnissen und Erfahrungen die uns in vergangenen Tagen zuteil wurden, und schicksalhaften Ereignissen, die wir unvorsehens in Gang gesetzt.

Wie ein Kind stehe ich vor euch in Scham und Ehrfurcht vor meinen Taten, wie ein Junge der mit seinen kindlichen Freunden beim herumtollen in den Straßen eine Vase von fremder Fensterbank stieß, dabei unschätzbar wertvolle Pflanzen zerstörte und widerliche Insekten in die Welt entließ. Doch auch in den Scherben mit seinen Spielgefährten ein unsagbar kostbares Juwel fand. 

Ich hoffe mir wird jugendliche Unbedarftheit eines Tages verziehen, doch noch mehr hält mich die Angst wach, welche Konflikte noch jenes Juwel loszulösen vermag, durch seine unkontrollierte Macht in falschen Händen oder durch Gier in anderen losgestoßen...

Freitag, 5. August 2022

Nuovo distretto, vecchi problemi

Die Dächer Altdorfs laden immer wieder zu nächtlichen Verfolgungsjagden ein.

Mit wackeligen Beinen verließ er die aufgelegte Planke, die die Fähre mit dem Quai verband welcher am nördlichen Ufer des Talabecs angelegt war. Auf den ersten Blick erkannte Elvino, oder wie er sich nunmehr zu Tarnzwecken nannte “Silvano Materrazzi”, dass dieses Viertel weitaus wohlhabender, sicherer und merkantiler war als der dreckige Untersteg.

Tiefe Atemzüge nahm der Jüngling mit dem zerschlissenen Gesicht und ebenso abgenutzt wirkender Kleidung. Es war das Beste, das Christian entbehren konnte, der Tileaner hoffte nur, dass es nicht von Micki getragen worden war, der hatte so eine unangenehm süßliche Art. Ein typischer Fenchel wie man solche Personen im Süden nannte. Der einzige Trost für Vino war, dass Konrad vulgo Kevin Stümper neben ihm und dessen neu gewonnener Freund Nicklos der sich aber zur Tarnung Nick der Waise nannte.

Besonders kreativ waren diese imperialen Halbganoven nicht mit ihren Tarnidentitäten, aber dazu braucht man wohl die Fähigkeit Leute nachzuahmen, man möchte meinen eine ander Persönlichkeit zu mimen, die diesen beiden fehlte.

Donnerstag, 4. August 2022

Erster Brief, in Stierfähre den Flammen eines Lagerfeuers übergeben

Im sylvanischen "Hungerwald" treffen Thorba, Syfryd und Hantsch auf den pelzigen Feind

Zeavas Bragir und Vatschir,

i sitz grad in na astaunlich langwiligen Gruft und halt Wache. Hob ma denkt i kann dZit gnausoguat nutza zum euch schriba. 

Im ersta Sumpfkaff nochdeam ma uns trennt hom hob i drei Lüt troffa di in di gliche Richtung wie i wolltn, und hob ma denkt do schliaß i mi a, zäm isch as jo doch sichara als aloanig! Zwerg, hob i mi täuscht! Di ziehn es Unglück a wie dScheiße Fliaga! Und was nit zu eana kummt, do stürzen se selba ine! I sägs euch, mi wundats echt, das as di no nit putzt hot!

Najo, aba etz mol alles da Reihe noch. Uf jedn Fall warn des an Ritter, und zwo Helfa vo eam, also nit angsehne Helfer, sondan einfach zwo Mä di mit eam unterwegs sind, und irgendwie in sinem Auftrag dabei sind oda so was. Sie warn uf da Suche noch sinem Knappn. Mia hom den o glei n Knappn gfunda, aba anscheinend n falscha – dean hot a irgendwie nit so möga. Ea wa o echt a kle tollpatschig, isch anscheinend in nem Netz hänga blieba und vom Pferd gfloga. Najo, denn homa uns uf die Suche noch m anderen Knappn gmacht, dean homma denn o in nem Turm gfunda, ohne Füaß und Händ, irgendwo ganz doba mit a paa Fledamüs zum räuchern ufghängt – aba no am Leaba. Er hot denn dRettung leida nit überleabt, und mia fascht o nit, weil da ganze Turm volla Rauch wa….

Sonntag, 24. Juli 2022

Torniamo a casa


Die Expedition trifft ein letztes mal auf den Höhlenwurm


Der Wind strich sanft über das noch feuchte Haar des Tileanersöldners als dieser den Ballon bestieg und es war tatsächlich so, dass alle anderen Sinne geschärfter, empfindlicher waren, wenn ein anderer dafür geschwächt, vielleicht permanent in Mitleidenschaft gezogen war. Seine sonst so zuverlässigen Ohren waren taub geworden. Einerseits der markerschütternde Donnerschlag des Amboß mehrere Tage zuvor, hatte schon eine erste Schwellung seiner Gehörgänge verursacht. Andererseits eine Fontäne an Wasser welche sich ihren Weg zum Trommelfell des jungen Mannes gebahnt hatte, dort auf Schleimreste und Ohrenschmalz gestoßen war und einen schmerzhaften Pfropf gebildet hat. Er war taub geworden, so die Götter ihm gnädig waren, war dies nicht dauerhaft, er musste jedenfalls den tileanischen Doktor in Altdorf aufsuchen. Kurz gesagt der Jüngling, dessen Antlitz gar nichts mehr von der jugendlichen Leichtigkeit hatte, mit welcher er sich dereinst aus Pavona aufgemacht hat, war ein Wrack.


Gehüllt war er in eine saubere, graue aber durchnässte Robe. Doch dies war schon das Einzige an ihm, das noch halbwegs unversehrt geblieben war. Doch wie war es dazu gekommen? Ein Blick zurück hinab ließ ihn schaudern, immer kleiner wurde der Baum auf dem Hügel und die darunter verborgenen Kavernen welche ihm und seinen Gefährten so viel abverlangt hatten.



Samstag, 23. Juli 2022

Messaggio a casa

Unheilige Feuer brennen in der Ruinenstadt Miragliano und singen ihr schluchzend-loderndes Klagelied über die verlorenen Seelen der Soldaten und Handelsfürsten Tileas.


Der untenstehende Text findet sich auf einem eilig zusammen gefalteten Stück Papier, offenbar ursprünglich aus Christians Bestand, ein paar auf der Rückseite hingekritzelte Notizen in Reiksspiel verraten dies. Verfasst wurde er in tileanisch von einem der wenigen schreibkundigen tileanischen Flüchtlinge oder Bühnenarbeiter, in dem Moment war dies Elvino de Fuero vollkommen gleichgültig. Er diktierte gegen einen kleinen Obolus folgende Zeilen.


Signora Rimona 

Weingut “Casa natura, Puntedasce, Pavona, Tilea”


Liebste Mutter,


grausame Nachrichten ereilten mich soeben in Altdorf, der Hauptstadt des Imperiums. Weit haben mich meine Abenteuer und mein Söldnertum verschlagen, aber davon erzähle ich dir hoffentlich bald wenn wir uns wieder sehen. Mehrere Landsmänner aus unserer Heimat Tilea berichteten mir, davon dass die Hauptstadt Miragliano gefallen ist. Offenbar gab es eine Erhebung des Chaos, ich befürchte es sind die vermaleideten Skaven. Ich werde einen Boten beauftragen dich am Weingut aufzusuchen, ich bete zu Myrmidia und allen Göttern, dass du dort noch verweilt, oder zumindest, dass jemand weiß wohin es dich verschlagen hat. Der Tunnel ins Imperium ist zu. Suche dir einen Söldner, am besten einen aus meiner ehemaligen Kompanie, wir sind jene mit der Flegeltätowierung. Wenn, dass nicht funktioniert versuche einen Zwerg zu überzeugen, ich werde gut bezahlen. Lasse dich ins Imperium bringen, am besten direkt nach Altdorf, wenn dies unmöglich ist, dann verweile an einem sicheren Ort. Es gibt mehrere Möglichkeiten, entweder du besteigst ein Schiff und Manaan möge dich in einen sicheren Hafen geleiten, oder du versuchst über die Grenzgrafschaften nach Norden zu gelangen. Gehe keine unnötigen Risiken ein, wenn du es nicht bis ins Imperium schaffen kannst, bleibe an einem sicheren Ort und sende Nachricht. Ich weile in Altdorf, Untersteg, Kellertheater, jeder hier kennt mich. Alle Kosten für die Reise bezahle ich, darauf gebe ich mein Söldnerehrenwort. Kein Preis ist zu hoch, das Wichtigste ist, dass du gesund hier ankommst. Ich werde für dich sorgen Mamma. Es tut mir leid, dass ich nicht eher von mir hören habe lassen. Ich hätte dir Gold senden sollen, dann wäre die Flucht einfacher. Das Pergament neigt sich dem Ende zu, sei dir gewiss, ich bete für dich und deine sichere Ankunft hier.


In hoffnungsvoller Erwartung


Elvino de Fuero

Dienstag, 14. Juni 2022

Annegare nella melma

 

Unterdrücktes Bedauern beim kalten Zerstören jugendlicher Schönheit. Schmerzerfüllte Rage in zerrissenem Antlitz. Vom vermeintlich jähen und abermaligen Verlust eines neuen Freundes von Trauer halb gelähmt. Und in so kurzer Zeit nun schon zum dritten, vierten gar fünften mal in existenzieller Panik um Luft und Hilfe keuchend, ringen Syfried, Vino, Oberon und Konrad erneut mit ihren überwältigenden Emotionen und stemmen sich gegen den Strudel der Gewalt, der sie in den Wahnsinn zu ziehen droht. So versuchen sie auch die letzten beiden der fünf Runenrätsel zu lösen.



Nur ein Narr würde ernsthaft behaupten sich an seine Geburt oder gar die Zeit im Mutterleib erinnern zu können, aber für einen Moment war es so, als befände er sich wieder genau in diesem. Eine Wärme umhüllte ihn, und ein flüssiges heterogenes Etwas umschloss seinen geschundenen Körper vollends, von der Sohle bis zum Scheitel. Doch was war überhaupt passiert? Gerade noch war der Söldner aus Tilea neben seinen Mitstreitern gewesen, als ihn sein Gleichgewichtssinn verließ und er kopfüber hinab stürzte. Verzweifelt hatte er versucht sich irgendwo an den glatten Oberflächen zu halten. Er wollte schreien, doch seine Kehle war von der Angst wie zugeschnürt. Unklar wie tief er fallen würde, rezitierte er in Gedanken teilweise eine Art letztes Gebet, ein flehender Gesang, welches in jeder Provinz, wenn auch leicht abgewandelt bekannt ist:


Tileanisch


Dov’è la Myrmidia?

Le porga la chioma,

Che schiava di Pavona

Gli dei la crearono.


Stringiàmci a coòrte,

Siam pronti alla morte.

Siam pronti alla morte,

La Tilea chiamò.

Reiksspiel


Wo ist die Siegesgöttin Myrmidia?

Sie möge Tilea ihr Haupt zuneigen

Denn als eine Sklavin Pavonas

Haben die Götter Sie erschaffen


Lasst uns die Reihen schließen,

Wir sind bereit zum Tod,

Wir sind bereit zum Tod,

Tilea hat gerufen!



Es war als würde sein Leben an ihm vorbeiziehen, was sonst als der sichere Tod sollte auf ihn, Elvino de Fuero, hier warten. Hinabgestürzt in die Schwärze der Vault, würde er früher oder später aufschlagen und so die Götter ihm gnädig waren würde er ein schnelles Ende finden und in Morrs Reich hinüberwandern.

Mittwoch, 25. Mai 2022

Gigantesco verme velenoso


Vino, Syfried, Konrad, Oberon sowie der Zwerg Harad und Ingenieur Schmalfuß auf Expedition

Das Blut rauschte ihm in den Ohren und der Schweiß stand auf seiner Stirn. Sein Atem ging schwer, er war zwar sehr leise zu der Tür hin geschlichen, doch gerade als er sich um wenden wollte war er auf eine Wurzel getreten und diese war unsagbar laut unter seinem Gewicht zerknirscht worden. Hatte er zuerst ein Geräusch vernommen, und wollte deswegen umkehren oder war die Anwesenheit des etwas dünner gewordenen Mercenari, so nannte man Söldner in Tilea, schon vorher bemerkt worden. In diesem Moment war es schon müßig darüber nachzudenken, und er nahm seine Beine in die Hand, während hinter ihm eine Kakophonie an Geräuschen aufbrauste. Der Klang von unzähligen Beinchen auf Stein und Wurzeln, aber dazu gesellte sich auch ein ledernes Schmatzgeräusch.

Sonntag, 15. Mai 2022

Il disinfestatore

Zwischen Wurzeln und Gewürm erwehrt sich die Gruppe den Albino-Füßlern

Langsam rieben die klammen und schmutzigen Finger die unterlaufenen Augen des tileanischen Söldners wach. Er blickte sich um, der Bauernsohn Tobias war gerade im Begriff aufzubrechen. Dieser war, gemeinsam mit dem Elf Oberon, Ingenieur Schmalfuß und Bürokrates samt Nagetier, offenbar zuvor auf einer nächtlichen Unternehmung unterwegs. Elvino war zu müde um sich groß darüber aufzuregen, dass sie ihn mit dem Dieb Konrad alleine gelassen hatten, glücklicherweise war dieser in seinem derzeitigen Zustand aber auch keine große Gefahr.

Die Laterne und ihr blaues Licht:
Wahre Helfen in der Vault

Dienstag, 26. April 2022

Insetti maledetti


Konrad, Vino und "Bürokrates" werden im Dunkel der Wurzel verwucherten
Zwergen Vault von widerlichem Getier attackiert

Nachdem die Drehrichtung des steinernen Mechanismus korrigiert war, und das Pferd weggeführt wurde, gewann das überdimensionale Drehschloss an Momentum. Immer schneller liefen die Gruppenmitglieder, nur der von Vino abermals verfluchte Bürokrates stand nur grinsend daneben, er hatte wohl gerade seinen Nager geküsst.

 

Plötzlich ein lautes „Klonk“ fast ohne Vorwarnung blieb der gesamte Mechanismus stehen und rastete ein. Kurz zuvor war das Drehen immer anstrengender geworden, so als würde man einen Lappen auswringen, zuerst ist es ganz einfach das Wasser herauszupressen, und je fester man das ganze verdreht umso mehr Kraft muss man aufwenden. Jedenfalls, schafften es all jene die auf dem Steinkreis gelaufen waren um diesen in Drehung zu versetzen abzuspringen. Nur Elvino, der sicherlich in normalen Umständen einer der gewandtesten auf den Beinen war, schaffte es nicht. Offenbar doch noch zu geschwächt, und überanstrengt vom Laufen, verlor er das Gleichgewicht und er wurde gen Hügelkante geschleudert, wie sonst nur Steine aus Karls Steinschleuder. Er versuchte seinen Flug zu bremsen, aber nichts half. Im Augenwinkel zischte der dreckige Arm Bürokrates‘ vorbei, den Vino aber nicht greifen konnte, und knapp vor dem Rand schlug der Tileaner dumpf im Schnee auf. Das würde sicherlich einige blaue Flecken und Prellungen verursachen, aber es hätte weitaus schlimmer ausgehen können, wenn er über die Kante hinab geschleudert worden wäre. Diesen sturz hätte er nicht einmal mit dank einer abermals zufällig vorbeikommenden Lumpensammlerin überlebt, welche den Aufprall verlangsamen hätte können.

Samstag, 9. April 2022

Il giro








 

Abenteuer Bericht aus der Perspektive des jungen Söldners Elvino

Der kalte Wind bließ Vino durch das fettige und vollends verdreckte strohblonde Haar. Wie viele Monde waren gekommen und gegangen, seitdem er zum letzten Mal auf dem Rücken eines Rosses geritten war. Natürlich, war dies nur ein Ackergaul, und ein alter und ausgezehrtes Vieh noch dazu, nichtsdestotrotz ist jedem Pferd der Instinkt und die ureigene Lust anheim zu galoppieren so schnell die Beine es eben noch trugen. Bei dem vom Schnee rutschigen Untergrund war es kein Nachteil, dass es einen gemächlicheren aber doch sichereren Tritt hatte, dachte Vino, der sich an die Pferde des Weingutes erinnerte, auf welchem er aufwuchs. Dort war er oft, bei weitaus höheren Temperaturen, in der Nähe von Pavona durch die Felder auf den Pferden gesessen, und hatte diverse Lasten transportiert, oder wenn gerade kein Erwachsener zu sehen war, war er selbst manches Mal die einzige Traglast des Pferdes.


„Bufala“ hatte der älteste Hengst damals geheißen, weil er stur und kräftig war wie ein Büffel, allerdings schien das Tier Gefallen an Vino genommen zu haben, da es ihn als einzigen ohne Widerspruch auf dem Rücken reiten ließ, vermutlich wegen des geringen Gewichts und der süßen Beeren die der Tileanerbub ihm ab und an zukommen ließ.


Montag, 29. November 2021

Voglio andare a casa


Elvino, Oberon und "Bürocrates" stellen sich Kultisten und einem
Widergänger am Dachboden des umkämpften westlichen Unterstegs.

Abenteuer Bericht aus der Perspektive des jungen Söldners Elvino

Ohne zu blinzeln, mit starren Augen erinnerte sich der am Rücken liegende Vino an seine Kindestage zurück. Viele Umläufe waren  noch nicht vergangen seitdem er seine Mutter  in Pavona verlassen hatte und sein unstetes Söldnerleben begann. 

Damals hatte er einen heißen Suppenkessel mit Mamas köstlicher Minestrone, ungeduldig und hungrig wie er war, angepackt, unwissentlich wie heiß er war. Ihr kennt sicherlich diesen kurzen Moment, der vergeht, ehe der Schmerz noch seinen Weg ins Mark findet. Die irrsinnigerweise anfangs empfundene, wohlige Wärme in der Handfläche schlägt um in einen beißenden, alles andere erstickenden Schmerz, der einem die Luft raubt. Nur umspielt vom Geruch der verbrennenden Haut, der Griff löste sich und der Kessel fiel zu Boden, eine Lache bildete sich, die rote Suppe versickerte im Erdboden und verteilte sich überall, vermischte sich mit Dreck und Staub und ein paar Klumpen der Einlage platschten auf den Boden. So oft wie alleine Vino diese Erfahrung schon zu einem weiseren Menschen heranwachsen ließ, teilt sie sicherlich ein jeder.


♫ Cursus Honorum - von Daniel Stimmeder

Sonntag, 25. April 2021

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Oberon 6



Sechster Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Unbekannter Tag im Monat Vorhexen, unter Umständen bereits Nachhexen des Folgejahrs.

Im Folgenden mein Bericht vor dem elfischen Rat Sindelfingens nach den Vorkommnissen vergangener Nacht:


"Geliebte Kinder Ishas, stolze Erben Kurnous, Brüder, Schwestern, ich trete vor euch, schwere Nachricht tragend. Schatten im Herzen, Schmerz in jedem Glied und von noch dunkel vernebeltem Geist sollen doch Hoffnung und Mahnung meiner Worte Echo sein:

Verehmt, wir haben gesiegt! Eine erste Schlacht, die seit Tagen tobt und kaum bestreitbar schien ob unserer schwindenden Kraft, in einem Krieg, von dem wir nicht wussten Teil zu sein.  Gegen einen Widersacher, der so verzweigt, so mächtig und so getrieben ist wie es den Kurzlebigen bislang selten möglich nachgesagt wurde, und der vorgibt, gemeinsamen Feind zu bekämpfen, den wir erst kürzlich wieder für besiegt und zurückgetrieben hielten.  

Unser, oder vielmehr Christians Plan, der von Tag zu Tag zunehmenden untoten Bedrohung aus dem Morrsgarten Herr zu werden bestand in drei Schritten: 

Die Innerstädtische Mauer von den ausgedünnten und dem kommenden Sturm nicht gewachsenen Stadtwachen zu übernehmen, diese gegen die wandelnden Toten zu halten und somit zu binden, anzuziehen und abzulenken und währenddessen die ominöse Quelle ihres Wiedergehens aufzuspühren und zu neutralisieren.

...

Montag, 14. September 2020

In Angelegenheiten der Toten - Abenteuerlogbuch Oberon 5





Fünfter Abenteuer Logbucheintrag Oberons aus dem Haus der Bal Drian

Jahr 2523 Imperialer Zeitrechnung, Unbekannter Tag im Monat Vorhexen


Wieder einmal ist es zu lange her, dass müde, zittrige Finger verweilen dürfen auf vertrautem Pergament. Tinte, statt Blut und Phlegma von ihnen tropfen soll. Welch wohlige Erinnerungen sie wecken, an langweilige Abende im familiären Studienzimmer und danklose Transkribier Arbeiten im Dienste kurzlebiger Doktoren, deren vermeintliche Erkenntnisse sie für die Nachwelt in diversen Sprachen festzuhalten für nötig erachteten.

'Würde ich wohl je selbst erstaunliche Taten und Entdeckungen meinen Nachkommen hinterlassen?' fragte ich mich noch in jenen Tagen voll jugendlichem Fernweh und Tatendrang. 

Dank solcher Gesinnung bin ich nun hier, der Antwort keinen Schritt näher, wenn überhaupt noch weiter davon entfernt als je zuvor.

Die letzten Tage sind ein einziges Unwetter, ein Labyrinth in meiner Erinnerung, von einem Schmerz zur nächsten Erniedrigung, zu weiterem Rückschlag führend. Und doch weilen nicht nur drohende kalte Knochenhände an meinem Hals, auch zarte Finger streifen die Lippen meiner Erinnerung, beide Stille gebietend, meditierende Reflexion. Und doch will ich mein Spiegelbild meiden, nicht länger das eines unschuldigen, naiven, noch nicht von Mordes Schuld belasteten jungen Elfensäuglings aus Marienburg, vermutlich eher die entsetzliche blasse Fratze eines gebrochenen Geistes wie einst vor Christians Turmfenster befürchte ich zu sehen. Falls das denn überhaupt real war, sonst scheint die Erscheinung keiner gesehen zu haben.

In diesem Meer aus Wahnsinn und Elend sind mir die wenigen Freunde und neu gefundenen Sippenbrüber wie Bojen dem Schiffbrüchigen, Fatalismus wie weitere Löcher in meiner sinkenden Nussschale, genug davon.

...

Dienstag, 14. Juli 2020

Catturato ad Altdorf - La quarantena è il nostro problema più piccolo











Catturato ad Altdorf - La quarantena è il nostro problema più piccolo

It is astonishing how quickly humans adapt to new circumstances, just a couple of weeks ago, Vino wouldn’t have touched that awfully smelling porridge with a stick, and now he was paying money just to get some of it in his belly. Best not to think about it's contents too much.
He had as mentioned before, accommodated himself in the Untersteg, which was still separated from the rest of Altdorf by means of quarantine.
The Tilean mercenary had made the best of the situation, or so he thought, by getting forcibly employed by a - not so official - city official who at least gave him some errands to fulfill. Such errands, as seeking contact to various people throughout the underworld, reports on death tolls and getting rid of dead bodies, making sure there wouldn't be an uprising. Just menial tasks really, and paid in board and lodging. His loyalties were, as with every mercenary, highly dependant on his pay, but for now this was all he could get, and in earnest the only people he really cared about in this forsaken city were Oberon, his elvish companion, whom he held quite dear to his heart, even though he wouldn’t let him know that. As well as Karl, the halfling, who was still recovering from his arm amputation - if only Vino had been faster…

He had lost count of how many days or weeks they were in quarantine, but it all seemed like a constant stream of injuries, setbacks and failures. They had been assaulted on various occasions, which wasn’t uncommon in this part of Altdorf, mutants had been slain, when they attacked them, and the Untersteg was still riddled with sickness, death and filth. Those who died from the “Brüte”, as they called it, were deposed. As the inhabitants found out very painfully, not all of them stayed dead. The city guard was busy fighting the undead in other inaccessible parts of the City, and the Untersteg was left to die. At least that was the impression Vino got, and even worse, they drafted the few able men and women they found to help their cause.


Montag, 22. Juli 2019

Pollo? Solo sopra il mio corpo morto freddo - Elvino, Oberon & Karl stuck in the Untersteg



Pollo? Solo sopra il mio corpo morto freddo
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.


Elvino briefly woke up in the cellar theatre, only to be immediately overwhelmed by searing pain hailing from his previous leg injury, resonating through his entire body, accompanied by the stench of rotten cheese. The  wound needed treatment badly, and he could feel the inflammation pulsating. 

Elvino the Tilean Mercenary
Luckily the Elf Oberon was around to tend to his wounds. He bandaged them, put some ointment on the wound and cleansed it from splinters and dirt, that had contaminated the gash.

During a lucid moment, somebody told the incapacitated mercenary that he might just survive the whole ordeal, but the amount of pain he went through made him severely question the statement. And even if he survived, would he keep his leg? Otherwise he’d just be a useless cripple unable to fight, walk, or even stand. Fever dreams entwined with reality, so he was not too sure about what happened the next couple of hours.

Oberon the Elven "Healer"
He remembered the squinty-eyed bartender offering him some sort of oddly tasting fish roll, still, better than what was usually served in the Untersteg. What’s more is thatElvino was unable to walk particularly far, so he resorted to jump on a single leg, thus he managed to investigate the cellar theatre more thoroughly.

Apparently Christian was sufficiently pleased with their “work” at the former dockyard.The motley group of Karl, Oberon and Elvino found the time to listen to the market crier, who finally brought news about the quarantine, which annoyingly was still to be prolonged. Also the authorities apparently wanted to gather further information about the incident in Heideldorf. One was to contact the guardsman by the name Basil.

Karl: Halfling, Acrobat, Bird Trainer
Summoning up all his stupidity and naivety at once, Elvino simply strolled up to the closed gate, asked for said guard in order to provide some insight about the recent events at the Wurstfest. Moreover forgot to get rid of his hidden weapons first, was quickly disarmed and subject to lengthy interrogations. He had to explain himself to a Colonel Winzik, alongside a particularily menacing looking guy called Luther. The only one who seemed only so much as half decent was a medicus from Tilea, who agreed to take a look at his naive countryman’s wounds. Vino cursed himself, nothing good has ever happened when dealing with the authorities around here, yet somehow he still thought it was a good idea to just waltz in and unabashedly talk about, albeit toned down, the highly classified events had taken place days prior.

Well, it mostly resulted in further questions, a very significant loss of weaponry, and he henceforth was required to gather intel about whatever interesting or criminal was going on in the Untersteg. Therefore he was told to report back every morning before the patrol, or else they’d find him. Reluctantly he agreed, and made his way back to the cellar theatre, exhausted by the interrogations.


Sonntag, 3. März 2019

La tua povertà mi fa incazzare - Elvino, Oberon & Karl stuck in the Untersteg


La tua povertà mi fa incazzare
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.


“Well this can’t be good”, Elvino thought to himself, they had dumped off the two ponies alongside everything else expendable, only to climb in that - only gods & dwarves know, why this thing is even flying - balloon again. While restocking on rations, Oberon had as it turned out mistakenly picked up the wrong drunk Halfling Karl, and by doing so, he was reunited with an old friend of his, who himself wasn’t actually too ecstatic about being halflingnapped after sobering up a bit.

Anyway, it was a cold, but comfortable means of transport, certainly less exhausting than traveling by foot or cart. So much the young Tilean mercenary, Harad the Dwarf, Oberon the Elf, and their short and involuntary new companion Karl had figured out: One could hardly steer this thing, let alone safely land it, which still, appeared pretty much guaranteed once they ran out of things to burn.

Samstag, 2. März 2019

Eskort nach Schattenglas - Teil 2

Benno, der einsame Jäger

... Glücklicherweise konnte ich den Abstand zu den Goblins ausbauen, doch dieses hüpfende Biest aus ihren Reihen blieb mir dicht auf den Fersen, und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich ihm beim Gasthof zu stellen. Glücklicherweise hatte es mich schon zwei mal mit seinen Sprüngen verfehlt und als es im Wasser landete, konnte ich seinen Schwachpunkt ausmachen. Ich lockte es tiefer ins Wasser und sprang auf einen der schwimmenden Bäume. Auch sein letzter Sprung verfehlte mich zum Glück und ich konnte es mit meinem letzten Pfeil richten. Drei Pfeile waren insgesamt notwendig. Es wurde still um mich. Keine weiteren Gefahren in der näheren Umgebung ausmachend, machte ich mich, voller Hoffnung, meine Gefährten unbeschadet wieder zu treffen, auf den Weg zur Plattform, von der Benno gesprochen hatte.

Könnte ich bitte noch etwas von dem vorzüglichen Eintopf haben? (würfelt 09 bei Geschmack)

An der Platform angekommen, konnte ich meine Begleiter vorerst nicht ausmachen. Ich erinnerte mich an das Gebiet, sind wir doch erst Tage zuvor hier durchgekommen. Alles hatte sich verändert und vor mir tat sich ein krudes Konstrukt aus Holz und allen möglichen Materialien auf. Alles umgeben von einem warmen Nebel war das ganze Ausmaß jedoch schwer abzuschätzen. Vorsichtig machte ich mich daran, meine Gruppe zu finden. Ich konnte Bewegungen auf der Plattform ausmachen und näherte mich möglichst unauffällig, nur um festzustellen, dass ich mein Ziel erreicht hatte. So machten wir uns nach unserem Aufeinandertreffen endlich daran, Bennos ersehnte Gegenstände zu finden. Mir gelang es sehr schnell, die erwähnten Spinnentier zu finden und in diesem Prozess auch eine komische Art von Pilz zu sammeln, der wohl betäubende Eigenschaften zu besitzen vermag.

Hansch konnte wohl einen dieser Ständer ausfindig machen… Eine ekelhafte Mischung aus Goblinoberkörper und einer dieser Spinnen. Ich hatte wenig Ansporn, diesen näher zu betrachten.

Welche Schrecken belauern die Charaktere im Sumpfwald des Fuhrdienstes

Mittwoch, 27. Februar 2019

Volare - Elvino & Oberon's Escape from Zharr Ungor


This blog entry may contain spoilers for the "Gand Brynd" quest series.


VOLARE
Adventure account from the perspective of the young mercenary Elvino.

High above the moonlit southern Middenland their dangerous escape leads the 
motley crewof dwarves, ponies, men, halfling and elf close by a hilltop tavern...
So there they were, having left behind the ruins of Heideldorf which burnt down to a crisp after their latest endeavours at the annual Wurstfest, and on their way to Bad Hohne. An uncommon sight one could say, the Elf Oberon and the young Tilean mercenary Elvino, who had just won the sausage eating contest at the Wurstfest. Both of them were still exerted and from all the fighting and the hardships that they endured in Heideldorf, but that’s a story for another time.

Accompanied by a young Ogre named Khevin and a monk of Morr by the name of Vergil they were headed to Bad Hohne a small town, which was well known for its hot springs. Suddenly a cracking sound broke the monotonous creaking and thumping of the cart that they were sitting on, and Elvino awoke from his light sleep.

Were they being shot at? Was that a weapon that was fired? Surely it must have been bandits of some sort, and he was about to draw his weapon, when the cart came to a halt because there were some lunatics on the road who were apparently chastising themselves with all sorts of makeshift whips and apparently praising Sigmar while doing it.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Eskort nach Schattenglas - Teil 1

Das kleine Fellknäuel unter dem Tisch musternd rekapituliert Syfryd den Tag zuvor. Dieses kleine sabbernde aber doch ganz liebenswerte etwas von einem Hund… Geschmiegt an sein Bein gibt es wohl noch erschöpft von den letzten Tagen leicht blubbernde Geräusche von sich.

Todesklaue, der treue Gefährte Syfrieds

Was für ein Höllenritt. Sigmar und Taal mussten diese Nacht wohl auf unserer Seite gewesen sein. Ob der Wachmann der Gefängnisanlage wohl ähnlich viel Glück hatte? Seine Gesellschaft war doch nur von kurzer Dauer. Kurz nachdem wir von der Besserungsanstalt aufgebrochen waren, nach Osten unterwegs, hatte ihn doch die Panik gepackt und seinen Auftrag, Enk´s Hinrichtung zu überblicken, sehr schnell in die hintersten Gefilde seines Bewusstseins verbannt. Diese Lichtung die wir erreicht hatten, hatte wohl zu viel Ungewisses für seinen noch sehr jungen Geist.

Und doch, selten habe ich einen Mann, ob der Instabilität seiner Moral, so gewandt im Dickicht des Unterholzes verschwinden sehen, als ob Ranald persönlich seine Finger im Spiel hatte.

Ich denke, in diesem Moment doch eine Erleichterung in Hansch´s Statur erkannt zu haben. Eine Erleichterung, mehr Zeit schinden zu können, seiner Aufgabe erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgehen zu müssen, doch einen Weg zu finden, Enk zu retten. Wie schnell sich doch alles wenden würde…